Worum geht es Maja Nowak?

Rotplüsch_hochkantNun ist es gut drei Monate her, seit Katja K. ihren Bericht über ein Rudelseminar bei Maja Nowak veröffentlicht hat (Serendipity is life). Ihre Schilderung deckt sich in weiten Teilen mit unseren Eindrücken von eben diesem Rudelseminar. Nur hat uns dieses Seminar länger beschäftigt. Hatte sich doch zum x-ten Mal wiederholt, was uns als Hundeeinsteiger seit Einzug unseres C. vor fünf Jahren verfolgt: Frage irgendeinen Trainer oder Hundekenner um Rat, und dir wird erst einmal bescheinigt, dass du alles komplett falsch machst. Allerdings war es noch nie sooo schlimm wie diesmal: Würden wir weiter machen wie bisher, würden wir damit unsere Hunde krank machen.

Das Schlimme daran war nicht die Botschaft an sich – wir hatten schon viel Widersinniges gehört – sondern von wem sie kam.

Wir gehören zu den Hundehaltern, die einen reaktiven Ersthund besitzen, der vor allem in Situationen, die ihn ängstigen oder verunsichern, nach vorne gehen kann und sich/uns alles vom Leib halten will. Und das, obwohl wir uns mit seiner Erziehung große Mühe gegeben hatten. Aber mit einem sehr sensiblen, höflichen, eher ängstlichen und schreckhaften Hund, der ein lautes Geräusch oder ein unangenehmes Erlebnis gleich in Bausch und Bogen mit einer ganzen Anzahl von für uns zunächst nicht ersichtlichen Dingen mitverknüpfte, waren wir in seiner Welpen- und Junghundezeit manches Mal überfordert. Die Ratschläge, die man uns gab, brachten nichts bzw. widersprachen oft unserem Bauchgefühl. Und so haben wir – aus Unkenntnis – ihn überfordert und aus seiner Sicht im Stich gelassen. Irgendwann wollte er die Dinge selber regeln und begann nach vorne zu gehen. Große Individualdistanz, großer Schutztrieb. Nun war guter Rat teuer und schlechter auch. Vom Leinenruck über Halti, Schnauzengriff und Psychopharmaka, Klickern sowie Laufen in reizarmer Gegend haben wir ein buntes Potpourri an Empfehlungen mitbekommen. Die Diagnose war stets die gleiche: Hund ist leichtführig, aber wir sind unfähig!

Durchbruch dank Baumann

Den meisten Empfehlungen sind wir nicht gefolgt, weil wir außerdem auch noch dickköpfig sind und weil sie sich für uns nicht richtig anfühlten. In einer Hundeschule waren wir in der Junghundezeit nur kurz, weil wir dort nicht das bekamen, was wir für unseren hochsensiblen C. eigentlich gebraucht hätten. Unser Vertrauen in den Hund sowie in unsere eigene Fähigkeit, ihn je verständig handeln zu können, war irgendwann stark angeknackst. Das hat sich nach einem Seminar bei Thomas Baumann, der unseren Hund als unsicheren A-Typ, „perfekten Strategen“, explorativ und von klarer Körpersprache beschrieb und uns bescheinigte, ein gutes Team zu sein, Gott sei Dank wieder eingestellt.

Er meinte, ich müsse C. nur „zwischen die Ohren pusten“, um ihn zu korrigieren. Während der weiteren Analyse der teilnehmenden Hunde brach ein entsetzliches Gewitter los und mein C. wollte nur noch flüchten. Thomas Baumann brach ab, kniete sich hin, nahm meinen zitternden Hund, umfasste ihn und es dauerte keine Minute, bis dieser panische Hund seinen Kopf an die Schulter dieses Mannes schmiegte – was er bei mir noch nie getan hatte -, sich fest an ihn lehnte. Er verschmolz schutzsuchend mit einem Mann, den er einen Tag zuvor wütend verbellt hatte, als dieser mit fixierendem Blick, Hut, langem Mantel und Stock auf mich zukam. Es war unglaublich!

Das war der Sechser im Lotto: Festhaltetherapie statt Ignorieren. Dem ängstlichen Hund Halt geben, statt ihn allein zu lassen. Das erklärten mir die anwesenden Trainer/innen genauer. Bis dato hatte ich immer nur gehört, man solle den Hund nicht anfassen, nicht mit ihm sprechen, um seine Angst nicht zu bestätigen. Dass Hunde alles untereinander regeln. Nein, wir mussten viel mehr schützende Präsenz zeigen.

Mit C. wurde es schnell immer besser, wir konnten ihn gut lesen und immer besser führen. Bald fühlten wir uns auch reif für einen Zweithund, den ich mir immer gewünscht hatte. Der sollte möglichst aus einer Tierhilfe kommen, einen Welpen wollten wir allerdings nicht. Wir haben uns informiert, gelesen, umgehört und schließlich über eine Collie-Vermittlung im September 2012 einen zweieinhalbjährigen „Scheidungshund“ zu uns genommen, der als verschmust und unsicher/ängstlich vorgestellt wurde.

Der zweite Hund

frontalIn der dreimonatigen Probezeit bei uns erwies dieser Hund sich dann aber als eine einzige Baustelle. Wer die erste Staffel von der „Hundeflüsterin“ angesehen hat, erinnert sich vielleicht an Hutch, einen irren Border-Collie… Nicht ganz so krass, aber ähnlich schräg war nun unser Zweithund W.. Ich habe tatsächlich manche Nacht geheult, mich gefragt, was hab ich uns, unserem C. bloß angetan. Wie kann man so blöd sein und sich selbst so überschätzen. Gleichzeitig hat mich und meinen Mann der Ehrgeiz gepackt. Was hat man diesem Hund angetan, dem -so erschloss es sich uns nach und nach- wohl zwei Jahre nichts von der Welt gezeigt worden war, der außer den Wildgerüchen, die das Waldgrundstück, auf dem er alles verbellen durfte, was sich näherte, durchwehten, keinerlei Reizen ausgesetzt worden war, der von der Bordsteinkante flog,weil er so etwas nicht kannte, der vor abgeparkten Autos am Straßenrand scheute und fahrende attackieren wollte… der Essen vom Tisch klaute, unseren Ersthund ständig abdrängen oder besteigen wollte, Besuch stellte und wenn es dunkel war, die blinkenden Flugzeuge am Himmel und Autoscheinwerfer verbellte … Nur um ein paar seiner Spezialitäten zu nennen.

Wir hatten uns das ganz anders gedacht und waren in vielen Punkten von der Vorbesitzerin auch regelrecht „geleimt“ worden, insbesondere, was seine Jagdlust angeht. Aber wir hatten Verantwortung übernommen und brachten es nicht fertig, ihn zurückzugeben, sahen wir doch auch, wie sehr er sich bemühte, langsam immer besser entspannen konnte und klar erkennbar Vertrauen zu uns fasste. Sollte dieser arme Kerl für unsere Dämlichkeit herhalten müssen, wieder zurück, um dann neu vermittelt zu werden? Immerhin waren wir die dritten Besitzer in seinem damals knapp dreijährigen Leben. Oft telefonierte ich mit der Vermittlerin, die mir Tipps gab und uns half, durchzuhalten. In ihrer jahrzehntelangen Vermittlungspraxis hätten bis auf wenige Ausnahmen alle Hunde „ihre“ Familie gefunden, oft mit sehr großen Anfangsschwierigkeiten.

Unsere Messlatte war hoch, denn C., unser Ersthund, apportierte, suchte mit Leidenschaft irgendwelche Dinge, ließ sich mit einer Handbewegung irgendwohin schicken. Dinge, die wir ganz nebenbei und unprofessionell während unserer Spaziergänge mit ihm unternahmen, nicht um ihn abzurichten, sondern weil es Spaß machte und weil er von Anfang vieles von sich aus anbot. Außerdem war er ein Hund, der nicht einfach neben einem herlief, dessen Greyhound-Anteile gerne durchbrachen. Auch sollten die ausgiebigen Morgenrunden nur unserem Hund und uns gehören, zuhause konnte ich mich nicht mit ihm beschäftigen. Mit unserem Neuzugang W. ging das nun kaum noch, der forderte alle unsere Reserven und torpedierte alles, was wir mit C. unternehmen wollten. Derartige Beschäftigungen kannte W. nicht, es interessierte ihn auch überhaupt nicht. Er wuselte und zog wie irre an der Leine, nahm alle Meter irgendwelchen Mist auf und wollte nur eins: allem, was sich schnell bewegte, hinterher, vorzugsweise Joggern und Radfahrern. Antijagd- oder Jagdersatztraining? Wie denn, wenn ein Hund alles gleichzeitig lernen muss, weil er nichts kennt?

Es war der Stress pur, dazu kamen die berühmten Synergieeffekte, unser C. mutierte wieder zum Superwachhund, weil W. auf alles reagierte, was er nicht kannte. Er hing zum Beispiel kreischend in der Leine, wenn wir die Haustür nur öffneten, und er Kinderstimmen vom nahe gelegenen Spielplatz hörte. Wenn wir vom Spaziergang heimkehrten, kam oft die Frage: „Wieviele Tote und Verletzte?“ . Wir gingen auch nicht „Gassi“, sondern „Omis schreddern“. Aber nun auch noch getrennt mit beiden loszuziehen, wie uns von einigen empfohlen wurde, ging aus Zeitgründen nicht. Außerdem hatte ich passend zum Zweithund auch noch einen kaputten Meniskus.

Ein vielversprechendes Seminar

dance_01Im Mai 2013 besuchte ich dann mit unserem Ersthund C. ein Führungsseminar bei Maja Nowak, das mir mein Mann ein Jahr zuvor zum Einzug unseres Zweithundes geschenkt hatte, weil ich von deren Büchern so vollkommen begeistert war. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir W. etwa 8 Monate und er hatte schon sehr große Fortschritte gemacht. Allerdings zeigte C. mittlerweile wieder verstärkt Leinenaggression. Nun, das Seminar war einfach toll, die Atmosphäre gefiel mir und ich habe wirklich sehr viel mitnehmen können. Viele Trainer dort meinten, mein Hund sei tiefenentspannt, wir seien ein gutes Mensch-Hund-Team. Auch Maja meinte, er sei ein total ruhiger Hund. Er sei mit „Pinselstrichen“ zu führen…

Dass sie total entspannt seien, haben wir mittlerweile schon oft über beide Hunde gehört. Nach diesem Seminar war ich ganz wild darauf, mit meinem Mann gemeinsam ein Rudelseminar bei Maja zu buchen, um noch dies und das feinzutunen; vielleicht den ein oder anderen Tipp zu bekommen, was die Jagdleidenschaft unseres W. angeht, von der sich C. gerne anstecken und mitreißen lässt, bzw. – so scheint es mir eher – derer C. sich nur allzugerne leitend und lehrend annimmt. Majas Hunde wirkten so beneidenswert ausgeglichen, ich wollte erfahren, wie man das hinkriegt. Und tatsächlich, trotz des sicher riesigen Andrangs hat mein Mann es geschafft, das Seminar (im Oktober 2013 für Juni 2014 ) für uns zu buchen. Was hab ich mich gefreut!

Etwa zwei Wochen vor Beginn kam die Nachricht, dass es ein Seminar mit Barbara Ertel sein werde. Es ging uns ähnlich wie Katja K., von RS hatten wir keinen Schimmer und Majas Info klang so, als könnten wir das Nonplusultra an Rudelharmonie erfahren. Es war zwar davon die Rede, dass unsere Hunde vielleicht nicht zusammenpassen oder sich nicht ergänzen könnten, so dass sie in einem „wackeligen Arrangement“ zusammenlebten, das zu Alltagsproblemen führen könnte. Na, das kam für uns nicht in Frage, schließlich hatte es noch nie eine Beißerei gegeben. Dass C. manchmal nach vorne ging, hatte grundsätzlich nichts mit W. zu tun, und W.s Jagdtriebigkeit nichts mit C.

Mein Mann war sauer, pacta sunt servanda, veränderter Vertragsinhalt etc. … Wir haben uns im Schnellverfahren mit RS beschäftigt und fanden die Einteilung in verschiedene Stellungen interessant. Wir hatten schon oft gesehen, wie einzelne Hunde die Stimmung einer ganzen Meute in die eine oder andere Richtung verändern konnte. Mit den perfekten Siebenerwürfen hatte ich meine Probleme und war darauf gefasst, zu hören, das C.’s Leinenpöbelei z.B. damit zusammenhängen könnte, dass er ein Welpe von 13 war (das war die Erklärung für dieses Problem in einer von Majas Sendungen, „Hundekrieg“. Die den Haltern dort gegebene Empfehlung, mit ihrer Lara in reizarmer Gegend spazieren zu gehen, hatte ich als vorübergehende Maßnahme angesehen. Es war klar, dass man im Fernsehen nicht die ganze Anamnese und Behandlung etc. ausbreiten konnte.). Auch darauf, dass möglicherweise unsere Hunde nicht passend zusammengestellt wären, waren wir gefasst. Der eine sehr ruhig und distanziert-majestätisch, der andere ein kleiner Kontrolletti mit ungeduldigem Gemüt.

Anlaufschwierigkeiten

dance_02Alles war verquast; in letzter Minute hat sich auch noch herausgestellt, dass der Seminarort ein anderer war als angekündigt. Das sei aus Majas Homepage ersichtlich. Wir sind natürlich davon ausgegangen, dass man über so etwas vom Vertragspartner informiert wird. Es gab einiges telefonische Hin und Her, wobei uns sehr nahegelegt wurde, besser wegzubleiben, wenn wir nicht in der Verfassung seien, ein mögliches negatives Ergebnis der Einschätzung tragen zu können, Maja ginge es nur um das Wohl der Hunde. Tatsächlich gäbe es genug Anwärter, die händeringend auf einen freiwerdenden Seminarplatz warten würden. Ich habe darauf hingewiesen, dass ich über die harsche Art Barbara Ertels gelesen hätte, aber davon ausginge, dass Maja vermittelnd agieren und gegebenenfalls tröstend nachbehandeln würde. Außerdem war ich ganz sicher, dass Maja die Ertelsche Einschätzung lediglich als Basis für ihre eigene Herangehensweise nutzen würde.

Schließlich dachten wir uns: „Jetzt erst recht!“  Also gebuchtes Hotel stornieren, neu buchen… Natürlich haben wir uns gefragt, ob’s das wert ist. Wir haben uns aber entschlossen, das durchzuziehen, bei dieser Premiere life dabei zu sein. Außerdem hatten sich unsre Jungs (15 und 17 Jahre alt) riesig auf „sturmfrei“ gefreut, und Berlin ist immer eine Reise wert. Wir waren also da. 7 Stunden Autofahrt, kleines Hotelzimmer, am nächsten Mittag nach mehreren Stunden Wartens die Hunde einzeln raus auf eine umzäunte Wiese, zur Einschätzung durch Barbara Ertel. Zunächst nur mit uns Haltern.

Der versaute Schläfer

Unser C. war natürlich von der Rolle und strich uns wedelnd um und durch die Beine. Ob wir auf einem Hundeplatz seien? Ja, Agility… DAS war das Bonbon, was sofort geschluckt wurde…, da habe er dieses „Home“ durch die Beine sicher gelernt… Innerlich musste ich grinsen, dieses „Durch-die-Beine-Streichen“ hatte ein Hundeprofi schon mal als Dominanzgeste interpretiert, hier war’s ein andressiertes Kunststück. Nein, das habe er schon als Welpe gemacht, für uns sei das eine Vertrautheitsgeste, mache er nicht bei jedem. „Ahh“. Typischer Beamter, ein NLH, ein Schläfer, letztlich versaut (so wurde es nicht gesagt, aber so kam es an !) durch Dressur und Hundeplatz… Schließlich kam abmildernd die Erwägung, dass seine „Schwäche“ möglicherweise damit zu tun habe, dass er einer aus einem Wurf von 13 Welpen war.

Auf diese Erklärung „inakzeptabler Wurf“ war ich vorbereitet. Die Affinität zum Gedankengut von Rassereinheit und lebensunwertem Leben hatte sich mir bei meiner Beschäftigung mit dem Thema aufgedrängt, konnte mich in Bezug auf meinen eigenen so stolzen Hund aber in keiner Weise kränken. Und was den Hundesport angeht: Tatsächlich besuchten wir seit Frühjahr 2013 mit beiden Hunden eine sehr angenehme, Collie-erfahrene Hundeschule. Allerdings einfach nur um den Hunden, vor allem W., unserem Kaspar Hauser, alle möglichen Hunde und auch einen gewissen Grundgehorsam nahezubringen, und weil mein Mann etwas mit C. alleine machen wollte, in der schwierigen Anfangsphase mit W., wo C. tatsächlich zu kurz kam. Aber dort ging man auf die verschiedenen Charaktere der Hunde ein, und auch „Durchsetzen“ um jeden Preis war nicht gängiger Stil. Die dort verwandten Kommandos waren auch niemals Bestandteil unseres „Alltagsjargons“ mit den Hunden.

Dann kam W. dran. Im Ergebnis ein Hund, der „das Wissen noch hat“, ein Zentralhund, ein MBH… Nach allem, was ich bis dahin über die Stellungen gelesen hatte, war das nun der Supergau: als Einzelhund gar nicht zu halten, sondern nur mit passenden Bindehunden (V3 und /oder N2 ). Er neige zu Zwangsverhalten, nervösen Ticks bis Neurosen. Und dass zwei Eckhunde nicht gut tun nach dieser Lehre, war uns auch klar!

Fehlbesatz

dance_03Das wäre ja doch eigentlich ein Super-Ergebnis, nur zwei Hunde (N2 und N3) dazu und das Nachrangrudel ist fertig, so tröstete man uns… Ob wir denn zwei Hunde noch dazu nehmen könnten? Wenn nicht, dann einen weggeben? Als vorläufige Maßnahme auf jeden Fall beide trennen in Haus und Garten, keine gemeinsamen Gassigänge mehr, weil wir durch gemeinsames Spazieren unseren Leithunden aufgrund der damit verbundenen Unstruktur unsere Inkompetenz beweisen und sie so nicht führen können würden. Fünf Meter Individualdistanz zwischen beiden mindestens sei einzuhalten. Der MBH würde ohne entsprechende/n Bindehund/e und erst recht im Fehlbesatz Menschen manipulierend, aggressiv, am Ende quasi „überschnappen“, „durchdrehen“! Sei der typische Wanderpokal! Beide Hunde würden sich zwar nicht töten, aber sicher krank werden und früh sterben ( hier kam mir in all meiner Betroffenheit ein Witz in den Sinn: „Wann beginnt das Leben?“ „Hund tot, Kinder aus dem Haus!“). Maja hat diese Diagnose mit angehört – sie war bei der „Einschätzung“ unserer Hunde ja die ganze Zeit dabei – und sagte:  N I C H T S!

Ich dachte, das hinge damit zusammen, dass Maja eigene Ratschläge erst machen würde, wenn
alle Hunde eingeschätzt und Barbara Ertel gegangen wäre. Belämmert gingen wir vom Platz. Und – hier unterscheidet sich unser Erleben von dem Katjas (s.o.) – meine scherzhafte Bemerkung gegenüber Majas Trainern, Assistenten, etc., unsere beiden Söhne könnten doch N2 und N3 mimen, kam nicht gut an. Die eine oder andere Assistentin/Trainerin tröstete mich wohl – auch wir waren natürlich angegriffen – aber eben mit dem Hinweis darauf, dass sie die getrennten Gassigänge schon seit Jahren selbst mit ihren Hunden praktizierten und im Hause die Trennung vollzogen hätten. So quasi, das sei man als verantwortungsvoller Halter seinen Tieren nur schuldig, man sähe, wie sie aufblühten… Also nicht etwa, um „hinter vorgehaltener Hand ihre Skepsis“ gegenüber den von Maja abgesegneten Empfehlungen auszudrücken. Außerdem waren sich am letzten Morgen, als C. sich weigerte ins Auto zu hüpfen – verständlich, der hatte die Nase voll von Kisteliegen, außerdem zögert er immer, wenn er merkt, dass es noch gar nicht echt losgeht/alle Schäfchen beieinander sind – alle einig, dass Leithunde nicht in eine Doppelbox gehörten, sondern auf die Rückbank mit (so B.E.) einer Decke über dem Kopf, um runterzukommen, zu schlafen etc.. Darauf hat mein Mann dann erwidert, das käme nicht in Frage, als ehemaliger Rettungssanitäter wisse er, wie es sich anfühle, wenn der Fahrer blutend hinterm Steuer hinge und der panische Hund die Rettungskräfte nicht an Herrchen heranließe. Ich hatte mich zu diesem Zeitpunkt ausgeknipst, meinem ruhigen Mann das Argumentieren überlassen und mir bildhaft vorgestellt, wie wir unsere Fahrt in den geplanten Familienurlaub wohl antreten würden: unsere Kinder in den Käfigen oder flach liegend im Dachgepäckträger verstaut, während sich unsere Eckhunde auf der Rückbank räkelten – nein, nur einer, die hatten ja dort keine fünf Meter Individualdistanz…

Keine Hilfe von Maja

Am nächsten Tag dann noch unendliches Warten und Einschätzen. Am letzten Tag dann die Analysen der jeweiligen Probleme und einzelne Führungsempfehlungen… eigentlich sollte dieser Tag ohne B.E. begangen werden, aber es kam anders. Als wir mit unseren Themen dran waren (Jagd und nach vorne gehen), wurden wir gefragt, wie das mit der Aufnahme zweier weiterer Hunde sei. Ich erklärte, dass ich dazu nicht bereit sei. Schließlich müsse jeder der Stammhunde mit jedem einzelnen der Neuzugänge harmonieren, diese müssten in unsere Familie passen und dann müsste alles zusammen klappen.. Nein Danke! Dazu fehlten mir Zeit und Nerven. Ob wir bereit seien, einen Hund abzugeben? Mein Mann meinte, das sähe er nicht, es würde ihm das Herz brechen… Und damit war es ‚rum! „DANN KANN ICH EUCH AUCH NICHT WEITERHELFEN“, meinte Maja, und blickte mit einem : „Der Nächste, bitte..“ in die Runde.

Wie war das zu verstehen? Aus ihrer Sicht sollte tatsächlich nur Aufnahme zweier passender Hunde oder die Abgabe von W.  d i e  Lösung sein???

An diesem Sonntagmorgen kam es dann zu den von Katja beschriebenen Diskussionsversuchen, die so tränenreich bei manchen endeten. Auch mein Mann mokierte sich über die Unzulänglichkeit der monokausalen Erklärungsversuche. Aber angegriffen fühlten wir beide uns eigentlich nicht. Barbaras Rede war radikal und man muss ihr einfach ein gewisses Charisma zugestehen. Mit ihrem: „Wer bist du ( Mensch ), dass du dich als Krone der Schöpfung ansiehst…“(etwa), hat sie mich an einen Prediger erinnert, der zur Buße aufruft. Aber wir hatten ja eigentlich ein Seminar bei Maja Nowak gebucht, deshalb konnte mich das nicht treffen, sondern höchstens befremden. Was aber getroffen und auch die Tränen verursacht hat, war die Tatsache, dass Maja  g a n z  dahinter zu stehen schien. Von der FORM hat sie sich sicher distanziert, aber keineswegs vom INHALT!

Jedenfalls, was uns betraf: 2 bis 3 Stunden Laufen mit unseren Hunden fand auch sie zuviel, der
Reize wegen. Zuviel Bewegung und Reize überfordere Hunde und sie führte ihren Victor ins Feld, der trotz jahrelanger Gefangenschaft auf einem Balkon bei geistiger Gesundheit geblieben sei (?). Ich erinnere nicht mehr genau ihre Worte, die ab da nur durch einen Nebel bei mir ankamen. Waren meine also geisteskrank, weil wir täglich vom Hause weg eine große Runde drehten? Nachholen der Sozialisation bei W., Stadtgänge, Rennen etc. alles zuviel. Dass wir so aber inzwischen einen in der Stadt ruhigen Hund hinbekommen hätten, fand keine Zustimmung, das wäre die Ruhe der 2-Eckhundehaltung (B.E.)! Kollektivjagd? Die Hunde brauchen „Urlaub“ aus der Unstruktur! Hunde in Struktur jagen nicht – Urteil von Maja. (W. ist aber in der Stadt entspannt, kann es sein, dass nur hier der Fehlbesatz sich durch Ruhe auswirkt? Auf dem Acker aber führt derselbe Fehlbesatz zu Jagdverhalten??? ).

Nichts passt zusammen

von_hintenEs war grotesk: Bei allem, was wir als „Problemverhalten“ vorstellten (richtig problematisch war auch sonst keine einzige Hundegruppe), war die Ursache eine aus dem Fehlbesatz herrührende mentale Unbalance unserer Hunde. Alles, was aus unserer Sicht in Ordnung war, war die Ruhe vor der Eskalation bzw., da hätten sich die Hunde schon seelisch verabschiedet. Kein Mal wurde nach unserem tatsächlichen Tagesablauf, Umgang, wieviel Ruhe haben die beiden etc. gefragt. Ein Stichwort und ab in die Schublade. Auch die ein oder andere Trainerin erklärte, ihre Hunde würden nicht jagen und tat ganz erschüttert. Ich hab nicht gefragt, wie sie das hingekriegt hätten, war ja eh klar.

Auf so etwas war ich einfach nicht gefasst. Barbara Ertel vielleicht, aber Maja Nowak? Für derartig tiefgreifende Halterempfehlungen sollte das Rumschleichen verstörter Hunde auf einer Wiese ausreichen? Der Hund wird in seinem Ersatzverhalten immer schlimmer, weil er allein oder mit dem verkehrten Hundekumpel lebte? Ernährung, Entspannung, Gesundheitsfragen, eventuelle traumatische Erlebnisse spielten keine Rolle?

Auch dass vielen die Trennung ihrer Hunde in Haus und Garten nahegelegt wurde, konnte ich nicht begreifen. Wie sollte das geschehen? Welch angespannte Atmosphäre würde so etwas mit sich bringen. So etwas kam für mich überhaupt nicht in Frage. Meine Hunde hatte ich noch nie länger im Garten sich selbst überlassen, die machen noch nicht mal in der größten Not dort Pipi, geschweige denn größeres. (Und  d a s  ist das in Vergessenheit geratene Wissen meiner Mutter, das sie mir vor mehr als vierzig Jahren überliefert hat, dass nämlich Hunde Menschenrudel bräuchten. Man dürfe sie nicht in den Garten schicken und meinen, das wäre gut für sie. Das wären dann bemitleidenswerte Hunde, mit denen niemand richtig laufen würde, sodass sie am Ende aus Verzweiflung ihr eigenes Revier versauen müssten.).

Eine strikte Trennung würde doch erst recht zu Feindschaft zwischen den Tieren führen. Irgendwie dachte ich die ganze Zeit, es müsse einer den Film, der hier lief, anhalten, damit ich auch noch mitkäme. Maja jedenfalls stand in ihrem Abwiegeln kritischer und „unangenehmer“ Fragen Barbara Ertel in nichts nach! Und dass sie bei diesem „Was nicht passt, wird passend gemacht“ mitgezogen hat, war wohl das, was viele Seminarteilnehmer so sehr verstörte.

Aber nicht nur, dass das alles theoretisch irgendwie nicht hinhaute, auch mit dem „Sehen“ kam ich nicht klar. Bei Barbaras strukturiertem Rudel konnte ich nichts bemerken, was ich auch nur im entferntesten mit Harmonie hätte assoziieren können: Ihr MBH (Hütehund, wieder mal) zog wie verrückt an der Leine, schnappte ständig um sich und in ihre Gummistiefel, und das Rudel oder Teile davon kläffte/n und raste/n auf den Zaun los. Auch dieses Signalhalsband ihrer einen Hündin (angeblich Piepton), um sie zu erinnern, dass sie nicht jagen solle (wo war der Zentralhund, der die Jagd unterbindet?), war uns nicht entgangen.

Was Maja persönlich allerdings zuzusetzen schien, war die Tatsache, dass sie ihre eigene Art des Umgehens mit den verschiedenen Stellungen nicht so recht anbringen konnte, da sich Barbara da immer einmengte und zwischen beiden Diskussionen entstanden. Auch bezüglich unseres C., der bei Unterschreiten der Individualdistanz ungemütlich werden kann. Mit unserem Thema „Nachvorngehen“ (Kollektivjagd hätte unseren beiden in praktischer Vorführung sicher besser gefallen) hab ich mich echt vorgedrängelt, irgendetwas wollte ich einfach mitnehmen. Und, ich muss sagen, dass sich alle Mühe gaben: Assistentinnen kamen joggend und Jacke wedelnd aus der Dickung auf uns los, und Barbara erklärte, wie wir C. hier durchhelfen können. Letztlich lief es darauf hinaus, dass er selbständig eine Alternative zur Attacke finden solle, was ja sinnvoll aber wirklich nichts Neues ist. Auch Maja machte Vorschläge, aber das ging dann etwas unter in Diskussionen der beiden. Ich war erschöpft, genervt, hatte die grobe Linie verstanden. Genau brauchte ich es nicht mehr wissen, denn letztlich ist das schon lange kein echtes Thema mehr für uns, wir können sehr gut C.’s Aufbrausen beeinflussen.

Was ich aber überhaupt nicht nachvollziehen konnte, war die Tatsache, dass Maja enttäuscht zu
sein schien, dass ihre eigenen Hunde Frieda (wurde als N2 mit unserem W. aufgestellt), und Tinka N3 (hab ich nicht gesehen, aber das war aus Majas Erzählungen zu schließen) mit anderen
Hunden gar nichts zu tun haben wollten. Als Mitja aufgestellt wurde, versuchte sie sich zu verstecken, damit er sie nicht sähe und zu ihr käme. Das konnte ich nicht begreifen, denn ihr Rudel hat für mich immer so harmonisch und gesund gewirkt, so ausgeglichen und intakt. Ich denke, die meisten Seminarteilnehmer würden sich glücklich schätzen, so ein Trüppchen um sich haben zu dürfen. Es war so grotesk: ein Haufen kläffender Hunde mit einem schnappwütigen Chef sollte ein Rudel in Struktur sein, und Maja war unzufrieden, weil ihre Hunde sich nicht für andere Hunde interessierten? Wo waren wir nur hingeraten?

Und was die Atmosphäre angeht, 2013 ist Geschichte. Bei diesem Rudelseminar fand ich das Maja-Team so verdruckst, alles wirkte verklemmt und düster, lauter Illuminati… Ich müsste aber lügen, wollte ich behaupten, wir wären erleichtert nachhause gefahren. Auch wir waren verstört und aufgewühlt. Nur um es vorwegzunehmen: Wegen des langen Wartens im Auto hatten wir kein schlechtes Gewissen unseren Hunden gegenüber. Und an all jene, die sich sicher sind, sie hätten aber… wären aber…: Ja, manche sind tatsächlich gegangen. Wir nicht, das ist vermutlich das Phänomen der „Faszination des Grauens“. Außerdem waren wir die ganze Zeit damit beschäftigt, diese abstrusen und extremen Standpunkte einordnen zu wollen und hatten, obwohl alle Anzeichen dagegen sprachen, die Hoffnung, dass Maja die Teile zusammenfügen und uns das Ziel des Ganzen auseinandersetzen würde, bis zum bitteren Ende.

Natürlich haben auch wir den Wunsch, wie alle Hundehalter, dass unsere Hunde sich in unserer Obhut gut fühlen. Und da hatte man uns kalt erwischt. Unser triebiger W. hat uns wirklich viel, viel Kraft gekostet und C. ist sicher nicht entzückt gewesen über einen so aufgeregten, distanzlosen und kontrollfreudigen Zwangskumpan. In diesem Sommer – wir hatten W. bereits 1 1/2 Jahre – hatten wir schon so viel erreicht, aber dieses Getriebene, dieses beinahe Platzen, wenn es morgens los ging, bekamen wir bei W. irgendwie nicht geregelt.

Vor dem Seminarbesuch fühlte ich mich teils schon am Ende der Fahnenstange, und nun saß dieser Stachel, dass W. als arbeitsloser (Zentral-)Hund echt leiden würde. Ob ihm passende Bindehunde oder richtige Hütearbeit fehlte, war egal. Dieses Einschätzen als MBH mit den nach RS dazugehörigen Eigenschaften machte uns tatsächlich unsicher, ob es für W. über Gehorsamkeitstraining, Schnüffelspiele etc. hinaus noch etwas geben könnte, das er wirklich brauchte? Was es auch war, die Aussicht, dass wir uns hier vielleicht völlig vergebens verausgaben könnten, war niederschmetternd.

Die Entscheidung

SpielzeugDiesbezüglich haben wir uns mit entsprechender Frage sowohl an W.s Züchterin als auch an seine Vermittlerin gewandt. Die waren verdutzt, tummelten sich in RS und bauten uns wieder auf. Wir hatten tatsächlich diese Phase der Schwäche, wo wir allen Ernstes darüber grübelten, ob W. nicht woanders besser aufgehoben sei. In dieser Zeit der Kraftlosigkeit und Lähme haben wir dann einige Tage „Entschleunigung“ praktiziert, auf unsere Weise, ich wollte ja nicht nur rumstehen. Das war zwar in unserer Verfassung ganz erleichternd, aber absolut nicht das, was ich mir so als mein künftiges Morgenprogramm vorgestellt hatte. Ich hatte außerdem den Eindruck, dass das unsere Hunde sehr misstrauisch und alarmiert werden ließ, nachdem sie Berlin erstmal ausgeschwitzt hatten.

Eines Morgens dann, ich hatte mich gebückt, um meinen Schuh zuzubinden, gab‘ s einen Ruck, und beide knallten mit ihren Schleppleinen davon, einem Bussardpaar hinterher, das große Kreise über dem abgeernteten Feld zog. Sie verfolgten die Raubvögel vom Boden aus in ihren Bahnen und bald verschwanden alle in weiter Ferne… vier Pünktchen am Horizont. Meine zwei Pünktchen wurden schnell wieder größer, flogen über den Acker und schmissen sich vor mir ins nasse Gras, hechelnd und mit Schaum vor dem Maul. Und ich? Ich war einfach nur glücklich! Ich dachte an Thomas Manns Bauschan in „Herr und Hund“ und dass unser Ersthund mit W. doch einen gut passenden Kollegen gefunden hatte. Zuhause wollte C. ja ohnehin nur ruhen, woran sich durch W.’s Einzug nichts geändert hat. Und vielleicht ist das genau der Hund, den er braucht, um zu lernen, dass einem kein Zacken aus der Krone bricht, wenn einem mal eben einer durch die geheiligte Tabuzone latscht. Und für W. ist C. mit seiner Ruhe besser als ein weiterer Wirbelwind. Unser W. würde bleiben, fertig!

Wir zogen also Bilanz: was wollen wir, was können wir leisten, was setzt uns unter Druck? Wieder waren wir uns einig: die Hundeschule war Zirkusnummer, weil das wahre Leben ja auf unseren Streifzügen durchs Revier stattfand mit all seinen Reizen und Triggern. Auch Agility als Trostbonbon für C. bräuchten wir nicht mehr, da W. nicht mehr dazwischengeht, wenn C. mit uns spielt. Er selbst kann das draußen inzwischen, möchte aber nicht gerne apportieren, Suchspiele machen etc., er möchte jagen bzw. hinterherrennen. Das ist Fakt, daran kommen wir nicht vorbei.

Mit diesem Ergebnisstand sind wir Anfang Juli ganz tapfer und wider besseres Wissen zur BH-Prüfung. Und mit beiden Hunden grandios durchgefallen! Weil sich W. so toll gemacht hätte, haben uns die Trainer dazu gedrängt. Und eigentlich waren sie auch wirklich gut. Aber wir haben Leader und nicht Follower. Außerdem hatte die WM-Knallerei in den vorausgegangenen Wochen, sowie ständige nächtliche Gewitter unsere Hunde zu relativen Nervenbündeln gemacht. Vermutlich haben sie aber nur gespiegelt, was uns beherrschte: dieses ganze nervenaufreibende Gefühlschaos der vergangenen Tage, ob wir als Halter versagt hatten, warum unsere Hunde waren wie sie waren, warum wir Probleme damit hatten, und ob sie damit Probleme hatten, was richtig und falsch war…!

Mittlerweile bin ich allerdings beinahe geneigt, anzunehmen, sie haben uns genau im richtigen Moment eine Korrektur erteilt, uns gezeigt, worauf es ankommt in unserem gemeinsamen Mensch-Hundleben, uns signalisiert, dass es notwendig war, unsere Erwartungshaltungen zu überprüfen.

VK_tiefKnapp eine Woche nach dem Seminar bekamen wir Nachricht vom Doginstitut; weil die Thematik Rudelstellung so viel Zeit in Anspruch genommen habe, bot Maja den Teilnehmern nochmals ein Seminar an, an dem man, allerdings nur mit einem Hund, teilnehmen könnte. Wir freuten uns einerseits über die Geste, es klang ein wenig nach Wiedergutmachung, schlossen andererseits aber nicht aus, dass damit ein Shitstorm verhindert werden sollte. Majas Nachricht erreichte uns am 27.06.2014 mit dem Hinweis, sie sei versehentlich hängengeblieben. Tage später erst wurde ich auf Katjas Bericht in „Serendipity is life“ aufmerksam, der seinerseits am 25.06.2014 verfasst und wohl auch an Maja geschickt wurde.

Wir sagten zu, obwohl zwischen meinem Mann und mir mittlerweile klar war, dass alles gesagt war und eigentlich unsererseits kein Interesse mehr bestand. Zu krude war diese RS-Ideologie, mit der wir uns im Nachgang nochmal beschäftigt hatten. Im Hinblick auf W. hatte Maja uns ja unmissverständlich mitgeteilt, sie könne bzw. wolle uns nicht helfen. Einige Wochen hörten wir nichts, mein Mann hakte nach, wurde vertröstet. Im August gingen wir in Urlaub, das Doginstitut ebenfalls. In unseren Ferien an der Nordsee sahen wir, wie sehr beide Hunde es genossen, das ganze Menschenrudel ständig um sich zu haben. W. schloss Freundschaft mit Freunden von uns, die gleichzeitig dort Urlaub machten. Zuvor war das immer problematisch gewesen, beide Seiten hatten sich voreinander gefürchtet. Wieder in der Heimat, geschah es, dass er nach zwei Jahren regelmäßiger Besuche meinen Schwiegervater begrüßte, und zwar freudig. So lange hatte bei W. das Zusammenwachsen und Vertrauenfassen gedauert. Wir sollen egoistisch handeln, weil wir diesen Hund nicht mit weiteren Hunden zwangsbeglücken möchten, oder gar ihn weggeben?

Als uns dann die endgültigen Termine für das Folgeseminar genannt wurden, haben wir abgesagt und erklärt, dass und warum RS nicht mit unseren Vorstellungen von Hundehaltung übereinstimme. Dass wir die gegebenen Empfehlung nicht beachten könnten und wollten, sie teils gar für kontraproduktiv hielten. Außerdem verlangte man für diese Veranstaltung, die, so hatten wir es wenigstens verstanden, ja einzig als Trostpflaster für dieses daneben gegangene Rudelseminar hätte dienen sollen, die volle Seminargebühr. Nein Danke!

Es erübrigt sich, zu erwähnen, dass wir keine Antwort auf unser Feedback erhalten haben. Was das Grusel-Rudelseminar allerdings Gutes bewirkt hat, ist eine andere Sicht auf W.: Wir anerkennen seine hohe Kompetenz, die er zweifelsohne hat, ob als Zentralhund oder als triebiger Vollblut-Hütehund. Das, was uns zuvor oft genervt hat, liegt vielleicht nicht allein in den zwei Jahren seiner erzieherischen/haltungsmäßigen Vernachlässigung, sondern ist als Teil seiner Begabung zu sehen. Wir werfen ihm nicht mehr vor, unser Leben verkompliziert zu haben, sondern haben ihn jetzt ganz und gar ins Herz geschlossen.

Auch was C. angeht, haben wir eine geänderte Einstellung: Wir haben einen hochsensiblen Hund mit ausgeprägtem Schutztrieb. Wir haben aufgehört, uns zu grämen, dass er kein Goldie ist. Eine große Entspannung hat uns ergriffen, auch wenn wir vielleicht nie beide Hunde gleichzeitig und überall offline werden laufen lassen können und damit einen Traum begraben müssen. Aber wir haben zwei Hundeleben, daran zu arbeiten. Und es wird niemanden erstaunen, dass wir inzwischen täglich Dinge mit unseren Hunden erleben, die wir uns vor dem unsäglichen Seminar kaum hatten vorstellen konnten. Das ist unser Wunder von Berlin!

Rotplüsch_quer


Nachwort: Weil wir so über die Maßen geschockt waren von dem, was wir vom 20. bis 22.06.2014 in Berlin bei Maja Nowaks Rudelseminar, welches sich dann tatsächlich zum Rudelstellungs-Workshop unter der Ägide von Barbara Ertel entwickelte, erlebt hatten, habe ich mich noch mal intensiver mit den Dingen, die so verwirrend für uns waren, beschäftigt. Wir haben diesen unheimlichen Sog des Ertel’schen reality distortion field gespürt und Maja nebst einiger ihrer Gefolgsleute schien darin verschwunden zu sein. In der ZDF-Mediathek habe ich mir daher alle Fälle, wo es um MBH’s ging, noch einmal, das heißt zum ersten Mal genau und mit meinem „neuen Wissen“ angesehen. Da waren:

  • Charly, der Zwergschnauzer, den der Schäferhund der Freundin von Charly’s Halterin schwer verletzt hatte („Maja und der Hundekrieg“).
  • Boomer, 10 Monate alter Harzerfuchs-Mix, der Autos und Kühe jagte („Der hilflose Anführer“).
  • Und schließlich Prinz, ein Schäferhund im besten Machoalter, der seit mehr als einem Jahr im Tierheim saß und nicht wusste, wohin mit seiner Kraft (abgesehen davon, das es medizinische Ursachen gab für seine Hyperaktivität). („Die Briefträgerattacke“).

Schäferkopf_01Alle wurden als hochkompetente Zentralhunde eingeordnet, die ohne weiteren passenden Bindehund in ihrem Ersatzverhalten immer schlimmer würden. Majas Empfehlung in diesen Fällen  i m m e r:  ein zweiter Hund. Und bei Prinz auch noch Entschleunigung! Wer so etwas als Allheilmittel vertreibt, weiß nicht, was er damit einem Hund mit der sportlichen Kompetenz eines echten Hütefreaks antut, und darf gerne hier nachlesen: www.spiegel.de/zu-besuch-bei-einem-schaefer-in-sachsen-anhalt-a-995126.html. Da nach den Regeln der Rudelstellungslehre ein solcher Zentralhund niemals alleine und erst recht nicht im Fehlbesatz gehalten werden kann, muss diese Empfehlung ggfs. auch als – allerdings weniger medientaugliche – Weggabeempfehlung gesehen werden. Wie bei uns. Und bei Hutch aus der ersten Staffel der Hundeflüsterin, einem typischen Kandidaten für die Einschätzung als Zentralhund. Zum damaligen Ausstrahlungszeitpunkt war allerdings offiziell von Rudelstellung noch keine Rede.

Ich habe mir auf Majas Homepage die Liste ihrer VDU-Trainer angesehen und jede einzelne deren Homepages durchforstet. Da rudelt es ganz schön. Die Trainercrew um Maja schulte im Sommer 2013 ihr Sehen in Sachen strukturierte Abläufe unter Leitung von Barbara Ertel. Allenthalben ist man voll des Lobes, welche Horizonterweiterung sich dabei für die weitere Arbeit mit Mensch und Hund ergeben habe. Für Einschätzungen wird an den Verein für vererbte Rudelstellung verwiesen, auf die Arbeit mit bereits eingeschätzten Hunden freue man sich.

Eine Trainerin hatte bei unserem Seminar als „Sportreporterin“ fungiert. Sie synchronisierte und kommentierte versiert und flott die Arbeitsabläufe zwischen den einzuschätzenden Hunden für die am Zaun stehenden Zuschauer, weil Barbara aus der Entfernung schlecht zu verstehen war. Als jemand beeindruckt ob ihrer Sachkenntnis meinte, es brauche sicher lange, bis man das könne, wehrte sie lachend ab, sie selbst habe im vergangenen Oktober noch keine Ahnung davon gehabt. Ich hatte sie für ein Mitarbeiterin Barbaras gehalten.

Ein Trainer, der auch im Fernsehen mitgewirkt hatte, wirbt für RS-Workshops, einen „Runden Tisch“ für Rudler, und mit dem Sachkundenachweis nach §11 Abs.1 TierSchG. Bei ihm findet sich ein Link „RS-Netzwerk“…

Eine Trainerin berichtet, wie sie sich auf die Suche nach einem zweiten Rüden mit den Eigenschaften eines VLH gemacht hat und ihn schließlich fand: dort, wo Maja ihren Raida her hat. Von Barbara Ertel wurde er dann tatsächlich als VLH eingeschätzt. Ein Jahr später musste Barbara Ertel sich korrigieren, es handele sich um einen NLH. In Wirklichkeit war der Erstrüde ein VLH. Der musste aber gehen, weil ja die passenden Bindehunde fehlten…

Kaninchen und TomVerständlich, dass ich verdutzt war über Majas Resümee. Und, hier bin ich mit Katja (Serendipity is life) einig, ich nehme es ihr einfach nicht ab. Zunächst einmal finde ich es zum Fremdschämen peinlich, jemanden, den man so lange als die einzige Person rühmte, von der man „bisher wirklich etwas Neues“ (M.M.N. in Hundeschau 2/2014 S.24 a.E.) hat lernen können, auf diese Weise abzuschießen. Das ist abgrundtief …menschlich! Hier sollte Maja „noch einmal Lernende werden“ und sich auf Fähigkeiten besinnen, die man im Zusammenleben mit Leithunden so notwendig braucht: „Wahrhaftigkeit ohne den Versuch der Beeindruckung, Zugeben von Irrtümern, Sinnhaftigkeit, Souveränität in Entscheidungen und Verständnis“ (M.M.N. in Partner Hund S. 44).

Mir als gebranntem Kind drängt sich also eher der Gedanke auf, dass hier mit bewährter Vernebelungstaktik versucht wird zu retten, was noch zu retten ist. Dass es um die künftige Klientel geht. Und was böte sich da geschickter an, als eine von allen Seiten missverstandene Lichtgestalt: Verrat auf Seiten der Rudler, die interne Videos von Majas stockarbeitendem Teilrudel der anderen Seite zugänglich machen. Die RS-Gegner wiederum verfolgen Majas Hunde mit Giftködern…

Maja weist in ihrem Resümee darauf hin, dass ihre „Arbeit nichts mit der Rudelstellung zu tun hat, die der Verein für vererbte Rudelstellung, geleitet von Barbara Ertel, verbreitet„. Sie vertrete „weder die Art, mit Menschen umzugehen, noch viele Interpretationen, die in diesem Vereinsraum getroffen und so diktatorisch erhalten werden„. Jetzt kommt ein vermeintliches Zugeständnis an die Gegenrudler, und man will hinfort andere Begrifflichkeiten verwenden. ABER eine Einschätzung (wo, sagt sie vorsichtshalber nicht…) kann sie weiter empfehlen, „weil wir uns dem Thema stellen müssen, einen hündischen Entscheidungsträger nicht mehr beherrschen oder brechen zu wollen„. Abgesehen davon, dass das eigentlich keiner mehr wirklich will, würde ich mir wünschen, dass zunächst einmal Maja Nowak sich stellt. Und zwar dem Thema, was uns seit Berlin am meisten interessiert. Weil wir es als „unerträglich respektlos gegenüber so komplexen Wesen“ wie Rat suchenden und zahlenden Klienten empfinden, deren intellektuelle Kompetenzen zu ignorieren. Wenn es bei Barbara Ertel ausschließlich um das Bestreben geht, Hunde wieder miteinander zu vergesellschaften, worum geht es Maja Nowak dann im Gegensatz dazu? Und warum war es nicht wichtig genug, uns in der Mitteilung über den geänderten Seminarinhalt genau über diese Unterschiede aufzuklären?

Die den teilnehmenden Hundehaltern in Berlin pauschal erteilten Empfehlungen, Hunde zu trennen oder weitere aufzunehmen, damit die richtigen Stellungen sich ergänzen, die Hunde
besser handelbar und entspannter würden, ließen uns den Unterschied zur Lehre der vererbten Rudelstellung in der Konsequenz nicht erkennen. Und die Art des Umgangs mit Hund in ihren verschiedenen Stellungen stand nie zur Debatte oder wurde gar in Frage gestellt. Die Art des Umgangs mit Menschen wohl, sie war aber nicht das eigentliche Problem.

Wer aber weiterhin „seelischen Artenschutz“ für Hunde zu betreiben gedenkt und deren Haltern gerne unterstellt, ihre eigenen Bedürftigkeiten auf das vordere Ende der Leine auszulagern, den Hund damit zu überfrachten und somit aus seiner Balance zu werfen, der sollte sich regelmäßiger Supervision unterziehen und diesbezüglich selbst über jeden Zweifel erhaben bleiben. Vermutlich müssen wir es Majas Hunden überlassen, sie zu lehren, dass Hunde keine Wesen sind, die sich starre Menschenideen überstülpen lassen. Seien diese gespeist aus Ehrgeiz oder Sendungseifer, wie z.B. der Idee der Errichtung eines deutschen „dog psychology center“, wo Hunde Hunden helfen, ihre natürliche Balance zu finden. (Wahrhaft deutsch: kein Schmelztiegel aller Rassen, Größen und Neurosen; kein Sportplatz, kein Pool, kein Spaß. Hier geht es strukturiert zu, jeder hat seine feste Stellung, stammt aus akzeptablem Wurf, alles marschiert in Reih und Glied. Eine Zentralstelle zum Anfunken. Und es wird gearbeitet: Futterarbeit, Stockarbeit, Therapiearbeit…). Oder aber seien sie Ausdruck einer ungestillten Sehnsucht nach heiler Welt. Aber Berlin ist nicht Lipovka und MBH-Dakota nicht Wanja.

Daniela3erGruppe copy


Anmerkungen: Wir hatten Maja Nowak gefragt, ob sie zum Bericht Stellung nehmen möchte. Sie sandte uns auch eine Stellungnahme zu, nahm sie jedoch tags darauf wieder zurück. Stattdessen wies sie darauf hin, dass sie zugunsten von Barbara Ertel auf ihr Honorar bei diesem Seminar verzichtet habe und dass 80% der Teilnehmer es in positiver Erinnerung hätten. Zum Beweis bat sie diese Teilnehmer, uns gleichfalls Berichte zum Seminar zuzusenden. Es gingen auch drei positive Berichte ein, von denen wir zwei unten als Links angefügt haben.

Maja Nowak bestreitet Danielas Aussage, der Seminarort habe sich geändert (unsere Überprüfung ergab allerdings, dass der Ort tatsächlich geändert wurde). Die im Text erwähnte Behauptung, „RS-Gegner“ hätten ihre Hunde mit Giftködern bedroht, stammt nicht von Maja Nowak, sondern wurde von anderer Seite verbreitet. Ihr allerneuestes Resümee zur Rudelstellungslehre (=> hier) beantwortet einige der Fragen, die Daniela in ihrem Nachwort aufgeworfen hatte. Barbara Ertel wird wohl zu keinem Nowak-Seminar mehr eingeladen werden.

Bericht: Maja Nowak trotzt Barbara Ertel

Bericht: Maja Nowak schlägt das Deutschlandspiel

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109 Gedanken zu „Worum geht es Maja Nowak?

  1. Paige

    dass es auch MMN erwischt hat, wundert mich nicht. Man muss erlebt haben, wie BE die Leute in ihren Bann zieht und „versklavt“. Darunter Leute mit psychologsicher Vorbildung die gewarnt waren, was das „für eine Sekte“ ist. Und diese stecken inzwischen tiefer drin als alle anderen, unfähig sich daraus zu befreien oder auch nur zu erkennen, was da mit ihnen passiert ist.
    Und wer sich befreit erlebt ein bitterbitterböses Erwachen, wie aus einem Alptraum.

    Von daher kann ich mir durchaus vorstellen, dass MMN dieses böse Erwachen hatte und sich erstmal sortieren muss. Das kann dauern und diese Zeit sollte man ihr zugestehen, bevor man sie steinigt.
    Vom Inhalt allerdings trennt man sich aber tatsächlich nicht mehr; man modifiziert ihn und kappt die Spitzen, bis etwas taugliches übrigbleibt.

  2. hansgeorg

    Hey

    Nun habe ich mich durch diesen ellenlangen Bericht gequält, ja gequält, was ich dabei permanent gedacht habe, behalte ich lieber für mich.

    Nur erst mal so viel, wenn man solche Problemen mit seinen Hunden hatte, dann gehe ich doch dort hin, wo ich einst die optimale Hilfe bekommen hatte, nämlich zu Thomas Baumann.

    „Worum geht es Maja Nowak

    Es erübrigt sich, zu erwähnen, dass wir keine Antwort auf unser Feedback erhalten haben. Was das Grusel-Rudelseminar allerdings Gutes bewirkt hat, ist eine andere Sicht auf W.: Wir anerkennen seine hohe Kompetenz, die er zweifelsohne hat, ob als Zentralhund oder als triebiger Vollblut-Hütehund. Das, was uns zuvor oft genervt hat, liegt vielleicht nicht allein in den zwei Jahren seiner erzieherischen/haltungsmäßigen Vernachlässigung, sondern ist als Teil seiner Begabung zu sehen. Wir werfen ihm nicht mehr vor, unser Leben verkompliziert zu haben, sondern haben ihn jetzt ganz und gar ins Herz geschlossen.“

    Wenn du schreibst, in Sicht auf W anerkennt ihr seine hohen Kompetenzen, die er zweifellos hat, ob als Zentralhund oder als triebiger Vollblut-Hütehund“, wird doch klar und deutlich, für jeden aufmerksamen Leser, dass du tatsächlich glaubst, dass an diesem vRS Unsinn, was dran sein muss, bei MMN ist es die Kompetenz und BE ist es der Zentralhund.

    Entweder man begreift in Gänze, das vRS nichts anderes als Unsinn ist, oder man begreift es nicht, dann hält man wie du an diesen Unsinnsbegriffen, die nichts mehr als blahblahblah sind fest.

    Hohen Kompetenzen und Zentralhunde sind im Sinne der angeblichen „vererbten Rudelstellungen“ nur leere Worthülsen.

    „Ein Theoretiker ist ein Mensch, der praktisch nur denkt (W. Mitsch).“

  3. hansgeorg

    Hey

    „Paige 23. Oktober 2014 um 11:58
    dass es auch MMN erwischt hat, wundert mich nicht. Man muss erlebt haben, wie BE die Leute in ihren Bann zieht und “versklavt”. Darunter Leute mit psychologsicher Vorbildung die gewarnt waren, was das “für eine Sekte” ist. Und diese stecken inzwischen tiefer drin als alle anderen, unfähig sich daraus zu befreien oder auch nur zu erkennen, was da mit ihnen passiert ist.
    Und wer sich befreit erlebt ein bitterbitterböses Erwachen, wie aus einem Alptraum.
    Von daher kann ich mir durchaus vorstellen, dass MMN dieses böse Erwachen hatte und sich erstmal sortieren muss. Das kann dauern und diese Zeit sollte man ihr zugestehen, bevor man sie steinigt.
    Vom Inhalt allerdings trennt man sich aber tatsächlich nicht mehr; man modifiziert ihn und kappt die Spitzen, bis etwas taugliches übrigbleibt.“

    Nun, psychologische Vorbildung bedeutet nicht, dass man auch begreift, worum es geht, denn Fachwissen über Hunde, hat mit Human-Psychologie nichts zu tun.

    Es ist ein netter Versuch von dir, aus Barbara Ertel eine Person zu machen, die ja so raffiniert ist, dass sie die Menschen so manipulieren könnte, ohne dass die es bemerken würden.

    Nein so einfach, wie du es darzustellen versuchst, ist es dann doch nicht.

    Es sind eher Hundehalter, die nicht wissen, wie sich Hundeverhalten verstehen lässt, die auf diese dümmlichen Behauptungen von Frau Barbara Ertel, der angeblichen „vererbten Rudelstellungen“ hereingefallen sind und es so langsam aber sicher selbst erkennen.

    Wer möchte schon gerne zu denen gehören, die sich ordentlich übers Ohr hauen ließen und deshalb einen Ausweg suchen, dass sie nicht schlussendlich ganz so dumm dastehen.

    Diese jämmerlichen und zugleich hilflosen Versuche der vRS-Anhänger sich von Frau Barbara Ertel trennen und/oder lossagen zu wollen, an der Unsinnsidee der angeblichen vRS aber festhalten zu wollen, sagt mehr über diese Menschen aus als ihnen lieb sei mag.

    Nun ja, man modifiziert solange, bis von vRS nichts mehr übrig bleibt, aber möchte trotzdem den Inhalt, der dann noch übrig bleibt, nämlich ganz stinknormales Hundeverhalten, mit dieser Mogelpackung weiter verkaufen.

    Was du noch immer nicht begriffen hast, hier geht es nicht um Frau Barbara Ertel, sondern einzig und alleine um den Unsinn den sie verbreitet mit ihren unhaltbaren vRS Behauptungen.

    Albtraum insofern ja, wenn die vRS Anhänger irgendwann feststellen, das sie auf einen solchen Unsinn hereingefallen sind.

    „Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf (Theodor Fontane).“

  4. Carla

    @Paige
    „Von daher kann ich mir durchaus vorstellen, dass MMN dieses böse Erwachen hatte und sich erstmal sortieren muss. Das kann dauern und diese Zeit sollte man ihr zugestehen, bevor man sie steinigt.“

    Wenn man sich sortieren muss, dann sollte man das in Ruhe tun. Was ich sehe ist genau das, was grosse Firmen tun, wenn sie massivst negativ in die Schlagzeilen geraten sind: man wechselt die Kleider. Neuer Firmenname, neuer Internetauftritt, neues Persilimage. Neues Marketing-Blabla. Man baut darauf, dass neue Kunden unwissend sind und auch nicht genau gucken mit wem sie es zu tun haben. Man stellt sich nur minimalst dem, was diese negativen Schlagzeilen verursachte. Wiegelt Verantwortung ab so gut es geht, zeigt mit dem Finger auf andere Verantwortliche. Die waren schuld, mit ‚denen‘ hat man nichts mehr am Hut. Und oft genug haben diese Firmen mit dieser Taktik Erfolg.

    Genau das zieht Frau Nowak ab. In Hektik. Die gravierenden Unterschiede zwischen ihrem Verhalten von gestern und den jetzt neuen Grundrechten der Hunde bleiben wie offene Wunden. Sie macht jetzt auf das Training von Managern. Wenigstens bleiben hier unschuldige Hunde weitgehend verschont.

    Dieses offensichtliche Schauspiel der Schadensbegrenzung, das eigene Fell retten um jeden Preis bringt ihr die Kritik zu Recht ein. Sie sollte eine Politikerlaufbahn aufnehmen. DAZU ist sie doch mehr als qualifiziert: aussitzen, abwiegeln, Geschichte neu schreiben und auf das kurze Gedächtnis der Kunden bauen. Statt sich selber der Kritik zu stellen, Stellung nehmen mit eigenen Worten – Frau Nowak schickt Vertreter. Kunden sollen schreiben. Bekommen die eine Gegenleistung? Das passt mit dem esoterisch-moralisch angehauchtem Anspruch einer Frau Nowak hinten und vorne nicht. Sie muss schon leben, was sie so huldvoll auf ihrer neuen website schreibt. Ein bisschen wenig Rückgrat wenn man sich als DIE Trainerin Deutschlands verkauft. Wenn man sich als DIE moralische Instanz anbiedert.

  5. Carla

    @hansgeorg,
    ja, der Bericht ist lang. Ich denke das ist gut so.
    Es ist gut, wenn eine Teilnehmerin ihre Erfahrung detailliert beschreibt statt eine Kurzfassung zu geben. Es ist gut, denn wer sich nicht auf eine solche Veranstaltung begibt braucht mehr als Kurzfassungen um sich ein umfassendes Bild zu machen.
    Sie muss nicht schreiben, sie muss sich nicht die Zeit nehmen einen ordentlichen, lesbaren Bericht zu verfassen. Sie kann das ganze privat halten und sich somit auch vor jeder Kritik bewahren.

    Wer noch nicht in den RS Sumpf gefallen ist, der kann von solchen detaillierten Schilderungen nur profitieren. Es zeigt, dass es um mehr Probleme geht, als nur die magischen vererbten Quarkstellungen. Es zeigt, mit welchen Personen man es zu tun hat, wie mit vertraglichen Angelegenheiten verfahren wird, wie mit unzufriedenen Kunden verfahren wird.

  6. hansgeorg

    Hey Carla

    Es geht nicht um die Länge, die bemängele ich nicht, sondern um den Inhalt, das ist ein kleiner aber bedeutender Unterschied.

    „Ein Theoretiker ist ein Mensch, der praktisch nur denkt (W. Mitsch).“

  7. Rieke Adrian

    Ihr habt euch wieder richtig festgebissen, oder? Ich habe hier jetzt alle DREI Berichte gelesen zu dem EINEN Rudelseminar und unterschiedlicher können die Erfahrungen nicht sein. Ich stelle fest, dass Berichte keine journalistische Recherchen sind, sondern ganz und gar subjektive Angelegenheiten. Und nehme sie auch so hin.

    Bei Maja Nowak stelle ich dagegen Größe und Authentizität fest, dadurch dass sie sich öffentlich distanziert und uns durch Erklärungen auf ihrer Webseite daran teilhaben läßt. Sie muss das nicht tun. Sie hätte auch einfach schweigen können und klammheimlich ihr Ding machen können. Hat sie aber nicht. Wer von den anderen Promihundetrainern wäre so ehrlich und offen? Oder sind und waren die anderen alle unfehlbar?
    Sie hat ausführlich etwas über Hunde gelernt bei einer Frau, die offensichtlich eine Inselbegabung hat (das Sehen von Rudelpositionen), aber ansonsten unter Seminar-Tourette zu leiden scheint und ein sektenähnliches Umfeld geschaffen hat (was hier ja auch öfter Thema war) . Was rudelstellungen-klargestellt offen gelegt hat, das sind die Unstimmigkeiten zu Barbara Ertel. Aber nicht widerlegt sind ihre Einschätzungsergebnisse. Auch nicht dadurch, dass man einen anderen „Glauben“ dagegen stellt oder wen anderen zitiert. Das sagt nur was aus über die Menschen, die sich in Diskussionen verlieren müssen und dabei sich und vor allem anderen die Köpfe einhauen.
    Ich sehe mir am Samstag selbst einmal ein Seminar bei Barbara Ertel an ( vielleicht erzähle auch hier davon) und werde den Auftrag von Maja Nowak mitnehmen, dort die Alterstauglichkeit eines strukturierten Rudels zu hinterfragen (im aktualisierten Resumee:
    http://www.maike-maja-nowak.de/#!resuemee/c1693).
    Sie weist auch darauf hin, dass das, was die Rudler neben der Einschätzung noch über Hunde von sich geben, mit Vorsicht zu genießen ist. Ich gehe also davon aus, dass Maja Nowak nun tatsächlich ihren eigenen Weg daraus macht (sogar mit eigener Forschung ab Dezember!), denn klar ist, dass der Weg stimmt, aber die Ausführung noch bedacht werden muss.
    Darauf freue ich mich.

  8. Carla

    Wie soll man etwas, das nicht existiert widerlegen?

    WENN es jemand versuchen sollte, die Antwort seitens der Gemeinde um Ertel ist doch vorhersehbar wie das Amen in der Kirche: kann ja nicht stimmen, da NUR Frau Ertel als weltweit einzige Kennerin Hunde richtig einstufen kann.

    Frau Ertel wehrt sich vehement und oft polemisch gegen jede Kritik. Egal wie respektvoll vorgetragen, egal von wem sie kommt. Wissenschaflter leben mit der Tatsache, dass Erkenntnisse widerlegt werden. Und wenn diese neuen Erkenntnisse nachweisbar, reproduzierbar sind, dann werden sie als neue Erkenntnis angenommen. Siehe Dominanz und David Mech. Laien haben damit Probleme, die krallen gern an alten Socken fest. Nicht mal die Macher dieses Blogs durften zu einem workshop. Nur wenn Frau Ertel Offenheit zeigt, kann man ernsthaft darangehen ihre Thesen wissenschaftlich zu testen.

    Frau Nowak versteigt sich zu billigen Ablenkungsversuchen. Gestern noch auf ihrer Webseite der unqualifizierte Seitenhieb auf die „vielen“, die ihre Hunde mit verbotenem Elektroschock dressieren. Heute wieder weg. Keine Ahnung die wievielte Neuauflage das jetzt ist, oder wie viele noch kommen werden. Größe und Authentizität sehen doch wohl anders aus.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Authentizit%C3%A4t#Authentizit.C3.A4t_von_Personen

    Wer Größe und Authentizität hat, geht mit solch groben Fehlern anders um. Man steht klar dazu, ohne Ausreden. Man behebt die Folgen so gut es geht. Man entschuldigt sich. Man steht Rede und Antwort. Man ist sich klar, dass es eine Zeit braucht, bis das Thema wirklich vom Tisch ist. Man geht nicht mit unreifen neuen Konzepten, die man jeden Tag neu auflegt ins Internet. Je mehr Frau Nowak krampfhaft damit befasst ist ihr Resümee täglich neu zu schreiben macht sie sich nur unglaubwuerdig. Wer heute ihre neuen Veranstaltungen besucht, muss sich aber auch fragen, wie lange die denn Bestand haben. Erst von Millan kopiert, dann der Wechsel zu Frau Ertel und jetzt Frau Ertel light. Was kommt danach?

    Das als Zeichen von Größe und Authentizität? Das volle Gegenteil.

    Man sollte wohl besser jeden Tag einen screen shot des Wandelresümees anfertigen. Aber Vorsicht vom akuten Schwindelanfall.

  9. Paige

    Hallo Rieke,
    welches strukturierte Rudel möchtest du denn im Alltag sehen? Barbaras V3 bis NLH?

  10. Rieke Adrian

    Wenn ich das chronologisch richtig sehe, dann war das Rudelseminar, um das es hier geht, vor etlichen Monaten. Die Distanzierung war jetzt vor Kurzem. Korrekterweise müsste also die Überschrift lauten: Was DACHTE sich Maja Nowak, denn nun denkt sie anders und kommuniziert das auch…
    Einen Vorfall aus der Vergangenheit zu nehmen, den subjektiv und klargestellt-Gruppenkonform zu verhandeln als wäre er gestern passiert, ist pure Stimmungsmache. Der Schritt zum Rufmord ist nahe.
    Wahrscheinlich hocken einige hier total betroffen vor dem Monitor, wenn ein Kind virtuell gemobbt wird und daran zugrunde geht. Wenn es eine irgendwie prominente, öffentliche Person ist, dann ist das aber offenbar total in Ordnung, da machen alle gerne mit. „Ist ja nur Maja Nowak, die sich sowieso die Taschen voller Geld steckt“…denken einige hier womöglich. In diesem Zusammenhang: Ich hoffe für Euch, dass Euer Beruf auch auch ernährt oder dass Ihr überhaupt einen habt. Und ich hoffe inständig, dass Ihr zu Euren Hunden netter seid. Geht Ihr der Nachbarin, die ihren Hund zu Tode füttert, eigentlich auch an Kehle? Dem Nachbarn, der seinen Schäferhund schlägt, an die Gurgel? Oder agiert Ihr lieber virtuell, unsichtbar, dafür aber maßlos empört?
    Ich weiß, dass es wichtig ist für eine Gruppe sich über ein Thema zu definieren und alles daran zu setzen, dass das Thema als Sozialkitt wieder und wieder umgewälzt wird, damit alles bleibt, wie es ist. Das gilt für diese Gruppe und die RS-Truppe auch. In der Transaktionsanalyse heißt es „Diskussion im Drama-Dreieck“ Aber Leute! Doch nicht um jeden Preis! Inhaltliche Kritik darf doch nicht zu einem Vernichtungsfeldzug werden!
    Nehmt es hin, dass Maja Nowak sich entwickelt und auch öffentlich lernt (http://www.maike-maja-nowak.de/#!resuemee/c1693). Nehmt Euch selbst die demokratische Freiheit, darüber in die Diskussion zu kommen, aber hütet Euch vor Rufmord, diktatorischem Niederknüppeln anderer Meinungen und Hass gegenüber Menschen, die ihr nicht mal kennt.
    @Carla: Wie oft hast Du Dich mit Maja Nowak unterhalten und hinterfragt, was sie sagt? Was hat sie geantwortet?
    @Page: ich denke, ich werde morgen hoffentlich einiges sehen, oder? Hat Barbara nicht ein vollständiges Rudel?

  11. Ehemalige

    Rieke, MMN darf gerne lernen wie viele andere auch.
    Leider ist sie als HT in der Situation, dass Leute, die Probleme haben sich ihr anvertrauen.
    Und dann macht es sich einfach nicht gut, wenn man nicht vertrauenswürdig ist.
    Und das ist sie nicht, wenn sie heute Hü sagt und morgen Hott.

    So einfach ist das.

    Und nein, BE hat kein vollständiges Rudel. Nur ein Nachrangrudel mit einem ausgeliehenen V3.
    Guck Dir dieses „representative“ Rudel mal genau an.
    Würde mich freuen, wenn Du sachlich und objektiv berichten würdest.

    Ich kann es langsam nicht mehr hören oder verstehhen, was man an dieser Frau finden kann. Sie bringt einfach nur Unheil über Hunde und ihre Menschen.Und das unter dem verlogenen Deckmäntelchen, dass man es ja ach so gut mit den Hunden meint.

    Es gibt mittlerweile sooo viele Fehleinschätzungen, dass man schon daran sehen kann, was für ein Humbug diese RS-Gedöns ist.
    Und das liegt bestimmt nicht an den „verkorksten“ Hunden unserer Zeit, sondern daran, dass es RS einfach nicht gibt.

  12. Hilde

    Frau E. ist das Vorbild was „diktatorischem Niederknüppeln anderer Meinungen“ betrifft. Einfach mal im .eu Forum lesen…
    Und zu Frau N. kann ich nur sagen – wie das Fähnchen im Wind.

  13. jcl Artikelautor

    Rieke: Wir behandeln hier jeden fair. Wenn jemand ein in den Augen einiger Teilnehmer misslungenes Seminar durchzieht, dann soll er dazu stehen, Fehler eingestehen und über entsprechende Berichte nicht jammern. Wir lassen ja alle Seiten zu Wort kommen.

    Wer kommerziell Hundetraining anbietet, sollte auch im Interesse seiner Kunden neue Wundermethoden schon im Vorfeld hinterfragen und nicht erst auf unsere Website warten. Was mit Ertel los ist, hätte Maja Nowak mit geringem Aufwand und einer Internetrecherche schon viel früher herausfinden können.

    Wir begrüßen es natürlich trotzdem, dass sie zu einer wenn auch späten Einsicht gekommen ist. Die Bewertung „Fähnchen im Wind“ teile ich nicht, denn es gilt: besser spät als nie.

  14. Paige

    @Rieke,
    ich verwette meinen Hexenbesen, dass du das Nachrangrudel der Meisterin nicht sehen wirst. 😉
    Ich wünsche dir viel Spaß und wünsche dir, dass du eine der vielen bewegenden Momente erlebst, die die Leute an RS fesselt und nicht mehr loslässt.

  15. Moritz Ulrich

    Guten Morgen zusammen, ich bin neu hier auf der Seite. Ich bin ein neuer Hunde Besitzer /seit 6 Monaten. Ein Straßenhund aus Rumänien. Ich habe mich viel mit RS beschäftigt, mich gegen eine Einschätzung bei Frau Ertel entschieden, Seminare bei ehemaligen Trainern von MMN gemacht (Anja Baumert) und unserem mit Umweltreizen überforderten Hund scheint es sehr gut zu tun, hinter mir zu laufen (ruhiges Schnüffeln und schauen), denn wenn er vorne läuft wirkt er hektisch und ist sehr schreckhaft auf jeden pieps. Ich Entziehe ihm keine Reize aber versuche sie jeden Tag dosiert zu steigern. So sind schwarz angezogene Menschen nicht mehr ganz so schlimm, Besuch wird besser tolerierbar, Baulärm macht nicht mehr viel aus etc.
    Ich gebe Zu MMN Bücher und alle Sendungen haben mich in ihren Bann gezogen und aus dieser Sicht finde ich diese Frau großartig (vollkommen unabhängig ihrer hundlichen Theorien) . Auch ich lese ihr Resümee auf der Website als authentische Stellungnahme, und verstehe sehr gut, wie man sich erst mal ganz auf etwas einlassen muss bevor man es bewerten kann.

    ABER, all die Kritik, all die Stellungnahmen hier im Forum sind meiner Meinung nach nicht rechtens so lange man sich die Personen nicht selber anschaut und mit ihnen redet!

    Ich werde am kommenden WE zwei der besagt Seminare ohne Hund besuchen, die für bestimmte „Stellungen“ vorgesehen sind und wede dann sehr gerne weiter berichten was ich beobachten und erfahren konnte.

    Ich denke es sollte mehr Foren darüber geben und Stellungnahmen über Workshops und Seminare von veralteten Vereinen die noch immer mit starkem Leinenruck und Elektrohalsbändern arbeiten!

    Grüße aus Berlin,

    Moritz

  16. Wuesa

    Hallo Moritz,

    Schön, daß ihr mit eurem Hund offenbar einen Weg gefunden habt, der für euch und das Tier funktioniert und zu Fortschritten führt.

    Ich denke, für einen Hund, der generell Probleme mit Umweltreizen und fremden Menschen hat kann es tatsächlich absolut richtig sein ihn nur dosiert Umweltreizen auszusetzen, ihm öfters in eher reizarmer Umgebung die Möglichkeit zu geben sich zu entspannen und wenige Reize richtig zu verarbeiten und ihm durch souveräne Führung Sicherheit zu geben. Klingt doch prima was du schreibst.

    Was die Kritik an MMN angeht: zu iherer Person kann ich überhaupt nichts schreiben, da ich sie weder persönlich kenne noch sonderlich viel von ihren Sendungen gesehen, geschweige denn Bücher gelesen habe. Für mich der einzige wirkliche – und auch persönlich unbekannterweise berechtigte – Kritikpunkt ist folgender (und der richtet sich mindestens ebensosehr an das ZDF): Wenn man mit einer neuen Theorie in Kontakt kommt die man irgendwie faszinerend findet, für die man aber bislang weder Belege noch Beweise hat und auch selber noch in der Phase des „Kennenlernens und sich ein Bild machens“ ist; warum muss man diese Theorie dann im Fernsehen gleich in alle Welt hinausposaunen und sie so darstellen, als würde es sich um anerkanntes tatsächliches Wissen über Hunde handeln? Das verstehe ich nicht und es ärgert mich auch.

    Wäre diese, in meinen Augen völlig abstruse, Theorie der „7 vererbten Stellungen“ nicht im ZDF so verbreitet worden – es würde sich doch kaum jemand dafür interessieren. Nur diese massieve Verbreitung in den Medien macht doch diese Aufwendige Gegendarstellung hier überhaupt nötig und sinnvoll.

  17. Jussa

    Hallo Moritz,
    ich stimme dir in vielen Punkten zu und fände es toll, wenn du über deine Erfahrungen bei den Seminaren berichtest.
    (Und ich hätte es genauso gemacht: Erst einmal ohne Hund…)

  18. Daniela

    Hallo Moritz,
    Als Verfasserin des obigen Erfahrungsromans kann ich nur sagen : „weiter so“! Anja Baumert ist eine gute Wahl und letztlich hat bis vor einiger Zeit auch MMN die Gewöhnung an Umweltreize in kleinen Dosen empfohlen, was ich eben aus 2013 von ihr noch mitgenommen und beherzigt habe. Gerade deshalb hat mich die Kehrtwende in ihrer Herangehensweise sehr irritiert. Heute, gute vier Monate nach dem Rudelseminar, haben wir mit unserem Zweithund im Hinblick auf Reize der Menschenwelt einen wahren „Gemütshund“, den wir aufgrund seiner wachsenden Umweltsicherheit auch an frequentierten Stellen immer öfter ableinen können, um ihn z.B. bei Hundebegegnungen offline agieren zu lassen. Da er in diesem Punkt sehr sicher scheint -er weicht nicht von unserer Seite, wenn ihm ein Hund suspekt ist-, wird auch der Ersthund immer lockerer (wieder). ABER wir müssen nach wie vor umsichtig und vorausschauend agieren: es dauerte lange bis aus einem: „Hilfe, ein Fahrrad“ ein: „Ach, bloß ein Fahrrad“ wurde. Und tagtäglich muss dafür Sorge getragen werden, das wir die Dinge weiter regeln. Das kann, je nach Hund, verdammt anstrengend sein. Aus unserer Erfahrung mit dem Ersthund wissen wir, dass das Vertrauen des Hundes in seinen Menschen durch Umstände, die man manchmal nicht beeinflussen kann, einen Einbruch erleiden kann. Dann muss man wieder von vorne beginnen. Aber auch mit Rückschritten geht es vorwärts!

  19. Daniela

    Wieder habe ich mich ungenau ausgedrückt: Nicht MMN’s Herangehensweise an das Thema Deprivation hat mich irritiert, sondern ihre B e u r t e i l u n g unseres Herangehens an dieses Thema, welches sich ja gerade unter anderem auch an ihren Empfehlungen von Zeiten v o r vRS orientiert hat und aus meiner Sicht erfolgreich war. Soweit ich sie (abgesehen von Konsequenzen von vRs in Reinkultur) verstanden habe, muss der Mensch einem Bindehund den zugehörigen Leithund und jedem Leithund den jeweils zugehörigen Binde- bzw. Sicherungshund ersetzen. Im E r g e b n i s hat dann, sowie ich es einschätze, k e i n Hund bei triggernden Außenreizen, etwas v o r seinem Menschen zu suchen. Insofern kann man hier jenseits jedweder Kommandokonditionierung sicher einiges mitnehmen.
    Wie MMN h e u t e mit dem Thema Fehl-/Doppelbesatz wirklich umgeht, vermag ich nicht zu beurteilen. Was sie im Juni diesbezüglich aufgrund mangelnden eigenen Gegenrudel(r)ns duldete seitens B. E., war für u n s niederschmetternd.
    Was unseren als MBH eingeschätzten Zweithund betrifft, finden wir auf Majas HP heute noch folgendes zu lesen: „Keine menschliche Kompensation kann jedoch den Zentralhund einer Hundegruppe, dazu zu bringen, (wie z.B. Wanja aus dem Buch „Wanja und die wilden Hunde“) seine Natur zu unterdrücken. Sein unermüdliches Bemühnen um eine Gemeinschaft, das in ihm verankert ist, wird sich immer Ausdruck verschaffen. So beginnt er zum Beispiel in Einzelhaltung als Ersatzhandlung Menschen zu maßregeln, zu sortieren und/oder er versucht, sich bewegende Subjekte und Objekte in eine Ordnung zu bringen. Das können fremde Hunde sein, Jogger, Fahrradfahrer, Autos, fliegende Blätter, Licht und Schatten usw.
    Dieser Hund kann nur selten in Einzelhaltung leben. Ausnahmen sind Hunde, die bereits aufgegeben haben oder traumatisiert sind.“

    Was soll man dazu sagen?

  20. Wortzauberin

    Daniela – ein Mensch muss einem Hund nichts ersetzen, sondern mit ihm zusammenleben. Trifft auch auf mehrere Hund zu. Geschieht das, dieses „Zusammen“, sind alle zufrieden und bewältigen auch kleinere oder größere Probleme zusammen.

    So einfach kann das sein.

  21. Carla

    Daniela,
    „Was soll man dazu sagen?“

    NICHTS! Man verweist statt dessen auf die Artikel von Herrn Bloch. Man kann das Pferd nur zum Brunnen bringen, saufen muss es schon selber 🙂

  22. Nici

    Zitat Daniela: „Was unseren als MBH eingeschätzten Zweithund betrifft, finden wir auf Majas HP heute noch folgendes zu lesen: “Keine menschliche Kompensation kann jedoch den Zentralhund einer Hundegruppe, dazu zu bringen, (wie z.B. Wanja aus dem Buch “Wanja und die wilden Hunde”) seine Natur zu unterdrücken. Sein unermüdliches Bemühnen um eine Gemeinschaft, das in ihm verankert ist, wird sich immer Ausdruck verschaffen. So beginnt er zum Beispiel in Einzelhaltung als Ersatzhandlung Menschen zu maßregeln, zu sortieren und/oder er versucht, sich bewegende Subjekte und Objekte in eine Ordnung zu bringen. Das können fremde Hunde sein, Jogger, Fahrradfahrer, Autos, fliegende Blätter, Licht und Schatten usw.
    Dieser Hund kann nur selten in Einzelhaltung leben. Ausnahmen sind Hunde, die bereits aufgegeben haben oder traumatisiert sind.”

    Was soll man dazu sagen?“

    Das ist ja das „Schöne“ an Frau E.’s (oder in diesem Fall Frau MMN) Einschätzungen….sie kann mit so einer Aussage ja nie falsch liegen. Da ist also ein auffälliger Hund…..Erklärung des Verhaltens ist dann die falsche Einzelhaltung. Ist der Hund nicht auffällig, obwohl er auffällig sein sollte, hat er eben schon aufgegeben oder ist traumatisiert.

  23. Daniela

    @ Wortzauberin
    Das ist mir schon klar, dass ich meinen Hunden nichts ersetzen muss. Wenn ich aber jemandem, der eine solche Herangehensweise praktiziert, ein paar für meine Hunde taugliche Dinge abschaue, dann ist mir persönlich völlig egal, was derjenige sonst für Ideologien vertritt.
    Und tatsächlich ist das Zusammenleben mit unseren Hunden in der Welt, die uns hier so umgibt, nicht so einfach. Ständige Rücksichtnahme ist Gebot, und die Anforderungen an den Benimm von Hunden, ganz besonders wenn diese groß sind, sind sehr hoch. Sehr selten hört man ein „Danke“, wenn man dem Radfahrer oder Reiter Platz macht. Nicht selten sieht man einen Fuß trittbereit, für den Fall… Immer wieder müssen wir managen, zum Schutz unserer Hunde, manchmal zum Schutz anderer vor unseren Hunden (wenn z.B. Kinder auf den Zweithund zustürmen, weil der so wuschelig ist). Wenn wir Zen und Om an unserer Seite haben, liegt das natürlich zu einem Teil an uns, aber nicht nur. Und statisch ist so ein Zustand genauso wenig wie alles andere.

    Und erneut muss ich mich korrigieren: der von mir zitierte Abschnitt über den MBH auf Maja Nowaks HP ist verschwunden. Das kann erst ganz kürzlich geschehen sein, die Dinge auch hier im Fluss.

  24. Gaby

    @Daniela, bei dem: „Ständige Rücksichtnahme ist Gebot, und die Anforderungen an den Benimm von Hunden, ganz besonders wenn diese groß sind, sind sehr hoch. “ stimme ich Dir durchaus zu.

    Da es bei den Rudlern aber verpönt ist, Hunde zu erziehen, sind doch die Probleme schon vorprogrammiert. Auch wenn nach vRS Hundebegegnungen vermieden werden oder der gestellte Hund nicht durch die Menschenwelt gezerrt wird, es können immer wieder Situationen vorkommen, in denen ein blitzschnelles Handeln und Eingreifen des Menschen notwendig sind. Da helfen keine langen Erklärungen und Erwartungen an den „Leithund“, der damit schlichtweg nur überfordert sein kann.

  25. Carla

    „Wenn ich aber jemandem, der eine solche Herangehensweise praktiziert, ein paar für meine Hunde taugliche Dinge abschaue, dann ist mir persönlich völlig egal, was derjenige sonst für Ideologien vertritt“

    Eine durchaus sinnvolle Vorgehensweise. Sofern man vermenschlichende Interpretationen vermeidet und sich nur auf beobachtbares Verhalten konzentriert. Wie beim Augenarzt: besser oder schlechter? Wer nicht an die RS Geschichten vom schauspielernden Hund glaubt, dem sagen Ausdruck und Mimik des Hundes mehr als deutlich ob man auf dem richtigen Weg ist. Fatal, wenn man ein positives Verhalten als Zeichen der Korrektheit einer bestimmten Lehre interpretiert. Bei Hufschlag zuerst an Pferde, nicht an Zebras denken. Bessert sich ein Zustand wegen einer Ertelschen oder Nowakschen Lehre oder trotz dieser? Wenn sich ein Zustand bessert, welche anderen Ursachen kann es geben? Ursache und Wirkung nicht vorschnell in einen Topf werfen.

    Es spricht auch nichts dagegen, sich kritisch und gezielt die Rosinen aus dem Kuchen zu picken. In jeder Lehre finden sich Dinge, die wirklich gut sind. Solange man den kritischen Verstand nicht an der Gardarobe abgibt, findet man diese Rosinen auch. Jeder Hund ist ein Individuum, jeder braucht somit einen eigenen Ansatz. Auf jeden Fall braucht man sinnvolle Flexibilität statt Dogmen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dogma

  26. Bettina Kern

    Guten Tag,
    Danke, Danke für eure Klarstellung!!!
    Ich seh jetzt viel klarer!!!!!!
    Fassungslos kam ich neulich vom Rudelstellungsseminar in Leonberg heim.
    Ich hab nur noch geheult…. Frau Ertels Worte klingeln mir noch in den Ohren „einen asozialen Hund haben sie da“ , „einen gebeamten N 2 „, “ dem bringen wir jetzt Manieren bei“: Frau Ertel stellte ein scheinbar passendes Teilrudel um meinen Hund zusammen… Der doppelt so grosse Schäferhund stürzte sich sofort auf meinen und verbiss sich ….. Frau Ertel lobte den Beisser und beschimpfte ( meinen ) gebissenen …. Ich war starr vor Schreck und Wut und sollte mich von meinem asozialen Hund abwenden….das schlimme: ich hab auf Frau Ertels Stimme gehört und nicht auf mein Herz …. Ich habe meinen Hund allein gelassen….
    Frau Ertel meinte es sei Tierquälerei, wie ich meinen Hund halte, so als Einzelhund, ohne Reilrudel….mein Hund leidet, wird keine 5 j alt ….
    Ich bin vom Platz geschlichen ….
    Mein Freund war auch mit seinem Hund dabei…, Frau Ertel dachte fälschlicherweise wir wohnen zusammen und weil unsere Hunde sogar nicht RS-mässig zusammenpassen ,sollten wir sie hier und jetzt sofort trennen und einen abgeben….nicht mal im selben Auto heimfahren..
    Diese Frau ist gestört und gefährlich, weil sie so eine Menschenfängerin ist…..
    Ich bin durch Frau Nowak und das ZDF auf RS gestoßen und hasse beide dafür….. Aber am meisten hasse ich selbst mich für meine grenzenlose Dummheit und Gutgläubigkeit… Mein Freund und ich haben uns übrigens zerstritten ..,weil er alles geglaubt hat von Frau Ertel…. Daher ist dieser Sektenvergleich gar nicht so abwegig….
    Unsere Hunde waren die besten Kumpels( wir auch)…. und waren täglich zusammen( wir auch)….
    Der Hund von meinem Freund ist etwas schwierig und da hat ihm die Erklärung: dies Fehlerhalten kommt von dem nicht in Struktur leben und vom negativen Einfluss meines Hundes, gut gepasst……ich schicke Frau Ertel ihr Buch und diese Kack Einschätzungstafel zurück mit ein paar passenden Worten…
    Frau Ertel benimmt sich unmöglich gegenüber den Mebschen, ist beleidigend und beschämend….
    Oh pfui
    liebe Grüsse
    Bettina

  27. Hilde

    Hallo Frau Kern,

    das ist ja heftig, was da abgelaufen ist. Gott sei Dank sind Sie nicht auf den Zug aufgesprungen. Meinen Respekt dafür.
    Würden Sie das evtl. etwas ausführlicher beschreiben wollen? Ich persönlich bin an Erfahrungsberichten sehr interessiert, das Team hier bestimmt auch.

  28. Wortzauberin

    Hallo Bettina,

    das tut mir von Herzen leid. Wie weit soll das denn noch gehen?

    Ich kann dem nur ein Positives abgewinnen, das Übriggebliebene – du hast deinen Hund noch und er dich. Über deinen Freund mag ich mir kein Urteil erlauben, nur darüber: Wäret ihr mal allesamt ferngeblieben …

    Eine Frage habe ich aber – warum seid ihr da alle hin? Gehört habe ich auch um ein paar Ecken auch von Allem, nie wäre ich aber auf die Idee gekommen, zu einem Workshop zu fahren, jedenfalls nicht mit Geld ausgeben und schon gar nicht mit Hund. Auch nicht mit einem, der Probleme hat oder macht. Alles lässt sich lösen, ursächlich angehen, aber doch nicht sooo … ich begreifs nicht. Wie kommt Mensch auf so eine Idee, sich und Hund(en) das anzutun? Was verlockt daran so? Was daran macht Hoffnung? Warum das und nicht einen vielleicht längeren, schwierigeren, aber bewährten Weg gehen?

    Dir und deinem wünsche ich alle Gute (vielleicht besinnt sich der Freund ja auch noch mal)

  29. Gudrun Hundertmark

    Wisst ihr, was ich nicht verstehe?
    Warum halten sich die Tierschützer bei den Rudlern so zurück? Peta und andere sind doch sonst so schnell auf dem Plan, wenn etwas nach Tierquälerei aussieht.
    Wenn ich Berichte lese, wie den von Bettina, was ist das denn anderes?

  30. Wortzauberin

    Gudrun – im Fall Bettina ist keinem Hund was passiert, ihr Hund ist halt nur Schuld an der Schwierigkeit dessen des Freundes. Die darauf folgenden menschlichen Querelen interessieren keinen Tierschutz.

    Anders sieht es mit Gängelei, im ZDF prooagiert, und möglicherweise mit den Volpinos aus.

    Hunde abzugeben „weil passt nicht“ lockt erst mal auch keinen Tierschützer. Die Intention dahinter könnte wohl – wer weiß, was da alles schon und was nicht. Aufklärung ist immerhin der richtige Weg.

  31. Wortzauberin

    … davon ab, dass ja auch Tierschutzvereine involviert sind oder zumindest waren …

    Da Tierschutz nicht gleich Tierschutz ist, Überforderung immer anders angegangen wird und einfache Lösungen willkommen sind, zumal im Tierschutz Menschen (!) involviert sind, ja, was soll ich dazu noch sagen?

  32. Carla

    @Bettina,
    was mir gerade durch den Kopf geht, kann ich nicht schreiben. Damit fliege ich hochkant sogar aus dem Sandkasten.
    Frau Ertel nutzt aus, was in der Psychologie ein alter Hut ist. Stichwort: Milgram Experiment. Wer asozial ist und keine Manieren hat, das ist sicherlich klar geworden.

    Sicher ein dicker Happen gleichzeitig den workshop und die Trennung zu verdauen. Vermutlich wird das schlechte Gewissen weil Sie ihren Hund im Stich gelassen haben schwerer verdaulich sein. Ich hoffe, Ihr Hund hat keine Verletzung und verdaut den Angriff auch psychisch. Sollte die Beziehung zu Ihnen angeknackst sein – das kommt mit Geduld wieder. Es gibt nicht nur asoziale ignorante Abzocker in der Hundewelt. Es gibt auch sehr gute Ausbilder die hier helfen.

    Und es braucht schon eine Portion Mut so ein Erlebnis in aller Offenheit zu schildern. Wer weiss, wievielen Hunden und Haltern genau deshalb diese Erfahrung erspart bleibt! Hut ab!

    Eine offizielle Beschwerde beim verantwortlichen Amt kann wohl auch nicht schaden.

  33. Wortzauberin

    Ich muss mal blöd fragen – was hat BE eigentlich beruflich gemacht vor diesem (Un-)Wahnsinn?

    Kann mir schon vorstellen, dass ein Mensch auch ohne tiefere Kenntnisse enthusiastisch aus dem Bauch raus die „richtigen“ Knöpfe zu drücken weiß, ihre Schreibe und Artikulation spricht hingegen völlig gegen fundierte Kenntnisse in psychologischer Richtung?

    Noch mal zum im Stich gelassenen Hund – wenn das das ganze Problem (bzgl.) Hund ist, dürfte er es verkraften. Denke und hoffe ich aus Erfahrungswerten heraus, die nichts mit RS zu tun haben. Ist Mensch dann wieder ganz da, rappelt sich auch Hund zurück zu ihm und ins Leben, so er die Chance hat.

    Ansonsten – ja, es gibt auch seriöse Unterstützung, die tatsächlich ursächlich greift und hilft.

  34. Ulrike

    Soweit ich das weiß, war sie erst Sekretärin und danach hat sie in einem Bekleidungsgeschäft gearbeitet in Dachau. Alle Angaben ohne Gewehr.

  35. Cora

    @ Bettina Kern
    Ich finde es einfach schrecklich, was dir dort passiert ist. Es tut mir sehr leid für euch. Ich finde es auch sehr mutig, dass du davon berichtest und vielleicht andere dadurch abhalten kannst! Ich wünsche dir, dass ihr euch schnell davon erholt! Ich hoffe dein Hund ist noch bei dir!

    Einfach kriminell, was das ZDF da verbreitet hat. Da muss doch endlich jemand wach werden?!

  36. Marion L

    Das ZDF fühlt sich wohl nicht in der Verantwortung und hält sich bedeckt. Eine (einzelne) Beschwerde bei der Zuschauerredaktion des ZDF wird mit einer höflichen, aber dennoch nichtssagender Aussage beantwortet: Es sei Frau Nowaks Philosophie und spiegele nicht die Meinung des ZDF.
    Vielleicht könnte eine geballte Ladung Zuschauerbeschwerden die Redakteure zum Nachdenken bringen?

  37. Nici

    @Marion
    vielen Dank für den Link. Ich hab zwar gesehen, dass die Petition geschlossen ist, aber hatte nirgends eine entsprechende Reaktion des ZDF gefunden.

  38. Timbra

    Ist Ertel nicht gelernte Reiseverkehrskauffrau? Ich dachte, das hätte ich irgendwo gelesen.

    Das mit dem Verkraften ist nicht immer einfach. Ich bin da dieses Jahr auch ziemlich gebeutelt. Was, zum Geier, ist eigentlich los?

  39. Gustav Gans

    Hallo Timbra,
    “ Ist Ertel nicht gelernte Reiseverkehrskauffrau? Ich dachte, das hätte ich irgendwo gelesen.“

    Falls ja, wäre das doch ein netter Zufall, denn der Herr Wolfsbeobachter Günter Bloch ist ebenfalls gelernter Reiseverkehrskaufmann. Von ihrer jeweiligen Persönlichkeit sind beide sich nicht ganz unähnlich. Mit dem Unterschied, dass getroffene Hunde bellen und damit meine ich jetzt nicht Frau Ertel.

  40. Tsetserleg

    @Bettina,
    ich war auch auf dem Workshop in Leonberg und bin wie du über die heftige Reaktion zwischen den beiden Hunden erschrocken. Was mich allerdings zum Nachdenken angeregt hat, war, dass die beiden Hunde sich nach dem Streit total ruhig verhalten haben und von selber aufhörten. Außerdem fand ich es sehr schön, wie dein Hund beim 2. Lauf mit zwei fremden Rüden ganz friedlich zusammen gelaufen ist.
    Aber ich kenne das, wenn der eigene Hund angegriffen wird. Ich bin mal an einer Einfahrt vorbei und genau in dem Moment kam ein großer Hund rausgelaufen und hat sich auf meinen gestürzt und der Halter hinterher. Beim Auseinanderziehen dachte ich schon, sie hätten sich verbissen, aber es ist zum Glück wie bei euch nichts passiert. Und mein Hund hat es auch nach ein paar Tagen gut verdaut gehabt. Ich glaube mein Schreck saß tiefer als seiner 🙂
    Ich wünsche dir und deinem Hund noch alles Gute und eine erfolgreiche Verarbeitungszeit!

  41. klargesehen*

    Zum Bericht von Frau Kern möchte ich gerne etwas sagen.

    Ich war an diesem Tag auch beim Workshop und habe den geschilderten „Vorfall“ gesehen und auch gehört, was Frau Ertel zu Frau Kern und über ihren Hund gesagt hat.

    Richtig ist, dass er ein gebeamter N2 ist. Sie hat aber den Hund nicht als grundsätzlich assozial bezeichnet. Nur gesagt, dass er ohne Leithund nicht sozial agieren kann. Frau Kern schilderte nämlich auch, dass der Hund absolut rüdenunverträglich ist und auf alle Rüden losstürmt und sehr oft beißt.

    Bei der Einschätzung kam es auch nicht sofort zu dieser Korrektur sondern erst nach mehrmaliger Aufforderung der anderen Hunden, sich zu benehmen. Die Korrektur sah wirklich schlimm aus und der Hund von Frau Kern hat laut gequitscht. Aber wenn die Hunde ihn wirklich hätten verletzen wollen, dann wäre auch Blut geflossen. Ich kann auch verstehen, dass diese Situation für Frau Kern nicht leicht war. Aber ich weiß auch, dass sie damit nicht allein gelassen wurde.

    Und das wichtigste vom Tage hat Frau Kern auch weggelassen.

    Später am Tag wurden drei Rüden zusammen auf den Platz gelassen. Allesamt anscheinend rüdenunverträglich. Die einzelnen Stellungen erspar ich euch, ich denke mal, ihr fangt damit eh nichts an. Und was passierte? Gar nichts. Die Hunde gingen in Ruhe und sehr respektvoll miteinander um. Auch der Hund von Frau Kern war bei dieser Begegnung deutlich „sozialer“ als bei der Einschätzung.

    Alle drei Hunde wurden an diesem Tag neu eingeschätzt. Und obwohl diese bisher ja nichts von RS gehört oder entsprechend behandelt wurden, sah man ganz deutlich Arbeitsabläufe, wie sie immer wieder von B.E. beschrieben werden.

    Ihr könnt hier so viel Zetern und rummäckern wie ihr wollt.

    Es gibt Menschen, die Glauben an RS und es ist völlig in Ordnung, wenn ihr das nicht tut.

    Es gibt auch Menschen, die Glauben an Gott und es ist völlig in Ordnung, wenn andere das nicht tun.

    Im Prinzip wollen wir doch alle das gleiche: in Ruhe und Frieden mit unseren Hunden Leben.

    So, dass musste jetzt mal gesagt sein.

    *Username v. Admin geändert, da missverständlich

  42. Marsha

    und wieder einmal sieht man wie wichtig es ist beide Seiten zu hören, bevor man die Machete auspackt.

  43. Susanne

    Hm. Wenn ich mir das Video jenes erbärmlichen WS mit Frau Ertel und Frau Nowak wieder ins Gedächnis rufe, in dem ja ähnlich und von Wissen völlig unbelastet herumgetönt wurde, bin ich arg geneigt, eher der betroffenen Hundehalterin Glauben zu schenken, als den Jüngern/Claqueren/Nachläufern der Ertel oder gar Ertel herself.

  44. Sabine

    Ihr wollt doch gar nicht hören von dem was wirklich passiert ist, denn sonst kämen doch nicht immer wieder diese Aussagen von Jüngern und dergleichen.

    Da schreibt jemand ohne alle Details, dann kommt jemand der die Details schreibt und schon wird wieder in Frage gestellt.

  45. Marion L

    Im Prinzip befürworte ich unterschiedliche Darstellungen, denn dazwischen liegt irgendwo das, was den Tatsachen (oder der Wahrheit) wohl am nächsten kommt.

    Was aber die ganz besonders die Kommentare von Gustav Gans, Tsetserleg und klargesehen beinhalten, sind klare Tendenzen von kognitiven Verzerrungen, die auf dem „Glauben“ an die Richtigkeit von vRS beruhen. Aus diesem Glauben leiten die genannten wohl ab, dass allein ihre Interpretation/ihre Wahrnehmung die objektive Wiedergabe der Geschehnisse darstellt und wollen damit den Erfahrungsbericht als unwahr darstellen.

    Fakt ist und bleibt: die von Frau Ertel progagandierte vRS ist ein Fantasiegebilde, um Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wer für ihre Pseudo-Workshops Geld ausgibt, soll’s gern tun. Es gibt sinnvollere Geldanlagen.

  46. Wortzauberin

    So viel zu den getroffenen, bellenden Hunden. Nach allem, was mir mein Verstand sagt, nach dem was mir mein Bauchgefühl sagt, den geschriebenen Tonfällen und Ausdrucksweisen nach zu urteilen, inklusive meiner eigenen Hundeerfahrungen und dem Wissen, dass sieben vererbte Rudelstellungen ein Absurdum sind, nach Videos mit „arbeitenden“ Hunden, nach Nowaks ZDF-Rudelei, nach einem eigenen Rudler-Erlebnis, schließe ich mich Susanne an und bin eher geneigt, Bettinas und andere Berichte für bare Münze zu nehmen als Verunglimpfungen, wie hier soeben geschehen – mal wieder – und Herrn Bloch in diesem Zusammenhang auch gleich wieder „bellend“ eins überzubraten.

    Neue Nicks, gleiches Schema – Nebenschauplätze eröffnen, um vom Gegenstand des Geschriebenen abzulenken, da es keine Argumente gibt. Unglaubwürdig eben, das Gebell, das eher wie Gezeter anmutet als die hier vermeintlich praktizierte Zeterei. Den Zusammenhand zwischen Aktion und Reaktion, Ursache und Wirkung, lernen bereits Kinder. Eigentlich.

  47. Ungerudelt

    Würden die Videos zu den Workshops nicht verheimlicht im Nichtöffentlichen Bereich gezeigt, sondern öffentlich, dann könnten wir anhand der Aufnahmen zu diesem konkreten Fall auch wirklich beschreiben, was wir sehen.
    Durch die RS-Brille……und auch sachlich.
    Was der Eine als ruhig und friedlich beschreibt, kann in einer Momentaufnahme so erscheinen – aber ist es das wirklich?
    Und was der Eine so beschreibt Zitat klargesehen*: „Bei der Einschätzung kam es auch nicht sofort zu dieser Korrektur sondern erst nach mehrmaliger Aufforderung der anderen Hunden, sich zu benehmen. Die Korrektur sah wirklich schlimm aus und der Hund von Frau Kern hat laut gequitscht. Aber wenn die Hunde ihn wirklich hätten verletzen wollen, dann wäre auch Blut geflossen.“
    Kann sich auch ganz anders abgespielt haben, wie zB: mehrmaliges Eindringen in die Individualdistanz des Rüden von Bettina, welcher daraufhin abwehraggressiv reagiert und daraufhin von den anderen Hunden körperlich dominiert wird, wobei er sich ergibt und die anderen lassen ab, ohne dass es zu Verletzungen kam.
    ………aber da kann man eben nur mutmassen.
    Baxh allem, was ich bisher an Einschätzungsvideos mit Frau E. und kommentierten „Stellungsläufen“ mit Frau Nowak usw. gesehen habe, erscheint mir die Beschreibung der Hundehalterin des gebissenen Rüden als sehr wahrscheinlich.
    Selbst wenn dann drei angeblich rüdenunverträgliche Rüden scheinbar „respektvoll“ usw. miteinander umgegangen sind ist das Null Beweis für deren Stellungen.
    Fand dieses Rüdentreffen ohne Leinen und Weibchen, bzw. dazugehörigen Sozialpartnern auf ausreichend großem Areal statt?
    Weshalb sollten sie dann nicht friedlich miteinander kommunizieren können?
    Auch ohne Rudelstellungen kann man mit ausreichend Erfahrung „vorhersagen“, wie sich bestimmte Hunde unter bestimmten Umständen verhalten und miteinander umgehen wären.

    Hat alles nix mit Rudelstellungen zu tun!

    Solange aber Videos vor der Öffentlichkeit versteckt werden, sehe ich den Grund dafür in einem Vermeiden wollen von Kommentaren echter Fachleuten zu diesen Videos, welche das Sozialverhalten auf der Basis echten kynologischen Wissens und Praxiserfahrung öffentlich darlegen könnten und somit diesesn „Ertel-Zauber“ leicht als das entlarven würden, was er ist.
    Humbug.

  48. Rosa

    Aber gut, dass ihr alle dabei ward! Und jetzt der „armen“ Halterin lieber Glauben schenkt.

    Schaut euch doch mal eure Argumentation an. Ihr dreht euch mit euren Sekten- Jünger und Geldgier Argumenten immer wieder im Kreis.

  49. Ungerudelt

    Liebe Rosa.
    Nö – wir waren nicht dabei und bilden uns unsere Meinung, wem wir Glauben schenken können, auf der Basis dessen, was öffentlich zu sehen, lesen ist und an fundierten Informationen zum Thema zur Verfügung gestellt wurde.

    Wer sagt, dass die Beobachtungen von Leuten, die angeblich dabei waren, keine Fehlinterprtetationen hündlicher Verhaltensweisen sind?
    Ich kenne weder Tsetserleg, noch klargesehen* – ich kenne aber sehr viele Hundehalter, die die Körpersprache von Hunden falsch interpretieren und hündliches Verhalten nicht wirklich im Kontext richtig interpretieren und beschreiben können.
    Gibt ja sogar Hundehalter, die in erlernter Hilflosigkeit eine vollkommen erwünschte Entspannung reininterpretieren…………….
    Also halte ich mich an das, was öffentlich kursiert – und das spricht Bände – und zwar Bände über Fehlinterpretationen hündlicher Verhaltensweisen auf der Basis von vRS-Vorgaben zu den einzelnen Stellungen.

  50. Christiane

    Zitat „klar gesehen*“

    „Es gibt Menschen, die Glauben an RS und es ist völlig in Ordnung, wenn ihr das nicht tut.

    Es gibt auch Menschen, die Glauben an Gott und es ist völlig in Ordnung, wenn andere das nicht tun.“

    Was für ein Vergleich….!

  51. Marion L

    Ich habe nicht ein (!) wirkliches Argument von vRS-Seite gelesen, dafür aber jede Menge Polemik und Ignoranz. Totschlagargument schlechthin: „Das muss man gesehen haben“.

    Ich würde es mir sehr gerne ansehen, selbst als zahlender Gast, aber da ich nicht euphorisch in den Jubelgesang der vRS-Anhänger einstimme, darf ich ja nicht.

    Denn was würde denn passieren, wenn ich mir einen Workshop ansehe und zu keinem anderen Schluss kommen würde als: vRS ist Abzocke, Irrglaube, Dummfug? Von vRS-Seite kämen dann „Argumente“ wie: Unglauben, Voreingenommenheit, unfähig zu sehen, unbelehrbar etc.

    Ein offener Austausch ist weder gewünscht noch möglich, jede noch so sachlich und objektiv formulierte Aussage wird konsequent negiert und ignoriert.

    Das wenige Videomaterial, dass nicht schnell genug dem Zugang der Öffentlichkeit entzogen wurde und eingesehen konnte, vermittelt jedem, der sehen will die Inhaltsleere dieses „Konzeptes“. Aber dies einzugestehen ist den vRS-Anhängern nicht möglich, denn dann müssten sie sich auch der eigenen Naivität und Leichtgläubigkeit stellen (ich vermeide mal bewusst das Wort Dummheit).

    Und und wie Ungerudelt […] halte ich mich an das, was öffentlich kursiert – und das spricht Bände – und zwar Bände über Fehlinterpretationen hündlicher Verhaltensweisen auf der Basis von vRS-Vorgaben zu den einzelnen Stellungen.

  52. Katharina

    Christiane: für „klar gesehen“ ist das doch wirklich ein super Vergleich, denn es braucht ……. GLAUBE……… Hallo

  53. Marsha

    wir haben jetzt beide Seiten gehört.
    Wir könnt ihr derart sicher Partei ergreifen ohne die Wahrheit zu kennen und gleichzeitig Anderen Voreingenommenheit vorwerfen?
    Ich vermag das nicht.
    Ich danke den anderen Teilnehmern für ihre Gegendarstellung.

  54. Enzo K.

    Ich lese immer von dem gebissenen Rüden der Teilnehmerin. Gebissen bedeutet aber tatsächlich verletzt. Und das wurde er wohl nicht, wie hier von verschiedenen Stellen erwähnt wurde.
    Allerhöchstens gemaßregelt, für ungebührliches Hundeverhalten.
    Für alle Nicht-Rudler zum Verständnis: Das machen in einer Hundefamilie bzw. Hundegruppe auch die Mutterhündin bzw. die Alttiere, wenn ein Hund sich nicht hundeadäquat zu benehmen weiß. Hört sich schlimmer an wie es ist, nur der Mensch kann das emotional nicht ertragen, wenn sein Liebling untergebuttert wird.

  55. Daniela

    Die Kritik, es mangele an Objektivität der Darstellung, geht letztlich doch ins Leere. Nach meinem eigenen subjektiv gefärbten Empfinden, geht es in Bettina Kerns Bericht um Scham, um das Erschrecken darüber, dass man selbst meint, ein einem anvertrautes Lebewesen „verraten“ zu haben. Dieses Gefühl kenne ich zu gut, und dass derlei Zersetzendes im Zusammenhang mit B.E.’s Workshops etc. den Menschen gehäuft widerfährt, ist neben all den sonstigen Ungereimtheiten ein Parameter für das Ungesunde der vRS-Lehre.

  56. Ungerudelt

    @Enzo: Warst DU dabei?
    Dann beschreibe doch bitte detailliert die Situation inclusive Körpersignale der einzelnen Hunde – vom ersten Aufeinandertreffen bis hin zum Zwischenfall. Oder jemand von den anderen Dabeigewesenen?

    Faire und angemessene Massregelungen – ja, die gibts durchaus und werden von Hunden gut und mit Lerneffekt bezüglich Sozialverhalten angenommen. Hat aber mit Unterbuttern nichts zu tun – das ist vermenschlicht.
    Oder ist Erziehung zu adäquatem Verhalten für Dich mit „unterbuttern“ verbunden?

    Auch ohne sichtbare, körperliche Verlerzungen können jedoch unangemessene hündische Attacken durchaus auch Schaden anrichten – in der Psyche des Hundes und damit wird dann nicht zu gutem Sozialverhalten erzogen, sondern sogar mehr noch – Sozialverhalten verdorben.

    Und ebensolche Szenen, wie im letzten Satz beschrieben, konnte man in einigen früher öffentlich zugänglichen Aufnahmen und Beschreibungen sehen, fehlinterpretiert hören und lesen.

    Nochmal die Aufforderung: Zeigt es uns Nicht-Rudlern, damit wir sehen und uns dann ein objektives Urteil bilden können. Wir schauen uns das auf der Basis sachlicher Beobachtungen an – und werden dies dann auch sachlich kommentieren.

  57. Wortzauberin

    @Enzo – der Unterschied ist nur, dass der Hund da – in seiner Hundefamilie (!) – in seinem vertrauten, zuverlässigen Sozialverband ist und nicht ohne Bezugsindividuum fremden Individuen ausgesetzt wird und auch noch selbst Schuld sein soll nebst Fehlverhalten des Hundes des Freundes. Schlimmer geht immer, was einigen Hunden damit angetan wird, von evtl. Folgen wie Tausch, Beurlaubung und Abgabe ganz zu schweigen.

    Verhält sich mein Hund pöbelig, muss er von niemandem gemaßregelt werden, den stopp ich im Ansatz, noch bevor es losgeht. In meinem Sozialverband wird sich schlicht nicht unangemessen verhalten. Bedeutet enorm viel Freiheit für den Hund und andere, die ihn selbstverständlich auch nicht anzugehen haben.

    Wenn ich 2, 3, 4, 5 Hunde habe läuft das nicht anders. Pöbeln ist genauso wenig drin wie mobben. Dazu brauchts keine Rudelstellungen und arbeitende Hunde, sondern nur ein vertrautes Miteinander und so viel Souveränität, dass die Hunde sich drauf verlassen können. Niemals würde ich meinen Hund alleine, eben ganz ohne seinen vertrauten Beziug, auf fremdem Gelände aussetzen, wenn ich nicht in dieser oder jener Richtung eingreifen darf.

    Klar lass ich sie auch mal es ist aber eigentlich immer im Ansatz zu erkennen, ob das klappt und gegen eine kurze Auseinandersetzung ist gar nichts einzuwenden. Die Betonung liegt dabei auf Auseinandersetzung, nicht auf Maßregelung eines fremden Hundes, weil der eine Wasweißich-Stellung diagnostiziert bekam, geschweige denn auf Mobben.

  58. Katharina

    Marsha: es geht doch gar nicht um Darstellung und Gegendastellung. Es geht wirklich um viel mehr: um das Wohlergehen unserer Hunde!!!!!!! Da hätte ich eine Frage: haben Sie diesen Blog irgendwann mal mit „bestem Wissen und Gewissen“ gelesen und dann „Ertelblog Rudelstellung“ auch mit bestem Wissen und Gewissen…….??? Videos von „Rudlern“ (ich sag’s mal schön) : ohne Glaube, aber mit (Menschen-Hundeverstand) „genossen“ ???

  59. Flix

    Was mich immer wieder verwundert: Fremdhundebegegnungen werden penibelst vermieden, denn eine mögliche, unpassende Stellung könnte dem „nach RS lebenden Hund“ unverzüglich erheblichen Schaden zufügen.

    Andererseits werden zum Passend-Sein verurteilte Hunde ohne Wenn und Aber aufeinander losgelassen und Mensch greift nicht ein.

    Da (s. beispielsweise Video mit dem „Krönchen“ unter ‚Real existierendes Rudeln‘) wird dann einfach zugesehen, wie ein Hund durch die „Arbeit“ des „passenden“ Hundes „gemaßregelt“ wird. Der bringt ihm doch nur bei, dass er sich daneben benimmt. Der so „hündisch zurechtgewiesene“Hund muss dann darüber „nachdenken“. Empathie mit dem Opfer gilt in einem solch „strukturierten Rudel“ als unpassende menschliche Emotionalität, die es zu überwinden gilt.

  60. Enzo K.

    Nee, ich war nicht dabei, somit kann ich auch nicht beschreiben, was wirklich war. Ich störe mich jetzt nur an dem Begriff gebissen worden, denn das wurde er ja wohl nicht.
    Der Hund wurde hier als rüden unverträglich beschrieben, ist also auch kein unbeschriebenes Blatt, anderen Hunden gegenüber. Somit nimmt er die Grenzen seiner Halterin nicht an, so er überhaupt welche erfährt. Hier übernehmen dann Fremdhunde die Korrekturen.
    Ich sah auf Hundewiesen oft, wie fremde Hunde regelrecht in andere Hunde hinein bretterten. Dass das dann zu Konflikten führt, ist kein Wunder. Hier ist der Halter gefragt, oder eben die anderen Hunde. Meine Hunde würden sich das jedenfalls nicht bieten lassen, dass ein Fremdhund in sie hinein brettert.

    Übrigens behielten meine Hunde und ich die Workshops immer in sehr positiver Erinnerung! 🙂

  61. Wortzauberin

    Enzo, so eine Begrifflichkeit ist aber ein wenig Korinthenkackerei, findest du nicht?

    Ich stimme dir zu, was das Reinbrettern angeht, nicht nur auf Hundewiesen. Ein von unerfahrenen oder überforderten oder gleichgültogen Mensche gemachtes Problem (der will nur spielen), das nichts mit Rudelstellungen zu tun hat. Wieder ein Nebenschauplatz also.

    Weshaln der Hund, um den es just geht, rüdenunverträglich ist, weißt du genau so wenig wie ich. Deshalb empfinde ich das blinde Urteil aus der anonymen Ferne heraus der Halterin gegenüber, aber auch an sich, als anmaßend!

  62. Ungerudelt

    Enzo:
    Wer sagt Dir, dass er nicht gebissen wurde? Es wurde bestätigt, dass er gequietscht hat. Es gibt durchaus Quetschungen, die von aussen nicht sichtbar sind. Kein Blut heißt NIXHT nichtgebissen.

    Rüdenunverträglich. Wird immer und oft gerne genommen und gibts auch oft. Der eine nennt seinen Hund rüdenunverträglich, weil er an der Leine bei Rüdenbegegnungen lospöbelt – der andere, weil er schon mehrfach andere Rüden verletzt hat…..Ein Rüde hat vielleicht seine Partnerin dabei und verteidigt die – der andere hat vielleicht schlicht nie gelernt, wie man sich „unter Männern“ verständigt, ohne dass es zu (Komment)Kämpfen kommt usw.

    Zitat: „Somit nimmt er die Grenzen seiner Halterin nicht an, so er überhaupt welche erfährt.“
    Du bist echt gut im wild drauflos Interpretieren! Weißt Du, aus welcher Motivation heraus der Rüde rüdenunverträglich ist?

    Fremdhunde nehmen ganz einfach oftmals Selbstverteidigung vor – und sonst nix!

  63. Wortzauberin

    Btw – Enzo – er nimmt die Grenzen der Halterin nicht an, wird daher von Fremdhunden gemaßregelt, eigentlich sollen Menschen aber gar keine Grenzen setzen (außer Zäune zwecks Entschleunigung und Arbeiten), nicht eingreifen laut RS, wie passt das zusammen?

    Es sind einfach zu viele Widersprüche, selbst hier in den Kommentaren, um die Sache auch nur ansatzweise einleuchtend erscheinen zu lassen.

  64. Carla

    „Mit dem Unterschied, dass getroffene Hunde bellen und damit meine ich jetzt nicht Frau Ertel.“

    Frau Ertel zischt vom asozialen Abschaum und Schmalspurwissenschaftlern. Viel besser. Warum sollte sich ein Herr Bloch von einer Frau Ertel ans Bein pinkeln lassen? Warum sollte sich irgendwer dermassen beschimpfen lassen?

    „Gebissen bedeutet aber tatsächlich verletzt.“

    Echt? Ein Mensch kann einen anderen schlagen, ohne eine sichtbare Verletzung zu verursachen. Ist das dann kein Schlag? Tut ein solcher Schlag nicht weh? Ob und wie schwer eine Bissverletzung ist, liegt einzig und allein an der Beisshemmung. Bzw. der fehlenden Beisshemmung. Aber vermutlich ist auch das im vRS Universum wieder mal ganz anders.

    „Da (s. beispielsweise Video mit dem “Krönchen” unter ‘Real existierendes Rudeln’) wird dann einfach zugesehen, wie ein Hund durch die “Arbeit” des “passenden” Hundes “gemaßregelt” wird“

    Und dann wird am folgenden Tag in ANDERER Zusammensetzung behauptet das sei der „Erfolg“ der Korrektur. Man muss schon den Apfel mit dem Apfel und nicht mit der Birne vergleichen. Ausserdem scheint der Mensch ja gar nicht gesehen zu haben, was da lief. Er war ja mit der Kamera nach vorne befasst. Wie will er dann konkret WISSEN was zwischen den Hunden lief?

    Wobei ja immer noch die ganze Diskussion um Symptome geht. Jede konkrete Disussion um die Existenz der vRS landet immer noch im Treibsand des „muss man erleben“. Da ja nun auch schon Gott herhalten musste: es erinnert doch stark an Kreationismus. Da wird Wissenschaft auch vehement abgelehnt.

    Da wir ja nun einige Verfechter der vRS haben: damit wir nicht auf immer und ewig um Symptome streiten – Butter bei die Fische. Welche Fakten beweisen die Existenz der vRS nach Ertel? Mit dem Spruch des „muss man erleben“ wird hier garantiert niemand zu einer anderen Ansicht kommen. Da muss schon ein bischen mehr angeboten werden. Hat man das seitens der pro RS Fraktion noch nicht mitbekommen? Oder glaubt man an das Wunder des stetigen Tropfens?

  65. Marsha

    ist es nicht so, daß bei allem, was bislang bewiesen ist, irgendjemand irgendwann einmal hingesehen haben muss?
    Ich stelle es mir sehr schwierig vor, etwas zu beweisen, ohne hinsehen zu wollen. Eigentlich ausgeschlossen.
    Und wenn alle erst hinsehen, wenn es bewiesen ist, dann wird nie irgendetwas bewiesen und die Wissenschaft wäre auf Kenntnisstand 0.
    Das mit dem hinsehen mag abgedroschen klingen und bei vielen die Nackenhaare aufstellen. Aber dadurch ist es nicht weniger wahr.

  66. Wortzauberin

    Marsha, ich darf dich erinnern oder darauf aufmerksam machen, dass das Hinsehen den Blogbetreibern verwehrt wurde.

    Hingesehen haben hingegen jene, die hier ihre Erfahrungen mitteilen. Ganz unabgedroschen, aber teils psychisch gefühlt verdroschen, was nichts besser oder schlechter macht, sondern deren Tatsache ist.

    Herr Bloch berichtet von zwei Anwesenheiten auf Workshops, ihm wird sofort sonstwas vorgeworfen (ohne, dass es jemand der Kommentatoren wirklich wüsste oder Fakten nennen könnte), sein Gesehenes wird mit Spekulatius abgetan.

    Gesehene Videos: Was von nicht Erkennenden nicht gesehen wurde, statt dessen anders gesehen, wird pauschal genichtigt.

    Bewiesen sind hingegen verschiedene genetische Faktoren, auch deren durchschnittlicher Anteil am Wesen und der Entwicklung des Hundes. Die Forscher sagen selbst, jüngst Herr Bloch, dass er bei neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen revidiert, ergänzt, korrigiert. Solche gibt es aber im Zusammenhang mit vRS nicht. Statt dessen Gesehene Unglaubwürdigkeit, nicht sehen Dürfen – s.o. – und wer trotz aller Offensichtlichkeit lt. RudelTHEORIE (ich lass mal das Fantastierie an dieser Stelle weg) nicht dem Glauben konform sieht, ist halt blind.

    Hinsehen ist doch gar nicht erwünscht, nur nachplappern und huldigen, alles Andere wird, selbst bei Menschen, die hingesehen haben und das weiterhin tun, oder zumindest wollten und nicht durften, diffamierend abgetan, wenn nicht gar als Stalking bezeichnet.

    So what?

  67. Carla

    Ich sehe, dass die Erde eine Scheibe ist. Ich seh das jeden Tag. Also glaub ich das auch. Also ist dann auch die Scheibe bewiesen. Mehr brauch ich nicht. Ich sehe, also ist es so. Da es viele Leute gibt, die es so sehen wie ich ist das nun eindeutigst bewiesen. Wers nicht glaubt ist selber schuld. Da ich die Schwerkraft nicht sehe, gibt es die auch nicht. Da kein Mensch der Welt die Schwerkraft jemals gesehen hat, ist bewiesen: die gibts gar nicht.

    Ist ja fein und gut, mit dem „hinsehen“, Aber wird es nicht langsam an der Zeit, das angeblich Gesehene zu beweisen? Wenn es beweisbar ist, dann ist es wiederholbar. Nicht nur von einer Frau Ertel, sondern von vielen anderen Leuten. Denn was beweisbar ist, hat Regeln. Regeln die dann auf der ganzen Welt gelten. Regeln, die erlernbar und lehrbar sind. Und dann sind wir bei der Wissenschaft, beim Experiment. Da es um Vererbung geht, kann man Genetiker einladen. Es muss sich nicht nur um Verhaltensforscher handeln. Man braucht weder vom Wolf noch vom Hund Ahnung zu haben um sich auf die Vererbung zu konzentrieren. Man kann Wissenschaftler einladen, die noch nie von vRS was mitgekriegt haben und sich noch keine Meinung gebildet haben. Wissenschaft beginnt immer mit Beobachtungen, die dann aber zielgerichtet untersucht werden. Viele Beobachtungen landen dann im Aball. Andere wiederum etablieren sich zu allgemein anerkannten Tatsachen. Weil – Trommelwirbel – BEWIESEN!

    Bislang ist es ja so, dass nur zu sehen bekommt, wer bereit ist zu glauben. Wer nicht glauben will, fliegt raus. Wo bleibt die Einladung an Wissenschaftler? Wo bleibt die Einladung sich selber ein Bild zu machen, Daten bereit zu stellen, Fragen zu beantworten. Wenn vRS als wissenschaftliche Tatsache anerkannt werden soll – dann muss sich der Verein auf die Wissenschaftler einlassen. Wenn der Verein eine obskure Sektengemeinschaft bleiben will, dann nicht. Dann muss diese Gemeinschaft aber auch mit den „Antis“ leben.

    Warum es so schwer sein soll den Unterschied zwischen sehen und beweisen zu kapieren geht an meinem Verstand vorbei.

  68. Marion L

    Es wurde schon mehrfach die Bereitschaft erklärt, entweder einen Workshop zu besuchen oder vorhandenes Videomaterial zu sichten – und zwar möglichst objektiv und wertfrei. Warum wurde darauf bisher denn noch nicht eingegangen? Nicht ein einziger der Anhänger hat sich bereit erklärt, seine Einschätzungsvideos zur Verfügung zu stellen und evtl. gemeinsam mit mehreren Personen hier aus dem Blog das Material zu analysieren. Beide Parteien hätten dann ihre jeweilige Sichtweise publizieren können. Statt dessen kommen von den Anhängern der vRS nur Ausreden, Geplänkel und Verbalattacken.
    Nehmt doch einfach das Angebot an und zeigt uns Ungläubigen doch das Unglaubliche….

  69. nici

    Zum Thema hündische Maßregelung im Familienverband möchte ich kurz was sagen:

    Wir haben vorletztes Wochenende mit unserem Junghund unsere Züchterin besucht. Es waren die Mutter unseres Hundes und der „Onkel“, ein Rüde, der auch schon zum Zeitpunkt der Geburt im Haushalt wohnte, aber nicht der Zuchtpartner war, anwesend.

    Meine Züchterin hatte mich vorgewarnt, dass der Rüde erstmal furchtbar einen auf dicke Hose machen wird und unserer Hündin erstmal die Spielregeln erklären wird….ich war etwas nervös, aber ich hatte Vertrauen in die Züchterin. Wir waren also in deren Garten….mein Hund und die Mutterhündin erstmal alleine. Die beiden Hündinnen haben sich auf Anhieb super verstanden.
    Dann kam der Rüde dazu und hat meine Hündin angebrummt wie der leibhaftige Teufel. Meine Hündin hat sich sofort hingelegt……nicht ängstlich (also kein eingeklemmter Schwanz), sondern „submissiv“. Hat also seinen momentanen höheren Rang akzeptiert und sich erstmal ruhig verhalten. Der Rüde stand über ihr, hat sie angebrummt (nicht geknurrt oder Zähne gezeigt….aber das Grollen kam aus tiefster Brust) und sie lag da ganz ruhig, hat sich von ihm beschnüffeln lassen und einfach abgewartet.
    Mein Hund hat sich aus hündischer Sicht absolut korrekt verhalten und nach einigen Minuten war der ganze Spuk vorbei, sie durfte aufstehen und sich im ganzen Garten frei bewegen. Hat später auch den Rüden zum spiel aufgefordert, ihn auch beschnüffeln dürfen und sie lagen auch viel beieinander.

    Wurde es zu wild, hat sich die Mutterhündin (die eigentlich die Hosen anhat) eingeschaltet und den Rüden zur Ordnung gerufen, in dem sie sich mit den Vorderpfoten auf ihn gestellt hat oder ihn auch mal abgedrängt hat. Das ganze ging ohne Bellerei und Keiferei.

    Was ich damit sagen möchte……zwischen Hunden gibt es eine ziemliche Bandbreite von Beschwichtigungssignalen und Deeskalation. Auch eine Hundemutter beisst nicht gleich ihre Welpen, wenn sie ihr auf die Nerven gehen….da kommen noch einige Zwischenstufen davor. Sie wird zuerst aufstehen und sich woanders niederlassen, den Welpen vermutlich versuchen zu ignorieren…wird das ungewünschte Verhalten nicht eingestellt, wird sie ihn anknurren und wenn er das dann immer noch nicht verstanden hat, wird sie VOR ihm in die Luft schnappen. Erst als letzte Möglichkeit wird sie ihm mit ihrem Maul sein Maul umgreifen oder ins Ohr beissen.

    Wenn das ganze Strukturgedöns so toll sein soll und ja ach so natürlich, dann frage ich mich schon, warum der „strukturiert“ lebende Hund gleich auf Bettinas Hund losgestürmt ist und sich in ihn verbissen hat. Ein angeblich strukturiert lebender Hund, der sich seiner angeblichen Stellung bewusst ist, sollte doch wirklich einen Hauch von hündischer Etikette haben. Wie gesagt, sogar mein 9 Monate alter Junghund, wusste auf Anhieb wie sie sich in der beschriebenen Situation zu verhalten hatte.
    Warum weiß das ein Hund in Struktur mit seinem uralten Wissen nicht?

    Und warum reiten die Rudler immer drauf rum, dass ihre strukturierten Hunde die anderen ständig maßregeln müssen, um „Ordnung“ rein zu bringen?? Hunde bevorzugen normalerweise Deeskalation und Beschwichtigung……..die wollen weder ständig maßregeln noch wollen sie ständig gemaßregelt werden.

  70. Bettina Kern

    Hier schreibt nochmal kurz Bettina…
    Danke für eure vielen Kommentare zu meinem erlebten Barbara Ertel-Grauen …., ich hätte aber nicht gedacht hier auf mitlesende RS-Angänger zu treffen…. ?!?!
    anscheinend zweifeln tief im Innern auch sie…. : )

    Zu meinem Hund: ein unkastrierter 2 j Rüde im Pöbelalter ….. Vielen Rüden gegenüber ( kastriert oder nicht) verhält er sich prima, tobt rum und spielt( juhu ich kann wieder Spielen als Wort benützen…. )…. mit anderen verhält er sich mackerig…. Ist aber gut abrufbar…. Ich hatte das mit der Rüdenunverträglichkeit nur sicherheitshalber bei det Anmeldedame erwähnt…..
    Der Hund von meinem Freund ist der, der schon andere blutig gebissen hat( aber daran ist ja mein Hund “ schuld „…..dieser arme Leithund wurde ja von meinem assozialen angestiftet….was für ein Blödsinn….).
    Mein Hund wurde im Workshop richtig gebissen( die Halterin des Sbeissenden chäferhundes war eine Tierärztin aus ( Bayern(?))…., sie kam zu mir zum Auto und hat mich ( als Einzige) gefragt, wie es mir ,und vor allem meinem Hund geht…. Sie war ebenfalls über die Beissheftigkeit erschrocken und das war das erste Mal, dass ihr Hund in so einem Seminar in einer unbekannten Hundegruppe auf den Platz gerufen wurde….( sie hält 4 durch Ertelschen Rat getrennte Hunde)….
    Was die anderen Teilnehmer nicht mitbekommen haben, war ein Gespräch zwischen Frau Ertel und meinem Freund und mir…..vor der Mittagspause…..
    Da hat sie sich richtig aufgedrängt und reingedrängt und uns und unsere Hundehaltung madig gemacht, gedroht mit einer düsteren Zukunft( unsere Hunde werden Menschen anfallen , krankwerden und bald sterben…), sie hat uns aufgefordert Hunde abzugeben, oder unser Rudel aufzustocken auf 4 …..sie hat uns beleidigt und beschimpft( ich weiss nicht warum ich nicht einfach gegangen bin, viell weil mein Freund an ihrer Lippen hing und alles aufgesaugt hat( ist ja jetzt voll einfach für ihn: das ganze:“ mein Hund verbellt Leute?, da kann man nichts machen , ist halt ein hinterer Leithund ohne Kompetenz nach vorn…“,
    “ mein Hund ist nicht rückrufbar? , kann man nichts machen , ist halt ein Leithund ….“)… anstatt anstrengender Hundeerziehungsarbeit …. Jetzt muss man jetzt nur noch Frau Ertels Buch lesen, fleißig auf ihre ( teuren) Workshops gehen….,sich in ihrem zenziertem Forum mit Gleichgesinnten austauschen, dann Hundetauschen, Rudelaufstocken( sie wollte uns gleich welche in richtigen Stellungen aus ihrerm Wurf/Wurf von Freunden verkaufen….)
    mit den Leithunden quasseln…..

    Ich hoffe mein Hund hat mir verziehen: heute konnte ich mich zumindest als kompetent zeigen, da ich mich erfolgreich zwischen ihn und einen in uns reinstürmenden Rüden gestellt habe…..

    Ich verbuche diesen schrecklichen RS-Tag jetzt einfach mal als gemachte Erfahrung, viell gut so,….. Ich war neugierig und hetzt bin ich geheilt 🙂
    Und das Tollste:
    Mein Hund ist in meinem Kopf ( im Herz war er es immer) wieder mein geliebter Hund, geliebtes Familienmitglied, er hat viele Hundekumpels, spielt, geht unkompliziert mit mir Freunde besuchen, ohne dass ich mir überlege welche anderen Stellungen sich dort grad im Garten tummeln…., streift mit mir durch die Wälder….
    Mein Freund wird sich wieder melden, wenn er begriffen hat was Frau Ertel für eine Betrügerin ist….
    unglaublich, dass es diesen Karl Werner nie gegeben hat…!…, unglaublich, dass alles nur dieser kranken Fantasie von dieser Kettenraucherin Ertel entspringt…. und unglaublich, dass so viele darauf reinfallen..!! ( ich ja auch : ( )

    Frage:
    Können wir nicht alle zusammen diese Lügnerin entlaften , aufhalten und anzeigen aufgrund
    tierschutzrechtlicher Verstösse und vorgauckeln falscher Tatsachen? ( mit diesem Karl -Werner – Schwindel lock sie ja die Leute in die Workshops….)
    liebe Grüsse
    Bettina Kern

  71. Enzo K.

    @ M.G.
    Noch nie wurde so viel Mist über Hunde verbreitet wie heute. Seit 30 Jahren halte und züchte ich Hunde, inzwischen in der 6. Generation UND sie bildeten stets ein Rudel, mit den typischen Verhaltensweisen eines Rudels. Da muss ich schmunzeln, wenn behauptet wird, dass Hunde dazu nicht mehr in der Lage seien. Das mag für traumatisierte Tierschutz- und Straßenhunde gelten, die oftmals den Tod näher vor Augen hatten wie das Leben. Unsere hervorragend sozialisierten Zuchthunde sind sehr wohl in der Lage sowohl ein Rudel zu bilden und füreinander einzustehen als echte Hundegemeinschaft. Dazu gehören auch mal körperliche Korrekturen, oft genügt aber auch schon ein strenger Blick. Ich habe nicht behauptet, dass ein Hunderudel oder eine Hundegruppe seine Mitglieder ständig maßregelt oder gar kontrolliert, aber es kommt vor und es ist auch nicht immer eitel Sonnenschein unter den Hunden. Ich traue meinen Hunden durchaus zu, ihre Belange selbst regeln zu können. Da muss ich mich nicht dazwischen werfen. Allerdings habe und hatte ich mit meinen Hunden auch nie irgendwelche Probleme, weder intern noch extern.
    Als ich von RS hörte wurde ich neugierig, da ich viele beschriebene Verhaltensweisen von meinen eigenen Hunden kannte und ich lernte auf den Workshops noch besser auf meine Hunde eingehen zu können bzw. zu verstehen, warum die Hunde dieses oder jenes tun. Vorher hatte ich vieles aus meinem gesunden Bauchgefühl heraus richtig gemacht, nun habe ich eine schlüssige Erklärung dafür, warum das so ist. Und interessanterweise unterscheidet sich weder das gelehrte RS Verhalten, noch meine Beobachtungen an meinem eigenen Hunderudel von entsprechender in wissenschaftlichen Dokumentationen oder Fachliteratur beschriebenem Hunde- oder Wolfsverhalten.
    Was einzelne Menschen aus RS machen ist eine Sache, die Quintessenz daraus ist dennoch nicht von der Hand zu weisen. Unglücklich finde ich persönlich die Begrifflichkeit vererbte Rudelstellung, hier wäre angeboren für mich passender und ist ein gravierender Unterschied. Mein derzeitiger Leithund, der bei mir geboren wurde, zeigte sich schon ab der ersten Stunde als solcher. Auch bei dem interessanten Dreiteiler über den Wolfspark Ernstbrunn von Prof. Kurt Kotrschal, der vergangene Woche im TV ausgestrahlt wurde, vermochte ich schon anhand der Beschreibungen der sehr jungen Wolfswelpen erkennen, welcher einmal der Alpha des jeweiligen Rudels wurde. Mit Zufall ist so etwas jedenfalls nicht erklärbar. 🙂

  72. Marion L

    @Enzo K.:
    Möchte an dieser Stelle Kurt Tucholsky zitieren „Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen.“

  73. Ungerudelt

    @Enzo:
    Ich kenne Pferdezüchter, die seit mehreren Generationen Pferde züchten, sie mehr als die Hälfte des Jahres in Boxenhaltung stehen haben, mit tagsüber Weidehaltung im Sommer. Im Winter stehen die Zuchtiere in Mini-kleinen Paddocks, kommen oft tagelang gar nicht raus aus dem Stall – ausser zum wöchentlichen Misten.
    Die beschreiben das Verhalten der Leittiere und „Herden“ so, als würde ebenfalls immer eins das Alphatier sein und die Pferde sich linear von Oben nach unten durchsetzen, mittels Tritten , Bissen und Verjagen, sobad sie gemeinsam draußen sind. Schon beim Raustreiben aus dem Stall sieht man tatsächlich ene ganz strikte „Rangordnung“ – ebenso an Futterplätzen.
    Ist das das „natürliche“ Verhalten von Pferden?
    JA – unter Lebensbedingungen, die kein anderes Verhalten zulassen! = Gehegewolfsverhalten
    Da wird um Ressourcen gekämpft.
    Hat man aber die Möglichkeit, Pferde unter naturnahen Lebensbedingungen zu beobachten, ergibt sich ein vollkommen anderes Bild: Hochsoziales Miteinander, konfliktvermeidendes Verhalten, subtile Signale als Kommunikationsform und „Gewalt“ nur in Ausnahmefällen…….wenns um Resourcen geht.
    Die Leittiere tragen eine große Verantwortung und schützen und bewahren mehr, als dass sie massregeln würden.
    Jedes Herdenmitglied hat ne Menge Freiheiten und mit dem ganzen Naturalhorsemangeshippe und der dominierenden Round-Pen-Arbeit ist es wie mit dem Dominanz und Rudelgedöns bei den Hunden.
    Da wird von Beobachtungen abgeleitet und Verhalten interpretiert, das auf der Grundlage von Lebensbedingungen beobachtet wurde, welche sozialen Stress erzeugen und förderen und die Entstehung einer linearen, straff festgelegten Dominanzhierarchie für die Tiere notwendig machen., die tagtäglich immer wieder von den einzelnen Mitgliedern behauptet und abgesichert werden muss.

    Ich gebe dir Recht: „Noch nie wurde so viel Mist über Hunde verbreitet wie heute.“. Das gilt im Hundewesen ebenso wie im Pferdewesen.

    Deshalb danke ich Herrn Bloch und allen anderen Fachleuten für ihr ständiges Bemühen, die weit und beharrlich verbreiteten Irrtümer bezüglich Wölfen und Hunden zu hinterfragen, zu forschen und der breiten Masse zur Verfügung zu stellen, damit der ganze Mist, der sich leider immer noch in den Köpfen hält, endlich ausradiert werden kann.

    Enzo, ich stimme Dir zu, das Hunde auch massregeln und dass man schon bei Welpen gewisse charakterliche Grundzüge erkennen kann, die unter gewissen Umständen später zu bestimmten , vorhersehbaren Verhaltensweisen führen können.
    Auch dass es im „Rudel“ verschiedene Aufgaben gibt, die übernommen werden streitet niemand ab.

    Nur der Einteilung in eine von Geburt an feststehenden Persönlichkeitszuordnung in genau 7 charakteristische mögliche Persönlichkeiten ist eine absolut beschränkte Sichtweise auf Hunde.
    DASS Du diese in Deinem Leben und Umgang mit Hunden diese bestätigt findest, liegt aber nicht an der tatsächlichen Existenz, sondern am Blickwinkel, aus dem heraus Du hinschaust, vergleichst und bewertest.

    Hast Du als Züchter mit eigenem Rudel eine Homepage?
    Wäre interessant, etwas mehr über Deine „Rudelhaltung“ zu erfahren.

  74. Bettina Kern

    …..ich habe die ganzen Rudelstellungserlebnisse/ Gedanken jetzt mal meinem Sohn (15J.) erzählt….und der hat einfach nur los gelacht…. dann habe ich auch lachen müssen….., mein Sohn meinte schon die holprigen ersten Buchseiten von Frau Ertel haben ihn das Buch zuschlagen lassen….er hat mal gewartet wie lange ich brauche um auch drüber zu lachen…
    Wenn ich mir jetzt mit einem Lächeln nochmal die 2. Hälfte des Workshoptages in Erinnerung rufe, dann gab es hier von Frau Ertel passend zusammengestellte Rudel, die nicht im entferntesten als Rudel zu erkennen waren…., dafür liefen ihre Besitzer brav in den sieben Stellungen ihrer Hunde im Kreis wie Zirkuspferde…. Ihre Hunde tobten derweil kreuz und quer über über den Platz und suchten sich die Spielpartner wohl nach Sympathie aus ( auf ihre Stellungen achteten die Hunde ganz und gar nicht)
    Frau Ertels Hündin war übrigens sehr aufgeregt und verbellte nervös alles ausserhalb des Platzes…aber Frau Ertel wusste ja immer was passendes zu sagen
    (“ ihre Hündin macht das, um andere Hunde ins Rudel zu integrieren…“( aha?)
    Ihre spärlichen Kommentare waren so wischiwaschi , dass alles immer irgendwie gepasst hat…..aber so was kann ich auch( wenn mein Hund eine Hundebegegnung hat, weiss ich, dass er dann umgehend pinkelt…. Frau Ertel sagte stets das zu erwartende Voraus( z b das Pinkeln…), als ob es eine geheime Wissenschaft sei…..
    Es ist wirklich schon sehr lustig, wie ihre Anhänger stundenlang unkritisch am Zaun rumstehen, Frau Ertel beim Rauchen zuschauen und auf ihre Worte warten….
    Es gab übrigens sehr kritische Gegenstimmen und einige sind Abgereist( zu denen sie noch unverschämtet war als zu mir….
    Kritische Stimmen und unbequeme Fragen gab es zu einer kleinen Hündin, die eine riesige üble Bisswunde hatte…. :Wohl daheim zugefügt worden von dem “ passenden“ Tausch-Hund……aber Frau Ertel diskutiert nicht…. Sie sagt was ihrer Meinung nach Sache ist …. Kritiker werden des Platzes verwiesen ( ganz einfach)….
    Lustig fand ich auch, dass Frau Ertel sich versteckt hat, als ihre Hündin , die sie weggetauscht hatte, mit ihrem neuen Kleinrudel vorgestellt wurde….hier drängt sich für mich die Frage auf , wieso sie sich verstecken muss, wenn doch der Hund angeblich keine Menschen braucht und sich glücklich schätzen kann endl in einem passenden Zuhause zu sein?…..
    Es ist schon alles zum Lachen…..
    Ist nur eben schade ums Geld…..
    Bettina

  75. Ungerudelt

    @Bettina: Gratulation zu Deinem Sohnemann, der, wie es scheint ein Mensch mit klarem Verstand und gutem Gefühl ist.
    Ich freu mich mit Dir mit, dass Du das Ganze nun mit einem Lächeln betrachten kannst und wünsche Dir und Hund eine tolle Zeit miteinander.
    Deine Beschreibungen des Workshops bestätigen das, was andere auch schon beschrieben haben, weil sie es GESEHEN haben. Danke für Deinen Mut, das Ganze öffentlich zu machen.

  76. Enzo K.

    @Ungerudelt:
    Hast Du als Züchter mit eigenem Rudel eine Homepage?
    Wäre interessant, etwas mehr über Deine “Rudelhaltung” zu erfahren.

    Ja, eine solche habe ich aber die zu nennen käme in etwa einem Sprung ins Piranhabecken gleich. Wird doch sowieso jedes Wort zerpflückt und ein bekennender Rudler sofort in der Luft zerrissen. Nee Danke, muss ich nicht haben. 😉
    Übrigens kann man bei vielen Rassehundezüchtern ähnliche Beobachtungen machen, wie ich sie mit meinem Rudel immer wieder erfahre. Vor allem, wenn es sich um eine sehr ursprüngliche Rasse handelt. 😉
    Also einfach mal beim Züchter des Vertrauens anfragen. 😉

    Was der Vergleich mit den Gehegewölfen angeht, sind unsere Hunde im Prinzip auch nichts anderes. Natürliche Hundehaltung kann es schon deshalb nicht geben, weil der Hund kein natürliches Wesen mehr ist, sondern mit uns Menschen in unserer Menschenwelt lebt und sich unseren Gepflogenheiten anpassen muss. Da haben es Hunde in ländlicher Umgebung noch besser getroffen wie Hunde, die in engen Städten gehalten werden und selten mal eine Wiese unter ihren Pfoten zu spüren bekommen. Somit kann man eigentlich noch nicht einmal Dorfhunde mit Stadthunden vergleichen. Und dass wahllos zusammengewürfelte (erwachsene) Hunde oftmals kein Rudelverhalten mehr aufweisen, wundert mich nicht.

  77. Wortzauberin

    Ich sitze größtenteils auf meinen Fingern Enzo. Der Hund ist kein natürliches Wesen mehr? Er lebt in Begleitung des Menschen, in der „Zivilisation“, dieses Ding, das sich Gesellschaft nennt, natürlich nicht mehr frei und ungebunden. Ein natürliches Wesen ist dennoch jeder Hund von Natur aus. Nur Menschen entscheiden sich, widernatürlich zu leben.

    Dass du deine Seite nicht nennen magst, verstehe ich einerseits. Andererseits – wenn ich von meinem Tum überzeugt bin, stören mich Kritiker nicht. Zerfleischende Fische habe ich hier schon mal gar nicht erlebt (die das übrigens auch in der Natur nicht so tun wie Filme es darstellen).

    Darf ich erfahren, welche ursprüngliche Rasse du züchtest? Ich kann zumindest – ohne Züchtung, aber mit Erfahrung – bezüglich Nordischen und Windigen, insbesondere Podencos mitreden. Rudelstellungen habe ich in über 35 Jahren nicht erlebt. Dass jeder Hund in einem Sozialverband eine Rolle übernimmt, ja, das baut sich aber je nach Umfeld, Nahrung und Zusammensetzung auf. Zwei Hunde in einer Vergesellschaftung können in einer anderen völlig anders agieren, auch einer, auch sieben oder zehn.

    Was das Zerpflücken angeht erinnere ich dich an deiner Wortpflückerei gestern, die sich völlig vom Kern des Themas weg bewegt hat.

  78. Carla

    @Enzo
    eine feste Hundegemeinschaft wie bei Dir kann man doch nicht mit dem Einstellungsgetue auf einem workshop vergleichen. Hunde, die nur zeitlich begrenzt zusammentreffen sind kein Rudel. Ob das nun so ein workshop ist, oder man sich auf dem Spaziergang trifft. Hunde sind keine genormten, industriell hergetellten und beliebig austauschbaren Dinge. Ebensowenig wie die Menschen, mit denen sie leben. Was vererbt wird ist und bleibt immer nur ein Teil des Ganzen. Die Idee, das Rad der Evolution, der Domestikation zu ignorieren ist mehr als Schwachsinn. Hunde und Menschen haben den Weg der Domestikation GEMEINSAM beschritten, mit wechselseitigen Auswirkungen. DEN Hund gibt es nicht, dazu hat der Mensch viel zu intensiv unterschiedlichste Merkmale per Zucht selektiert.

    Jeder Sportfan weiss, dass eine Fussballmannschaft wachsen muss. Einfach bestimmte Spieler auf eine bestimmte Position zu setzen reicht nicht. Es braucht Zeit, bis sich ein richtiges Team bildet. Was vRS macht ist wildfremde Hunde wie Ersatzteile beliebig zu tauschen. Immer unter der Voraussetzung, dass das Etikett passt.

    Frau Ertel nimmt eine Prise Tatsachen und macht daraus eine schwachsinnige Kastenreligion. Sie reiht sich in die Reihe der Schwachsinn Produzenten ein. Dass man nach 35 Jahren Erfahrung auf sowas eingeht ist erschreckend.

    @Bettina,
    Dein Sohnemann ist sicher manchmal unbequem – lass ihn mal so!

  79. Alwine

    @ Enzo K.:

    Du schreibst:
    „Ja, eine solche habe ich aber die zu nennen käme in etwa einem Sprung ins Piranhabecken gleich. Wird doch sowieso jedes Wort zerpflückt und ein bekennender Rudler sofort in der Luft zerrissen. Nee Danke, muss ich nicht haben. ;-)“

    Nun frage ich mich: Gehört zu einem „bekennenden Rudler“ nicht auch das Bekennen??

    Das ist etwas, das mir die ganze Zeit schon auffällt. Sobald ein Artikel, ein Videoclip o.ä. in den Fokus der Diskussion gerät, wird er ruckzuck aus dem Netz genommen. Das würde ich durchaus verstehen, wenn es – wie es leider im Internet auch immer wieder vorkommt – mit persönlichen Beleidigungen, Drohungen etc. einher gehen würde. Das habe ich hier bisher aber so nicht gelesen. Was ich allerdings oft lese, ist eine deutliche Kritik.

    Dass es Menschen gibt, die sich so einer Kritik nicht stellen wollen, kommt vor. Dass es aber offenbar pauschal fast schon ein Reflex ist, mit Löschungen zu reagieren, macht für mich auch ein Bild. Denn sind wir doch mal ehrlich: Wenn ich von etwas überzeugt bin und das auch mit Argumenten stützen kann, muss ich nichts verstecken.

  80. Ungerudelt

    Enzo – sicher kann man ähnliche Beobachtungen machen. Die werden doch immer schon gemacht.
    Hunde verhalten sich eben wie Hunde….lach……
    Nur die daraus abgeleiteten Interpretationen sind unterschiedlich – und den Interpretationen folgen darauf basierend dann die Handlungsweisen.
    Das ist der Knackpunkt.

    ……und, naja, wer Kritik als potentiellen Angriff empfindet, anstatt diese als Möglichkeit zu lernen aufzufassen und Kritiker als Piranhas bezeichnet, der tut sicher gut daran, weiterhin inkognito seine Weiseheiten zu verteilen………….

  81. Enzo K.

    @ungerudelt:
    ……und, naja, wer Kritik als potentiellen Angriff empfindet, anstatt diese als Möglichkeit zu lernen aufzufassen und Kritiker als Piranhas bezeichnet, der tut sicher gut daran, weiterhin inkognito seine Weiseheiten zu verteilen………….

    Kommt immer darauf an, wie Kritik geäußert wird. 😉
    Manches hier entbehrt jeglichen guten Geschmacks und ist weit unter der Gürtellinie angesiedelt,
    Und was die Weisheiten inkognito anbelangt, tun das doch die meisten hier. Da befinde ich mich doch in allerbester Gesellschaft! 😉

  82. Ungerudelt

    Enzo, wo bitte ist zu konkret dargelegten Thesen der RS eine Kritik wie Du schreibst:
    „Manches hier entbehrt jeglichen guten Geschmacks und ist weit unter der Gürtellinie angesiedelt,“
    Wo finde ich bitteschön einen konkreten Beitrag, der sachlich darlegt oder sogar zeigt, wie sich Hunde verhalten und wo wurde das unter der Gürtellienie kommentiert?

    Bisher hat noch kein einziger Rudler eine konkrete, sachliche Schilderung bezüglich der RS These anhand hundlichen Verhaltens in der Praxis eingebracht, über die man sachlich diskutieren könnte.
    WAS ich finde, sind Äusserungen aus der HP von Frau Ertele, die wiederholt werden, ebenso wie Erzählungen, dass Hunde sich wie gewisse Stellungen verhalten haben usw.

    Nirgends wurde im Detail erklärt, welche ganz konreten Signale in welchem Zusammenhang die Hunde zeigen.

    Stockarbeit?
    Einbinden?
    Massregeln?
    Heranziehen?
    Entschleunigen?
    Dreistes Verhalten?
    Natürlich verhalten?

    Wie bitte sieht das konkret aus?
    Das sind alles keine Verhaltensbeschreibungen, sondern INTERPRETATIONEN. Und nur darauf – auf Interpretationen von Frau Ertel bezüglich hündischer Verhaltensweisen – ist das vRS-Konstrukt aufgebaut.

  83. Carla

    @Enzo

    Ob nun Piranha oder Goldfisch. Butter bei die Fische.

    Es heisst vererbte Rudelstellungen. Ich will hoffen, Du hast Dich mit Vererbungslehre befasst.

    Vererbung ist also das Fundament der Ertelschen Lehre. Lassen wir Verhalten, Interpretation, moderne Haltung, Rassen, Jahre der Hundehaltung etc mal alles aussen vor und konztrieren wir uns aufs Fundament. Ganz ohne Video.

    Wo ist der Genetiker, der diese ganz konkrete Vererbung von 7 ganz konkreten Rudelstellungen untersucht und als bewiesen anerkannt hat? Dass die vererbten Rudelstellungen bewiesen sind wird ja von RSlern ad nauseam behauptet.

    Solange wir ums Fundament, die absolute Vererbung von 7 Rudelstellungen‘ streiten, ist der Rest der Auseinandersetzung sinnlos. Denn ohne die in Stein gemeisselten Rudelstellungen ist nichts der weiteren Lehre haltbar.

  84. Hendrik Boesch

    Moin

    Zitat Enzo K.
    Auch bei dem interessanten Dreiteiler über den Wolfspark Ernstbrunn von Prof. Kurt Kotrschal, der vergangene Woche im TV ausgestrahlt wurde, vermochte ich schon anhand der Beschreibungen der sehr jungen Wolfswelpen erkennen, welcher einmal der Alpha des jeweiligen Rudels wurde.

    Wissen Sie noch, auf welchem Sender der Dreiteiler kam und ob man ihn in einer Mediathek des Senders sehen kann?

    Gruss
    Hendrik Boesch

  85. Martina Wolsch

    Und da möchte ich Carla zustimmen aber auch dagegen argumentieren.

    Solange ein genetischer Beweis nicht vorliegt, kann die wissenschaftliche Welt dies nicht bejahen.

    Aber auch die “kritische“ Seite kann für sich nicht die Wahrheit oder das Recht in Anspruch nehmen.
    Hier wie da wird Hundeverhalten interpretiert. Und beide “Seiten“ können gleiche Verhaltensmuster erkennen, wie zum Beispiel das “Wächtern“ oder das gesellige “Einsammeln“ von Hunden oder das starre distanzierte “Beobachten“ von Situationen und Hunden etc. Diese Verhaltensmuster sind gravierende Merkmale einer Kommunikation und Interaktion zwischen Hunden und auch mit eine Erklärung warum der eine Hund mit dem Anderen kann oder auch nicht. Ich kann mir gut vorstellen, das ein Hund in psychischen Stress gerät, wenn dieser durch den Menschen “gezwungen“ wird in einer Gruppe von Hunden zu verweilen in der er lieber nicht sein möchte. Aber der Mensch “managt“ diese Gruppe so, das für den Menschen ein Bild der “Harmonie“ entsteht. In der heutigen Zeit wird das Wesen des Hundes nicht mehr wahr genommen. Ich behaupte, das bestimmt 80 Prozent der Hunde nicht mehr im “Yin und Yang“ sind. Es wird nur noch darauf geachtet, daß die Hunde mit der “Zeit“ laufen. Es wird geclickert, gedanct und hyperagilityiert. Hunde sollen konform der Gesellschaft laufen. Aber Hunde wie auch andere Tiere sind fühlende, denkende, eigenständige Wesen. Sie sollten als Partner ernst und wahr genommen werden. Ich hoffe das die ganze Diskussion dazu führt Tiere nicht für sich zu beanspruchen sondern verstärkt zu beobachten, was diese möchten und brauchen. Der Hund hat sich vor tausenden Jahren dem Menschen angeschlossen, nicht um als Zirkusattraktion oder Ersatz für menschliche Probleme und Wünsche zu agieren, sondern zum gegenseitigen “Geben und Nehmen“.

    Es bleibt aber weiter spannend, ob diese Verhaltensmuster angeboren sind und das Leben der Hunde stärker beeinflussen als bisher angenommen. Herr Bloch hat drei Grundtypen beobachtet.
    Bei Hunden konnte ich bobachten, das die Verhaltensmuster mit Beginn des Welpenalters bis zum Tode erhalten blieben, sprich ein “Wächter“ wurde kein “Beobachter“ und ein “Beobachter“ wurde kein “Stromer“ etc.
    Es würde mich interssieren, ob ein Wolf sein Grundverhaltensmuster behält, das heist ob in Laufe der Zeit aus einem “Seelchen“ ein geselliger “Mitteltyp“ wird. Oder aus einem “Rangniederen“ ein “Leitwolf“. Natürlich prägt die Umwelt das Leben und jede Art will überleben und passt sich daran an.
    Aber mir erscheint es von Vorteil für das Überleben einer Art, wenn Fähigkeiten genetisch angelegt sind und diese durch eine “Professionalisierung“ beim Welpen ausgearbeitet werden und in der Gruppe dann gefestigt werden um dann eine bestimmte Position in dieser einzunehmen oder eine Neue zu gründen. Und eben diese Position bleibt ein Leben lang erhalten.

    Ich denke die ganze Diskussion in Schwarz und Weiss, in Gut oder Böse, in Wahrheit oder Lüge einzuteilen wär zu einfach und Menschen nach ihrer Einstellung zu bewerten und für Dumm oder Schlau zu erachten ist sehr arrogant. Man sollte miteinander respektvoll Reden und nicht in eine vorwegeingenommen Diskussion verfallen. Dies täte allen Beteiligten gut. 🙂

  86. Micha

    Martina Wolsch schrieb, Zitat:
    Es bleibt aber weiter spannend, ob diese Verhaltensmuster angeboren sind und das Leben der Hunde stärker beeinflussen als bisher angenommen. Herr Bloch hat drei Grundtypen beobachtet.
    Bei Hunden konnte ich bobachten, das die Verhaltensmuster mit Beginn des Welpenalters bis zum Tode erhalten blieben, sprich ein ”Wächter” wurde kein ”Beobachter” und ein ”Beobachter” wurde kein ”Stromer” etc.
    Es würde mich interssieren, ob ein Wolf sein Grundverhaltensmuster behält, das heist ob in Laufe der Zeit aus einem ”Seelchen” ein geselliger ”Mitteltyp” wird. Oder aus einem ”Rangniederen” ein ”Leitwolf”. Natürlich prägt die Umwelt das Leben und jede Art will überleben und passt sich daran an.
    Aber mir erscheint es von Vorteil für das Überleben einer Art, wenn Fähigkeiten genetisch angelegt sind und diese durch eine ”Professionalisierung” beim Welpen ausgearbeitet werden und in der Gruppe dann gefestigt werden um dann eine bestimmte Position in dieser einzunehmen oder eine Neue zu gründen. Und eben diese Position bleibt ein Leben lang erhalten.

    Ich denke die ganze Diskussion in Schwarz und Weiss, in Gut oder Böse, in Wahrheit oder Lüge einzuteilen wär zu einfach und Menschen nach ihrer Einstellung zu bewerten und für Dumm oder Schlau zu erachten ist sehr arrogant. Man sollte miteinander respektvoll Reden und nicht in eine vorwegeingenommen Diskussion verfallen. Dies täte allen Beteiligten gut. 🙂

    Ich finde es gut, daß Du von „angeborenen“ und nicht von „vererbten“ Verhaltensmuster schreibst.
    Vieleicht ist diese „Vererbung“ ein großes no go in den Diskussionsbeiträgen einiger user.
    Aber sollte nicht bei allen Seiten („Rudler“ und „Antis“) das Wohl der Hunde in Vordergrund stehen?
    Man könnte doch einfach jeweils die andere Seite zur Kenntnis nehmen, ohne sie gleich bekehren oder niedermachen zu wollen.

    Einfach nebeneinander her laufen lassen!

    Es gibt doch auch bei Hundeschulen oder bei Hundebeschäftigungen (dogdancing, agality usw.) die unterschiedlichsten Angebote, ohne dass jemand behauptet seines wäre das Absolute und alles andere wäre purer Unsinn.

  87. Wortzauberin

    „Man könnte doch einfach jeweils die andere Seite zur Kenntnis nehmen, ohne sie gleich bekehren oder niedermachen zu wollen.

    Einfach nebeneinander her laufen lassen!“

    Nö, nicht, so lange Hunde derart degradiert, missbraucht, bis hin zu getauscht/abgegeben werden, weil eine Frau E. sagt, das gehört so und Anhänger nebst ihr „Tierquäler“ schreien, wenn dem Gebot nicht gefolgt wird.

  88. Enzo K.

    @Hendrik Boesch:
    „Wissen Sie noch, auf welchem Sender der Dreiteiler kam und ob man ihn in einer Mediathek des Senders sehen kann?“

    In der Tat meinte ich diesen Dreiteiler hier:
    http://www.3sat.de/page/?source=/dokumentationen/154523/index.html

    Die Folgen wurden bereits vor einigen Jahren gedreht, nichts des do trotz sind sie hochinteressant. Ganz klar, es handelt sich um Gehegewölfe, das ist natürlich nicht mit Freilandbeobachtungen an Wölfen vergleichbar.
    Ich habe mir im Anschluss die Mühe gemacht, die Beschreibungen der einzelnen Wölfe im WSC durchzulesen und fand in Kaspar, Apache und Yukon meine Anfangsvermutungen bestätigt. Mein eigener Leithund verhält sich in vielen Dingen ganz ähnlich wie Kaspar, das fand ich sehr interessant.

    Viele Fremdhunde zum Beispiel, die wir unterwegs treffen, verhalten sich schon beim bloßen Anblick meines Leithundes sehr submissiv, obwohl er sie nur anschaut und keineswegs aggressiv ist. Ganz anders, wenn wir mit einem niederrangigeren Tier gleicher Rasse auf die selben Fremdhunde treffen. Diese spüren also instinktiv wer da vor ihnen steht und verhalten sich entsprechend.

  89. Enzo K.

    Ich habe bereits weiter oben angemerkt, dass ich persönlich die Formulierung vererbt sehr unglücklich gewählt finde und daher den Begriff angeboren viel zutreffender fände.
    Ungeachtet dessen, wie man persönlich zum Ertelschen Kreis stehen mag und welche Ausuferungen hier zu Tage treten, sollte man nicht das komplette Konzept mit Füßen treten. Ich weiß, dass es vielen schwer fällt, wenn man sich mal auf etwas eingeschossen hat, wieder eine sachliche und objektivere Haltung einzunehmen. Aber es gibt nicht nur schwarz oder weiß und ich hoffe, dass es eines Tages möglich sein wird, das kleine Fünkchen Wahrheit hinter der großen Fassade menschlichen Versagens zu erkennen.

  90. Wuesa

    Ich habe das Gefühl, ihr werft hier zwei Dinge durcheinander.
    Es bestreitet doch niemand, dass Hunde unterschiedliche Charaktere und Wesenszüge haben. Daß din Teil des individuellen Charakters angeboren ist auch nicht. Daß Hunde, die langfristig zusammen leben soziale Strukturen ausbilden steht doch auch nicht zur Debatte, selbstverständlich gibt es da eher Führungspersönlichkeiten und Tiere, due sich lieber der Führung anvertrauen ect. und selbstverständlich haben Hunde unterschiedlichen Charakters auch eine unterschiedliche Ausstrahlung und werden von Fremdhunden verschieden wahrgenommen. Selbstverständlich harmonieren manche Charaktere besser miteinander als andere.

    Das hatodoch aber nichts mit einem starren “ sieben Stellungs System“ zu tun in dem jede „Stellung“ nur mit einer, maximal zwei der anderen überhaupt richtig kommunizieren kann und man die anderen keinesfalls zusammen halten kann und darf, außer man hat alle dazwischenpassenden auch zu Hause. Geschweige denn mit dem ganzen Kram der dazu noch verbreitet wird ( sowas wie “ mit dem „Bindehund“ nur über den „Eckhund“ kommunizieren“ um nur eines von vielen Beispielen zu nennen. Wenn dies dann auch noch dazu führt, daß Hunde permanent von einem Zuhause zum anderen verschoben werden dann finde ich es absolut richtig hier anhaltend Kritik zu üben. Ich muß allerdings auch sagen, ich würde mir bei den Kommentaren hier gelegentlich auch mehr Sachlichkeit wünschen. Manches hier geht nach meinem Empfinden schon etwas übers Ziel hinaus.

  91. Marta

    Angeboren/vererbt? Macht das einen Unterschied?
    „Wenn Du sie nicht überzeugen kannst, verwirre sie.“ Zitat unbekannt
    Das starre Konzept der sieben Stellungen ist in dem Sinne doch schon eindeutig widerlegt, als es den aktuellen Erkenntnissen der Verhaltensforschung und Genetik widerspricht.
    OK,egal.Wissenschaft kann sich irren. Aber sollte es dann nicht wenigstens in sich stimmig sein?
    Ist es definitiv nicht.In einem gewachsenen Rudel (perfekt oder nicht) gäbe es (nur als Beispiel) rein rechnerisch praktisch permanent eine Menge „Doppelbesatz“ und Wölfe,die ohne passende „Arbeitspartner“ aufwachsen und leben müssten.Auch bei Annahme von „Parallelverbänden“.
    Beides gilt nach RS als Tierquälerei.“Auf keinen Fall in einem Auto heimfahren“.“Niemals MB alleine halten und Bindehunde eigentlich auch nicht, da Begrenzung vorn und hinten „u.s.w.
    Wenn es die sieben starren Stellungen weder gibt noch geben kann, was soll man dann mit den ganzen Schlußfolgerungen daraus anfangen? Dann fällt doch das „komplette Konzept“ von selbst wie ein Kartenhaus zusammen.Man muß es gar nicht mit Füßen treten.

  92. Wortzauberin

    @Enzo: „Aber es gibt nicht nur schwarz oder weiß …“

    Eben – und es gibt weder sieben veerbte noch sieben angeborene Rudelstellungen. Hunde formieren sich entsprechend dem jeweiligen Tier- oder Mensch-Tier-Verband und der Umwelt, ganz gleich, wie beides zustande kommt, wobei selbstverständlich auch die jeweiligen Anlagen zum Tragen und Ausdruck kommen. Nicht schwarz, nicht weiß, nicht auf sieben wie auch immer zustande gekommene und bezeichnete Rudelstellungen eingeschränkt und begrenzt, sondern flexibel.

    Es gibt keine sieben fixen Rudelstellungen, es gibt auch keine Rudel in diesem Sinne, genau deshalb, weil das Leben nicht schwarz oder weiß, sondern viel, viel bunter ist als das sichtbare Farbspektrum des Regenbogens.

  93. Timbra

    Enzo K.: „Seit 30 Jahren halte und züchte ich Hunde, inzwischen in der 6. Generation UND sie bildeten stets ein Rudel, mit den typischen Verhaltensweisen eines Rudels. Da muss ich schmunzeln, wenn behauptet wird, dass Hunde dazu nicht mehr in der Lage seien. Das mag für traumatisierte Tierschutz- und Straßenhunde gelten, die oftmals den Tod näher vor Augen hatten wie das Leben. Unsere hervorragend sozialisierten Zuchthunde sind sehr wohl in der Lage sowohl ein Rudel zu bilden und füreinander einzustehen als echte Hundegemeinschaft.“
    Dass Du auf den RS-Krempel abfährst, wundert mich irgendwie nicht wirklich. Aber ich dachte, gerade Strassenhunde seien so unheimlich RS-geeignet.
    Wie auch immer, ich setze statt auf hervorragend sozialisierte Zuchthunde auf die traumatisierten Tierschutzhunde, die zu Tausenden auf der Straße und in irgendwelchen Tierheimen verrecken.

    Enzo K.: „Dazu gehören auch mal körperliche Korrekturen, oft genügt aber auch schon ein strenger Blick. Ich habe nicht behauptet, dass ein Hunderudel oder eine Hundegruppe seine Mitglieder ständig maßregelt oder gar kontrolliert, aber es kommt vor und es ist auch nicht immer eitel Sonnenschein unter den Hunden.“
    Ich bekenne mich zu meinen stellungsschwachen Tierschutzhunden, die sich noch nie körperlich korrigiert haben. Die kommunizieren viel feiner. Allenfalls wird mal wegen eines Knochens geknurrt.

    Enzo K. „(…) vermochte ich schon anhand der Beschreibungen der sehr jungen Wolfswelpen erkennen, welcher einmal der Alpha des jeweiligen Rudels wurde.“
    Puh, was soll man dazu noch sagen…

    jcl: „Dann kam der Rüde dazu und hat meine Hündin angebrummt wie der leibhaftige Teufel.“
    Das finde ich ziemlich heftig. Wir hatten bis auf unseren letzten Neuzugang immer Rüden, alle unkastriert, und keiner von ihnen wäre so mit einer Hündin oder einem 9 Monate alten Junghund umgesprungen. Im Gegenteil: Unser Rüde stellt sich dazwischen, wenn ein Welpe oder Junghund gemoppt wird.

    Enzo K.: „Vor allem, wenn es sich um eine sehr ursprüngliche Rasse handelt. “
    Ach Di dickes Ei, die ursprünglichen Rassen. Und ich dachte, er züchtet Schäferhunde.

    Enzo K.: „Natürliche Hundehaltung kann es schon deshalb nicht geben, weil der Hund kein natürliches Wesen mehr ist, sondern mit uns Menschen in unserer Menschenwelt lebt und sich unseren Gepflogenheiten anpassen muss.“
    Weißt Du, Enzo K., der Wolf ist dadurch zum Hund geworden, dass er in unsere Menschenwelt Einzug gehalten und begonnen hat, sich an unsere Gepflogenheiten anzupassen. Diese verquasten Vorstellungen vom wilden Hund waren nie real.

    Ich habe übrigens auch meine Verurteile gegenüber Landhunden. Die sind alle schlecht erzogen und unverträglich, weil sie nie Kontakt zu anderen Hunden haben (dürfen), und müssen ihr Leben – außer im eigenen Garten – an der Leine fristen, weil sie sich sonst verabschieden.

    Martina Wolsch: „Es bleibt aber weiter spannend, ob diese Verhaltensmuster angeboren sind und das Leben der Hunde stärker beeinflussen als bisher angenommen.“
    Die Forschung ist zu gegenteiligen Ergebnissen gekommen. Die Einschätzungen von Welpen sind weit weniger zuverlässig als bislang angenommen. Man mag mich korrigieren, wenn ich mich irre: Welpeneinschätzungen sollen sogar ziemlich unbrauchbar sein.

    Martina Wolsch: „Es würde mich interssieren, ob ein Wolf sein Grundverhaltensmuster behält, das heist ob in Laufe der Zeit aus einem ”Seelchen” ein geselliger ”Mitteltyp” wird.“
    Nein.
    Martina Wolsch: „Oder aus einem ”Rangniederen” ein ”Leitwolf”.“
    Ja, spätesten wenn er seine eigene Familie gründet.

    Martina Wolsch: „Aber mir erscheint es von Vorteil für das Überleben einer Art, wenn Fähigkeiten genetisch angelegt sind und diese durch eine ”Professionalisierung” beim Welpen ausgearbeitet werden und in der Gruppe dann gefestigt werden um dann eine bestimmte Position in dieser einzunehmen oder eine Neue zu gründen. Und eben diese Position bleibt ein Leben lang erhalten.“
    Genau das Gegenteil ist der Fall: Anpassungsfähigkeit ist gefragt.
    Und wenn ich von „Ausarbeiten einer Professionalisierung von irgendwelchen angeborenen Fähigkeiten beim Welpen“ lese, wird mir, ehrlich gesagt, irgendwie übel.

  94. Carla

    Falls es sich in vRS Kreisen noch nicht herumgesprochen hat: ob es uns passt oder nicht, wir leben in einer hochtechnisierten Umwelt wo auch das Landleben nicht mehr ist, was es mal war. Wo auch auf dem Land prozessiert wird, weil die Kuh und der Hahn zu laut sind.

    Der Hund muss entweder aussterben, oder sich mit Hilfe des Menschen anpassen. Es ist doch unsinnig zu meinen es reichte, den Hund auf ein Leben ala 1860 einzuweisen. Die gesamte Umwelt hat sich in den letzten Jahrzehnten gewandelt, unsere Kindheitserinnerungen sind nur noch Hirnfragmente. Hundefeindlichkeit nimmt zu, Dank verantwortungsloser Halter.

    Natürliche Haltung ist ein Wunschgedanke. Was ist das? Verweigerung des Tierarztbesuches, da es in der Natur auch keinen gibt? Den Hund totgefahrene Tiere fressen lassen, oder die Beutejagd zulassen?
    Seit wann ist es natürlich einem Hund ein Halsband anzulegen, ihn ins Auto zu packen, in ihm Auto oder Garten zu halten, Welpen zu verkaufen? Ich finde das ganze Gerede und Geschreibe von natürlicher Haltung Humbug ersten Grades. Ein Widerspruch in sich. Natur kann man nicht halten!

    Was ist mit Zucht? Da wird immer noch selektiert wie vor 200 Jahren. Auf Herdenschutz, Lastenzug, Schafe und Rinder treiben, Bewachung (sprich Aggression) von Haus und Hof und Mensch. Eigenschaften, die heute so sinnvoll sind wie ein doppelter Kropf. Als ob das jemals natürlich war.

  95. Flix

    Ich mach‘ jetzt hier mal einen Schnitt. Vom Ursprungsthema seid ihr inzwischen ziemlich viele Meilen weit weg.

    Ab jetzt geht’s unter „Meinungen“ weiter…

  96. Tina

    Der Beitrag von Frau Kern lässt nur den Schluss zu, dass Frau ertel es schafft, durch ihr Auftreten die Menschen von einer pseudowissenschaftlichen Idee zu überzeugen und damit die Menschen dazuzubringen, viel Geld bei ihr zu lassen. Und leider scheint es so zu sein., dass selbst erfahrene hundetrainer wie MMN besonders auf die ausgrenzende und teilweise menschenverachtenden Äußerungen von Frau ertel ( das Forum ist voll mit solchen Äußerungen, alles lesbar) anspringen und sich mitreissen lassen. Aber Frau ertel drückt auch mal ein Auge oder zwei zu, wenn die Fans unter den hundetrainern nicht ganz rs konform ihre Hundeschule betreiben wollen oder können. Hier ein bespiel dafür, dass es nur um Commerz bei RS geht. Unsere Hundeschule in lahnau/ Wetzlar stellt jedes Jahr ihren hundeplatz für Einschätzungen von Frau ertel zur Verfügung. Frau ertel und die Anhänger von RS kommen gern auf diesen konditionierungsplatz. Die Inhaberin der Schule ist RS Anhängerin. Alle ihre Hunde sind eingeschätzt, neuer Hund wird über das RS Forum eingeschätzt übernommen. Doch war warum wird die Inhaberin und alle Mitarbeiter der Hundeschule nicht als abschaum und tierquaeler von Frau ertel beschimpft, so auch die Teilnehmer des ws , die von der Hundeschule aus an dem ws telnehmen, der übrigens mit über 15 Teilnehmern gut besucht war. Alle diese tierhafter inklusive der Inhaberin konditionieren ihre Hunde, lassen ihre eingeschätzten Hunde mit nicht Ei geschätzten Hunden beim Hundetreff miteinander spielen, viel hundesport, der Besuch der welpengruppe zur Sozialisierung wird von der Schule dringend empfohlen. Eigentlich alles vernünftige Erziehungsratschläge. Ja genau das soll man tun. Da frage ich mich wo unsere militanten rs- ler bleiben ? Was tut da Frau ertel? Arbeitet mit diesen hundekonditionierern zusammen? Wie kann sie da guten Gewissens einen Hund in eine Hundeschule vermitteln, die ein ganz normales hundeerziehungsprogramm propagiert? Warum werden hier nicht die Hundehalter zusammengestaucht? Jeder Rudler müsste aufschreien. Geht es also doch nur um Commerz? Wie RS rechtfertigt Frau ertel sich denn gegenüber ihren Anhängern, dass sie den ws in einer Hundeschule ausrichtet?

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