Der Fall „Prinz“

Im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) wurde in einer Folge der Serie „Die Hundeflüsterin“ ein Schäferhund mit dem Namen „Prinz“ gezeigt. Dieser wurde von Maja Nowak aufgrund seiner angeblichen Rudelstellung als „Chef“ bezeichnet. Eine Familie, die sich für „Prinz“ interessierte und bereits eine Hündin gleicher Rasse hatte, wollte dem schwer vermittelbaren Tierheimhund ein neues Zuhause bieten. Die Vierbeiner wurden zusammen ausgeführt. Bereits nach wenigen Minuten beklagte Maja Nowak den „Doppelbesatz“ der beiden Hunde und warf der Familie und dem Tierheim sogar verantwortungsloses Handeln vor, wenn „Prinz“ in ihre Hände geriete. Vieles davon geschah vor laufender Fernsehkamera und wurde gesendet.dd74c66934116c565471d0ddd979b8cb Nach wie vor steht jedoch eine Genehmigung für die Verwendung des Film-Materiales von „Prinz“ durch das Tierheim als damaligem Eigentümer des Hundes aus. Zu lesen hier: Tierschutzverein Zwickau in der Antwort auf eine Drohmail von Maja Nowak. Das Tierheim hat sich darin auch vorbehalten, rechtliche Schritte einzuleiten.

Obwohl sie durch das Verhalten von Maja Nowak und der Einschätzung des Rüden durch die vermeintlich erfahrene Hundetrainerin sehr verunsichert war, entschloss sich die Familie, den Hund  aufzunehmen und buchte kurze Zeit später einen erfahrenen Hundetrainer für eine Mehrhundeanalyse. Die Verhaltensweisen des Tierheimhundes ließen auf gesundheitliche Einschränkungen schließen, nicht auf irgendwelche Probleme in Sachen „Doppelbesatz“. Eine tierärztliche Untersuchung zeigte denn auch im Blutbild (Zitat:) „chaotische Werte“ und den deutlichen Hinweis auf eine Hyperthyreose, also eine Schilddrüsenüberfunktion (SDÜ), die nun natürlich entsprechend behandelt wird.

Zitat aus dem Artikel Baumann/Gansloßer in WUFF

„Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass es im Beziehungsverhältnis zwischen den beiden Hunden zwar Reibungspunkte gab, diese aber ganz offensichtlich keinesfalls im Zusammenhang mit irgendwelchen Rudelstellungen standen. Vielmehr versuchte die Ersthündin immer wieder das cholerisch anmutende Verhalten des Zweithundes zu reglementieren. Nicht etwa, weil der Zweithund als „Doppelbesatz“ konkurrierend in Erscheinung getreten war, sondern weil sie damit der allgemeinen inneren Unruhe des Zweithundes begegnen wollte.“

Seit der Behandlung der SDÜ und der Umsetzung der Trainingsanweisungen beginnt die Hündin Kontakt mit „Prinz“ aufzunehmen und Verhaltensweisen wie Zusammen-Liegen werden schon in recht nahem Abstand gezeigt. Das Miteinander der Beiden ist inzwischen harmonisch und stabil.

Nachtrag zum Fall „Prinz“- September 2014

Prinz08Das Team von Klargestellt.de hat sich mit der Vorsitzenden des Tierschutzvereins, Frau Dr. Claudia Ruf, in Verbindung gesetzt. Wir wollten von ihr wissen, wie es der Familie inzwischen geht, die den aktiven Schäferhund übernommen hat. Und natürlich, wie sich „Prinz“ in seiner neuen Umgebung eingelebt hat. Hier ihre Antwort:

„Die Übernehmer/jetzigen Eigentümer von Prinz arbeiten seit vielen Monaten mit Thomas Baumann zusammen, sind mehrfach bei ihm bei Berlin gewesen und meine letzten Rückmeldungen waren sehr positiv. Die Übernehmerin berichtete, dass die beiden Hunde richtig zusammenwachsen und Prinz respektiert die Vorrangstellung der Hündin, mittlerweile reicht ein kurzes Knurren von ihr, um seine „Hyperaktivität“ zu bremsen. (Laut Frau Nowak begründete sich diese aufgedrehte Art des Hundes in seiner Frustration darüber, dass er ein arbeitsloser Leithund ohne Aufgaben ist…).Prinz06

Prinz und sein Frauchen besuchen mittlerweile auch zusätzlich eine Hundeschule, um seine individuellen Probleme, die nicht im Bezug zu der Hündin stehen (Leinenführigkeit, „Pöbeln“ an der Leine) in den Griff zu bekommen, und auch dort verbessert sich das Verhalten zusehends.

Leider möchte die Übernehmerin selbst nicht mehr weiter in der Öffentlichkeit auftreten, sie möchte einfach ihre Ruhe haben und mit den beiden Hunden leben. Man kann es verstehen. Unser Vereinsmitglied, das uns Frau Nowak quasi ins Haus gebracht hat – damals hatten wir keine Vorstellung, was sich daraus entwickeln würde und wollten uns nicht prinzipiell der Idee verschließen, dass ein Hundetrainer sich einen „Problemhund“ anschaut – ist zur Nowak-Jüngerin geworden und lauert der Übernehmerin und Prinz regelrecht an ihrem Wohnort auf. Wie sonst sollte man erklären, dass sie sie rein zufällig in der Nähe des Hauses am anderen Ende des Landkreises trifft…?

Prinz03Ich selbst habe Frau Nowak nur sehr flüchtig an jenem Drehtag wahrgenommen, als sie einen anderen Hund unseres Tierheims begutachtete und war von dem, was ich dort gesehen habe, enttäuscht. Meine Tierpflegerinnen erzählten mir dann noch, dass sie beim Ablaufen vor den Zwingern, bei mehreren anderen Hunden noch deren „Leithund“-Status diagnostizierte, an diesem Punkt (und da wusste ich inhaltlich noch gar nichts über das Ausmaß dieser Rudelstellungshypothese) war die Kompetenz der Frau Nowak für mich schon erledigt.“

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Noch ein Nachtrag: Die ehemalige Hundeausführerin von Prinz, Marion Meister, stellt hier im Kommentar ihre Sicht der Dinge dar.

23 Gedanken zu „Der Fall „Prinz“

  1. inko

    In dieser Folge von Maja Nowak wurde kein Doppelbesatz festgestellt.
    Anka ist ein Vorderer Leithund und Prinz ein Mittlerer Bindehund (Zentralhund). Beide Hunde sind Eckhunde, also Entscheidungsträger, aber sie haben nicht die gleiche Stellung.

  2. Susanne

    Zitat: „In dieser Folge von Maja Nowak wurde kein Doppelbesatz festgestellt.
    Anka ist ein Vorderer Leithund und Prinz ein Mittlerer Bindehund (Zentralhund). Beide Hunde sind Eckhunde, also Entscheidungsträger, aber sie haben nicht die gleiche Stellung.“

    Inko hat noch immer nicht verstanden, worum es überhaupt geht? Ob in dem Zusammenhang ein Hund „Doppelbesatz“ ist oder Eckhund oder Bananenhund, ist völlig unwichtig! Es geht doch darum, dass immer wieder aufgezeigt wird, welche fatalen Folgen Euer Rudelgedöns, bzw. die „fachkundige Beratung“ Eurer Frau Ertel (bzw. Nowak) für die Hunde hat, bzw. haben kann, wenn Menschen nur dumm genug sind, das zu glauben. Begreift Ihr das denn wirklich nicht??

    Ich erinnere mich an einen ähnlichen Hundeflüsterguru, der vor knapp 10 Jahren mal von seinen tönernen Füssen gestoßen wurde, nachdem deren Mitläufer dann ENDLICH mal verstanden haben, was da vor sich ging; die Parallelen sind erschreckend. Auch dort wurde die „Hundeflüsterin“ mit aller Vehemenz verbissen von ihren Mitläufern verteidigt und als Veterinäramt, Polizei und Staatsanwaltschaft dort eingeflogen sind, waren sie auf einmal alle furchtbar betroffen, sie hätten das von ihrer Göttin NIE gedacht, fühlten sich hintergangen und getäuscht. Dabei haben sie es im Grunde dennoch gewusst und genauso macht IHR Euch mitschuldig, wenn Ihr nicht ENDLICH aufwacht!

    Wenn Eure Frau Ertel ja nun partout nichts zu verbergen hat, könnte sie doch zumindest ihren Anhängern die auch aus meiner persönlichen Sicht durchaus berechtigt gestellten Fragen ( http://rudelstellungen-klargestellt.de/?p=1436 ) beantworten. Warum versucht Ihr es nicht einfach mal? 🙂

  3. DesTeufelsrechteHand

    Vorab: Dies ist eine klasse Seite und ich danke den Verfassern für ihr Engagement und ihren Mut!

    An diejenigen Menschen, die das Porgramm der Frau Ertel einfach schlucken, statt selbst nachzudenken:
    Warum besucht ihr nichtmal einen ihrer Workshops mit zwei Hunden eurer Wahl? Schreibt euch fein die Ergebnisse auf und bevor ihr eure Hunde abgebt, eintauscht oder sonstwie abschiebt, packt einen dritten Hund eines Freundes dazu und lasst diesen mit dem Dreierpack zur Ertel maschieren.

    Könnte sich ja rausstellen, dass der Messias die Hund diesmal anders „bescheidet“, wenn er sich nicht daran erinnern kann, welche Wahl er letztes Mal getroffen hat!

    Wer wirklich denkt, die Stellung eines Hundes könne man an den Genen ablesen und dafür Geld bezahlt, gehört selbst „beurteilt“! Einem Tier auf diese Art und Weise seine Individualität und seinen Charakter abzusprechen ist der Horror und sollte einem zu denken geben. Klingt ganz arg nach Diskriminierung und Geldmacherei. Die Hundehalter die dies Glauben vernachlässigen seine Umwelt, die anderen Hunde und nicht zuletzte den Halter, der AUCH zum Rudel gehört und die Gruppe mitformt! Wie kann ein Mensch sich von seinen Hunden trennen, weil jemand so etwas sagt, der sich den heiligen Gral von so einem Nazi-Onkel abgekuckt haben will. Das ist widerlich und klingt schwer nach 1933. Pfui!

    Danke für diese Seite!

  4. jcl

    Auch wenn ich diesem Kommentar in manchen Punkten zustimme – es wäre sicher ein interessantes Experiment, Frau Ertel die gleichen Hunde mehrmals einschätzen zu lassen – muss ich eins klarstellen: Karl Werner war _kein_ „Nazi-Onkel“. Er hat unseres Wissens keinerlei Rassen-, Kasten- oder ähnliche Lehre vertreten, weder für Menschen noch für Hunde. Bei Vergleichen bitte mit Zuschreibungen vorsichtig sein und nicht immer gleich die große Keule hervorholen.

  5. Timbra

    Prinz‘ neue Familie verdient großen Respekt. Hut ab!

    Sie haben sich nicht nur gegen Maja Nowak entschieden, was schon viel Mumm braucht. Sie haben sich auch und vor allem für einen schwierigen Hund entschieden und scheuen offenbar weder Kosten noch Mühen, ihm zu helfen.

    Prinz hat unheimlich Glück gehabt, dass er bei Ihnen gelandet ist, und ich wünsche seiner neuen Familie alles Gute. 🙂

  6. Wortzauberin

    Ich freue mich zwar auch für Prinz, verstehe aber nicht, warum es „Mumm braucht“, sich „gegen“ MMN zu entscheiden. Es war sicher eine durchdachte Entscheidung, in der Madame auch eine Rolle gespielt hat, letztendlich ist der Mumm aber sicher für Prinz zu erwähnen, nicht … Naja, wer ist sie schon und warum sollte ihre Meinung das göttliche Ultimatum sein? Ist es nicht, wie dieser Bericht deutlich zeigt, dazu brauchts keinen Mumm, nur die Liebe und das Verständnis zum Hund und umgekehrt.

  7. Carla

    Ich denke schon, dass es Mumm braucht um einer TV Expertin zu widersprechen und eigene Wege zu gehen. Ist es nicht genau das Problem mit den vRS? Dass die Leute sich falten lassen und sich nicht trauen gegen der Welt einizge Expertin zu handeln? Es braucht immer Mut wenn ein Laie sich gegen Expertenrat stellt.

  8. Marion Meister

    Nachdem ich den Erfahrungsbericht „Der Fall Prinz“ gelesen hatte, war ich tief betroffen. Ich empfinde ihn gegenüber Prinz, Maja Nowak und auch gegenüber meiner Person als recht unfair. Unter einem Erfahrungsbericht verstehe ich das Berichten eigener Erfahrungen – wie das Wort ja schon sagt. Hier handelt es sich jedoch über weite Strecken um Informationsweitergabe aus 2. Hand, die an einigen Stellen dementsprechend ungenau und einseitig ist (um es mal vorsichtig auszudrücken). Darum möchte ich nun meine eigenen Erfahrungen dazu weitergeben. Bereits im Erfahrungsbericht „Der Fall Prinz“ veröffentlichte Sätze habe ich dabei kursiv geschrieben.

    Vor seiner Vermittlung an Frau H. habe ich mich 15 Monate lang fast täglich um Prinz gekümmert. Er war anfangs sehr ängstlich. Nach kurzer Zeit konnte ich mit ihm recht problemlos Gassi gehen, jedoch wurde es dann von Monat zu Monat komplizierter: er sprang mich an, winselte, jaulte, zerlegte Stöcke wie irre…. Nach einem 2-wöchigen Urlaub begann er sogar, mir die Kleidung zu zerreißen. (siehe ZDF-Doku) Diese extreme Unruhe verschwand auch nach langen Spaziergängen und viel Auspowern nicht.

    Alle in dem hier veröffentlichten Schreiben von Frau Dr. Ruf zitierte Fachkräfte waren ratlos: sie selbst, ihr Lebensgefährte, Herr Sperlich, Hundetrainer Schaal und die gelernten Tierpflegerinnen. Deren Erklärung war lediglich, dass er noch nicht viel erlebt hat und deshalb überfordert und ängstlich wäre. Aber warum flippte er dann hauptsächlich bei mir so aus, obwohl es Monate vorher recht gut lief.

    Im Tierheim begegnete man seinem problematischen Verhalten oft mit Leinenruck, Anschreien und einige Male sogar mit Schlagen mit der Leine. Einige Mitarbeiter hatten ihn jedoch auch ins Herz geschlossen und versuchten, liebevoll und geduldig mit ihm umzugehen. Oft wurde ich im Tierheim gefragt, was ich denn an diesem durchgeknallten Hund finde. Prinz war für mich ein ganz besonderer Hund – und in fast 10 Jahren als Gassigeher habe ich schon viele Hunde ins Herz geschlossen – ohne dass ich dies richtig beschreiben könnte. Wäre er ein Mensch, hätte ich ihn als `weise` bezeichnet.

    Hier mal beispielhaft ein Erlebnis mit ihm: Bei einem Spaziergang im dichten Nebel hörte ich plötzlich eine Frau in großer Entfernung nach ihrem Hund rufen. Kurz darauf tauchte vor uns ein aggressiv bellender größerer Mischlingsrüde auf. Sicherheitshalber löste ich Prinz von der Leine. Daraufhin baute er sich neben mir auf und tat nichts, als diesen tobenden Hund zu fixieren. Für mich dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, in der uns der Hund wütend umkreiste. Endlich zog er in Richtung Frauchen ab…

    Die Dreharbeiten und die Beratung durch Maja Nowak sah ich als eine Chance, Prinz doch noch helfen zu können. Nach wie vor steht jedoch eine Genehmigung für die Verwendung des Film-Materiales von “Prinz” durch das Tierheim als damaligem Eigentümer des Hundes aus. Diese Aussage stimmt so nicht. Schon bevor ich mich bewarb und auch während des Bewerbungsverfahrens stimmte ich mich ständig mit der Tierheimleitung ab. Frau Dr. Ruf und Herr Sperlich gaben mir bereits vor der Bewerbung ein mündliches O.K. und später dann ihr schriftliches Einverständnis zu den Dreharbeiten. Wörtlich schrieb mir Frau Dr. Ruf, dass sie sich freut, dass meine Bewerbung erfolgreich war. Diese Mail habe ich noch auf meinem Rechner. Am Morgen des Drehtags sagte sie mir am Telefon, dass das Tierheim ab 10 Uhr für das Filmteam geöffnet ist und stellte sich sogar selbst für Aufnahmen zur Verfügung, indem sie ein Interview vor der Kamera gab.

    Die Vierbeiner wurden zusammen ausgeführt. Bereits nach wenigen Minuten beklagte Maja Nowak den „Doppelbesatz“ der beiden Hunde und warf der Familie und dem Tierheim sogar verantwortungsloses Handeln vor, wenn “Prinz” in ihre Hände geriete. Vieles davon geschah vor laufender Fernsehkamera und wurde gesendet. Diese Sätze kann jeder selbst überprüfen, indem er sich die Sendung anschaut: ZDF-Mediathek: Die Hundeflüsterin: Die Briefträger-Attacke ab Minute 31. Ich möchte unterstreichen, dass die Aufnahmen niemals gestellt oder vorher besprochen waren, nicht wiederholt wurden, weil irgend etwas noch besser rüber kommen soll o.ä. Die Kamera lief völlig im Hintergrund. Die Hunde wurden nicht ausgeführt, sondern nacheinander und dann gemeinsam auf ein für sie fremdes Gelände gelassen und lediglich beobachtet. Ich kann in der gesamten Sendung keinen Vorwurf von Seiten Maja Nowaks entdecken (habe auch in den Drehpausen keinen gehört). Sie stellt lediglich fest, dass sie es schade findet, dass die Hunde – da beide Chef – nicht zueinander passen.

    Wer die Doku anschaut, wird sehen, dass das Verhalten der Hunde recht deutlich war. Da ich auch bei ersten gemeinsamen Spaziergängen der beiden Hunde dabei war, kann ich sagen, dass sie sich von Anfang an nichts zu sagen hatten. Anka war „bedient“, wenn sie Prinz sah – auch wenn er friedlich neben mir lief. Auch im Auto protestierte Anka, selbst wenn Prinz ruhig hinten im Kofferraum saß.

    Dagegen gab es zeitgleich im TH einen jungen Rüden passender Größe, von dem Anka regelrecht begeistert war und er von ihr. Ich denke doch, dass bei den meisten Nutzern dieser Seite Einigkeit darüber besteht, dass beim Vergesellschaften von Hunden Harmonie und Sympathie der Hunde füreinander wichtige Entscheidungskriterien sein sollten. Darum hatte Maja Nowak in einem Brief an Frau H. nochmals an sie appelliert, doch zu Durchdenken, ob sie im Interesse der Hunde nicht auch die Aufnahme dieses passenden Rüden in Erwägung ziehen könnte.

    Ergänzen möchte ich an dieser Stelle auch, dass sich Maja Nowak bereit erklärte, ein Zuhause für Prinz mit einem wirklich zu ihm passenden Hund zu suchen, also einem Hund, mit dem er harmoniert und sich nicht – trotz gegenseitiger Abneigung – notgedrungen irgendwie abfinden muss. Dafür war ich ihr sehr dankbar. Da mir Prinz in den 15 Monaten total ans Herz gewachsen war, hätte ich ihn sehr gern zu uns nach Hause geholt. Leider hatte das Zusammenführen von unserem Hund Rudolf und Prinz das selbe Ergebnis wie bei Prinz und Anka: die Hunde lehnten sich ab.

    Ich selbst habe Frau Nowak nur sehr flüchtig an jenem Drehtag wahrgenommen, als sie einen anderen Hund unseres Tierheims begutachtete und war von dem, was ich dort gesehen habe, enttäuscht. Dass Frau Dr. Ruf – abgesehen von ihrem Interview vor der Kamera – sich an diesem Tag nicht für den Besuch von Maja Nowak interessierte, hat außer mir auch andere Anwesende unseres Tierschutzvereins sehr verwundert. Wir hatten erwartet, dass sie, als Verantwortliche für Tiere und Mitarbeiter im Tierheim (anstelle der früheren Tierheimleiterin lautet ihre Stellenbezeichnung jetzt „Koordinatorin“) den Besuch einer Hundeexpertin als gute Gelegenheit sieht, vielleicht einige gute Hinweise für einige Problemhunde zu bekommen.

    Meine Tierpflegerinnen erzählten mir dann noch, dass sie beim Ablaufen vor den Zwingern, bei mehreren anderen Hunden noch deren „Leithund“-Status diagnostizierte, an diesem Punkt … war die Kompetenz der Frau Nowak für mich schon erledigt.
    Diese „Leithund-Diagnosen“ betrafen 2 Hunde: In den Wochen vor den Dreharbeiten hatte ich einige Male beobachtet, dass Prinz und eine Schäferhündin sich regelrecht die Köpfe einrannten und immer wieder aufeinander losgingen, wenn sie in nebeneinanderliegenden Freiausläufen waren. Darum hatte ich Frau Nowak nach ihrer Einschätzung gefragt. Diese Schäferhündin kam dann übrigens kurz danach regelmäßig mit einem anderen Schäferhund in den Freiauslauf, bei dem Frau Nowak keinen Leithund vermutete und ich konnte beobachten, wie toll die beiden harmonierten und sich auch die Schäferhündin entspannte. Ab sofort lag sie oft in der Mitte der Wiese und „ihr Arbeiter“ übernahm die Kontrolle und Bewachung des Zauns.

    Nach Ende der Dreharbeiten wurde Maja Nowak dann noch von Tierheimmitarbeiterinnen wegen eines schwierigen Hundes (Alfred) um Rat gefragt. Obwohl das Kamerateam bereits auf die Abreise wartete und es schon ziemlich spät war, ging sie noch mit zum betreffenden Auslauf und gab Hinweise für den Umgang mit Alfred – den sie ebenfalls als Leithund einschätzte. Alfred, ein junger und sehr intelligenter Rüde, hatte wohl sehr schlimme Erfahrungen mit Menschen gemacht und auch bereits gebissen. Um ihm eine einigermaßen lebenswerte Zukunft zu ermöglichen, setzte sich Frau Nowak für eine Stelle auf einem Reiterhof ein, wo man sich speziell um solch gestörte Hunde kümmert. Kurz darauf erhielt ich auch tatsächlich die Zusage, dass Alfred kommen könnte – für ihn ein „Fünfer im Lotto“. Dieses Hilfsangebot wurde leider von Frau Dr. Ruf, Herrn Sperlich und Herrn Schaal (dem damaligen Vorstand) ohne Gründe abgelehnt. Statt dessen wurde Alfred unter Betäubung kurz darauf ein Maulkorb angelegt, den er fast 3 Wochen (!) rund um die Uhr tragen musste: Füttern, Trinken, Spielen… alles durch die winzigen Öffnungen. Er lebt noch heute in seinem Tierheimzwinger. (www.tierheim-vielau.de)

    Unser Vereinsmitglied, das uns Frau Nowak quasi ins Haus gebracht hat … ist zur Nowak-Jüngerin geworden und lauert der Übernehmerin und Prinz regelrecht an ihrem Wohnort auf. Wie sonst sollte man erklären, dass sie sie rein zufällig in der Nähe des Hauses am anderen Ende des Landkreises trifft…? Hier glaubte ich beim Lesen, meinen Augen nicht zu trauen. Zunächst gibt es für mich als Christ nur eine Stelle, wo ich mich als Jüngerin fühle… Nun zur Erklärung dieser Unterstellung: Lange bevor Prinz zu Frau H. vermittelt wurde, arbeitete ich bereits in deren Wohnort, wenige Querstraßen entfernt in der Physiotherapie meines Bruders. Obwohl es mir schwer fiel, nicht nach Prinz zu schauen, bin ich bewusst nie in die Nähe ihres Hauses gegangen oder gefahren. Als ich jedoch an einem Sommerabend nach der Arbeit nach Hause fuhr, sah ich Frau H. mit Prinz an der Leine (ohne Anka) und stieg aus. (Bei einer Hundewanderung kurz zuvor hatte mir Herr Schaal ausgerichtet, dass Frau H. mir dankbar ist für die 15-monatige Betreuung von Prinz und mich bald einmal einladen möchte.)

    Obwohl ich mich riesig freute, Prinz wiederzusehen, war ich auch sehr erschrocken. Herr Schaal hatte mir bereits Monate zuvor berichtet, dass Prinz ruhiger und ausgeglichener geworden sei und sich eingelebt habe. Nun erlebte ich einen Prinz wie in schlimmsten Tierheimzeiten. Er stand komplett unter Strom und geriet bei geringen Außenreizen auf der eigentlich ruhigen Straße in helle Aufregung – wie ich dann vom Auto aus beobachtete. Er legte gegenüber Frau H. das gleiche Verhalten an den Tag wie zu Tierheimzeiten mir gegenüber (winseln, maßregeln…) und arbeitete sich nach wie vor ab in dem vergeblichen Bemühen, sie zu hüten.

    Mehrfach verweist Frau Dr. Ruf in ihrem Schreiben auf eine „Drohmail“, die Frau Nowak an Frau H. geschickt hatte. Meiner Meinung nach war dies ein sehr sachliches und überaus berechtigtes Schreiben. Hier einige Zeilen daraus:

    sehr geehrte frau h.,
    wie ich von marion meister erfuhr, wollen sie prinz zu sich nehmen, obwohl weder
    ihre hündin, noch prinz interesse aneinander zeigen und miteinander nicht leben
    wollen und prinz hinzu kommend, ein ganz anderes leben benötigt.

    ich habe auch gehört, dass ihre hündin gefallen gefunden hat an einem zweijährigen
    rüden, vor dessen zwinger sie schwanzwedelnd stand und der zurück wedelte.
    da ich mir nicht vorstellen kann, dass sie … alle bedürfnisse um sich herum
    ignorieren, denke ich, dass sie auch diesen rüden in betracht ziehen?

    Einige Sätze habe ich gelöscht mit Rücksicht auf Aussagen, die in Frau H.s Privatsphäre gehören.

    Frau M. nutzt Ihre E-Mail an mich, die Sie ihr offenbar ebenfalls zugesandt haben, nunmehr dazu, Ihrerseits schwerste Vorwürfe gegen Familie H. zu erheben. Familie H. ist auch darüber sehr verärgert. Wie bereits erwähnt, wurden mir durch Herrn Schaal sowohl kurz nach Prinz´ Vermittlung als auch einige Monate später Grüße von Fam. H. übermittelt und mir ausgerichtet, dass Fam. H. mir sehr dankbar ist für die Betreuung von Prinz während seiner Zeit im Tierheim und mich irgendwann einladen möchte.

    Um zu verdeutlichen, wie meine „schwersten Vorwürfe gegen Familie H.“ lauteten, hier die entsprechenden Zeilen aus dem einzigen(!) Brief, den ich unmittelbar nach Prinz´ Vermittlung an sie schrieb.:

    Liebe Frau H., …
    ich denke schon, dass Sie die Erklärungen von Herrn Schaal überzeugt haben, dass Sie der Meinung sind, dass Prinz zu Ihnen und mit der Zeit auch zu Anka paßt und dass Sie es gut mit ihm meinen…
    Ich möchte auch die Arbeit von Herrn Schaal nicht schlecht machen. Aber ich kann seine
    Herangehensweise einfach nicht mehr teilen…Wenn Prinz an einen Baum gebunden wird, weil er wieder hochgesprungen ist, dann bleibt er natürlich irgendwann sitzen, damit Sie wiederkommen. Und wenn mir Herr Schaal erklärt, dass Prinz im Zwinger winselt, weil er ängstlich ist und das halt noch lernen muss, dann kann ich auch da nicht zustimmen… er winselt dann auf Grund dieses Kontrollverlustes. Nochmals ich möchte weder Ihre Bemühungen mit Prinz noch die Arbeit von Herrn Schaal in irgendeiner Weise schlecht machen. Mir geht es lediglich um Prinz. Sonst hätte ich ihn längst zu uns genommen, denn er ist mir so ans Herz gewachsen wie mein eigener Hund. Aber leider wären die beiden Rüden auch nicht glücklich miteinander geworden. Danke dass Sie mich am Freitag gleich angerufen haben.
    (Trotz allem) Herzliche Grüße – auch an Ihren Mann – und eine dicke Umarmung an Prinz

    Nach diesem Brief hatte ich – ausgenommen der geschilderten Begegnung – keinerlei Kontakte mehr zu Fam. H.

    Alle von Frau Dr. Ruf so lobend erwähnten Fachkräfte hatten in den 15 Monaten keinerlei
    Lösungsvorschläge für den Umgang mit Prinz´ Hyperaktivität. Ich habe Prinz nie ruhig und entspannt erlebt. Erst Maja Nowak gelang dies innerhalb kurzer Zeit, wie dies im Film so toll „eingefangen“ wurde (trotz damals unbehandelter Schilddrüsenerkrankung!). Auch ich habe ihn dann, als ich ihre Tipps umsetzte, noch einige Male so erlebt, wofür ich heute sehr dankbar bin. So konnte ich doch noch DEN Prinz erleben, der er sein könnte, wenn er durch sein Umfeld die Chance dazu bekäme.

    Zum Schluss möchte ich noch einige Gedanken zu den Beiträgen auf dieser Seite loswerden: Keiner von uns hat die Weisheit mit Löffeln gefressen. Jeder macht andere Erfahrungen. Um es mit einem Satz aus der Bibel zu sagen: „Denn was wir erkennen, ist immer nur ein Teil des Ganzen.“ Darum sind wir auch darauf angewiesen, voneinander zu lernen und ich bin sehr für offene Diskussionen. Dazu gehört aber unbedingt die Achtung vor denen, die eine andere Meinung und andere Erfahrungen haben.

    Halbwahrheiten aus 2. Hand, das Breittreten von Details aus dem Privatleben anderer und das Unterstellen unlauterer Motive haben mit einem sachlichen Austausch nichts zu tun und ich finde es schade, dass derartige Äußerungen auf Kosten anderer auch noch Beifall finden.

    Ich gehe davon aus, dass alle, die auf dieser Seite etwas veröffentlichen, vor allem daran interessiert sind, die Situation der Hunde in unserem Land zu verbessern. Die Tierheime sind voll von durch Menschen verletzten Hunden und es werden immer mehr… In vielen Ländern Europas werden Hunde gefangen und grausam umgebracht. All dies sollten wir – bei allem Verständnis für die Wichtigkeit des Themas Rudelstellung – viel mehr in den Mittelpunkt unseres Einsatzes für Hunde stellen.

  9. Klaus

    Wenn wir die Situation unsere Hunde verbessern wollen ist es gerade wichtig Hundehalter vor solchen Leuten wie Frau Ertel und dessen Anhängern zu schützen.

  10. Ungerudelt

    Zitat Marion Meister:
    „Erst Maja Nowak gelang dies innerhalb kurzer Zeit, wie dies im Film so toll „eingefangen“ wurde (trotz damals unbehandelter Schilddrüsenerkrankung!)“
    Zitat Ende.
    Was so schön eingefangen wurde, ist, dass Verhaltenshemmung funktioniert – auch bei Schilddrüsenproblemen. Punkt. Symptomunterdrückung, Impulskontrolle- mehr nicht.
    Liebe Frau Meister, auch wenn es ganz nett aussieht, wie innerhalb kurzer Zeit ein vollkommen überdrehter Hund mit Schilddrüsenproblemen plötzlich „ruhig“ sitzt , steht, oder liegt und seine Verhaltensimpulse erfolgreich unterdrückt, empfehle ich Ihnen und auch anderen, die soetwas als erstrebenswerte Lösung empfinden, sich ein wenig tiefer mit Neurobiologie/Psychologie zu befassen.
    Zum allerersten Einstieg in die Thematik Impulskontrolle:
    http://www.hundehirn.de/impulskontrolle/
    Buchtipp: Die Neuropsychologie des Hundes von James O Heare
    http://www.amazon.de/Die-Neuropsychologie-Hundes-James-OHeare/dp/3936188467
    Schnelle Sofortlösungen, wie im Film gezeigt helfen nämlich manchmal nur dem, der sie verbreitet und dem, der gegenüber manchen Problemen auf Grund des Mangels an eigenem Wissen und Erfahrungen hilflos ist. Mit dem Hund macht es was – sehr intensiv – aber echte Hife für Hunde mit Problemen sieht anders aus.
    MfG, Angelika Mitlmeier

  11. Timbra

    Das mit der nicht erteilten Genehmigung zur Verwendung des Filmmaterials habe ich auch nicht so recht nachvollziehen können. Man lässt das Fernsehen drehen und beruft sich hinterher darauf, man hätte nicht in die Ausstrahlung des Filmmaterials eingewilligt? Seltsam…

    Was ich allerdings gut nachvollziehen kann, ist, dass das Tierheim und die neuen Halter von Prinz stinksauer sind. Ich jedenfalls wäre es.
    Da sitzt ein schwer vermittelbarer Hund im Tierheim und nach über einem Jahr melden sich mit dem Ehepaar H. endlich ernsthafte Interessenten, die selbst schon eine ältere Schäferhündin haben. Frau H. geht erst mit dem Hund allein und dann fast vier Wochen mit beiden Hunden zusammen spazieren. Dann kommt die Frau ZDF-Hundeexpertin, von der man sich eigentlich ein paar Tips im Umgang mit dem schwierigen Hund versprochen hatte, stellt die beiden Hunde auf eine Wiese und binnen ein paar Minuten ist Prinz‘ Schicksal besiegelt wurde: „Da ist keine gute Verbindung möglich.“ Neues Zuhause ade!
    Als sich das Ehepaar H. doch zu einer Übernahme von Prinz entschließt, lässt Nowak noch immer nicht locker, sondern schickt Frau H. eine freche Mail, in der sie Frau H. die Übernahme eines anderen Hundes nahegelegt, weil der und ihre Hündin sich doch so nett durch den Zaun beschnüffelt hätten. Als Fazit heißt es: „da ich mir nicht vorstellen kann, dass sie … alle bedürfnisse um sich herum ignorieren, denke ich, dass sie auch diesen rüden in betracht ziehen?“ Wie unverschämt ist das bitte?!

    Das alles erinnert total und absolut an diese Ertel’schen „Workshops“.

    Zu Prinz‘ Verhaltensproblemen noch folgende Schilderungen von Frau Meister (die ich keinesfalls persönlich angreifen oder verurteilen möchte), hinzu kommen seine Maßregelungen aus der Sendung und daß der Hund notgedrungen den Rest des Tages im Zwinger verbrachte, wo er nichts zu tun hatte und seinen Focus infolgedessen mitunter sehr stark auf den Spaziergang mit Frau Meister gelegt hat:

    „Er war anfangs sehr ängstlich. Nach kurzer Zeit konnte ich mit ihm recht problemlos Gassi gehen, jedoch wurde es dann von Monat zu Monat komplizierter: er sprang mich an, winselte, jaulte, zerlegte Stöcke wie irre…. Nach einem 2-wöchigen Urlaub begann er sogar, mir die Kleidung zu zerreißen.“
    „Aber warum flippte er dann hauptsächlich bei mir so aus, […].“
    „Bisher habe ich gedacht, es ist […] zum anderen eine Angst, die er hat. Und wollte ihn eben beruhigen durch das Streicheln. Und habe aber gemerkt, eigentlich bringt’s ihn immer noch mehr hoch und putscht ihn eher auf.“

    Das läuft dann ein paar Monate so weiter…

    Aber kommen wir noch einmal zurück zur Wiese.
    Nach meiner bescheidenen Beobachtung waren da zwei Hunde, die sich schon kannten und sich neutral verhielten, wobei die Hündin eine gute Bindung an ihr Frauchen zu haben schien. In der Situation auf der Wiese wirkte Prinz auf mich am entspanntesten im Vergleich zur übrigen Sendung. Was ich dagegen ganz schlimm fand, war, als Nowak, nachdem sie Frau Meister gezeigt hatte, wie man den Hund am besten niederzischt, Prinz an der Leine hatte. Der Hund hat in dieser Situation einen Rundrücken, dass ich dachte, gleich bricht seine Wirbelsäule durch. Und entspannt war er nun wirklich in keinem einzigen Moment.

    Für mich persönlich ist die wohl beste Ausgangsbasis für eine Mehrhundehaltung ein neutrales Verhalten der Hunde zueinander, schon wegen der Gruppendynamik. Wenn ein Hund meinen Hund hüten, beschützen oder sichern würde, wäre das ein nicht unerheblicher Aspekt, der gegen die Übernahme des betreffenden Hundes sprechen würde, ebenso wenn mein Hund eine Verantwortlichkeit für den anderen Hund in den Raum stellte.

    Womit sich Nowak allerdings so richtig nachhaltig ins Aus geschossen hat, war ihr unerträglich plattes Rudelstellungsgeblubber. Ich fand Nowaks bananige Körpersprache mit den übertriebenen Armbewegungen immer schon stark grenzwertig, aber das? Wirklich kaum zu fassen! Kleiner Trost: Sie hatte die Mütze des Grauens wenigstens nicht auf.

    Ach, und eine Frage drängte sich mir am Ende noch auf: Wo ist eigentlich der Welt einzig wahre Rudelstellungseinschätzerin bei dem Ganzen geblieben?

  12. Gaby

    <>

    @Timbra: Die wahrhaft Erleuchtete hat die Hunde wohl vorher eingeschätzt, wollte aber in der Sendung nicht genannt werden. Allerdings ist in der Folge mit Diego/Emma etwas schief gelaufen, denn längere Zeit nach der Sendung haben sich beide Hunde als falsch eingeschätzt herausgestellt – was die RS-Gemeinde nicht daran gehindert hat, gleich nach der Folge die „tolle Arbeit“ des angeblichen „MBH“ zu bejubeln, der sich später als „VLH“ und somit als „Fehlbesatz“ zum bearbeiteten Hund herausstellte. Achtung, Mütze!!

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2119704/Hundefluesterin-Das-tierische-Kraftpaket#/beitrag/video/2119704/Hundefluesterin-Das-tierische-Kraftpaket

  13. Nici

    Und sowas wie die eben genannte Fehleinschätzung macht die „Rudler“ immer noch nicht stutzig??

    Da wird ein Hund als MBH eingeschätzt und sein Verhalten wird vor diesem Hintergrund beleuchtet, analysiert und in den Himmel gelobt und einige Zeit später ist er plötzlich ein VLH, Fehlbesatz und hat alles falsch gemacht? Schuld ist sicher der Hund, der da so kackendreist geschauspielert hat und sich als MBH ausgegeben hat, obwohl er doch ein VLH ist.
    Irgendwann musste er natürlich seine Maskerade aufgeben und sein wahres Gesicht kam zum Vorschein.

  14. Elfi

    Da hängt ihr euch an EINEM Fall auf. Und was ist mit
    den vielen anderen Haltern und Hunden bei denen das
    häusliche Leben nach Nowak Kontakt jetzt „rund“ läuft?

  15. Tina

    Der „un“Sinn geht auch dieses Jahr wieder in die nächste Runde. Man kann sich ja mal die aktuelle buchungssituation bei den ertelschen Workshops ansehen. Sie werden wieder gut besucht. Gebuchte Plätze sind online einsehbar. Man darf einfach nicht Gras über hartmannsreuth wachsen lassen.

  16. Daniel Kruse

    Eine sachliche Diskussion wäre hier hilfreich gewesen, um einen möglichen Fehler von Frau Nowak konstruktiv zu diskutieren. Frau Nowak bewegt sich jedenfalls argumentativ und kommunikativ auf einem respektablen Niveau. Wer sich aber hier im anonymen Rahmen in seiner Kritikäusserung zu sehr ereifert, macht sich verdächtig seinen gesamten Alltags- bzw. Lebensfrust kaltherzig mit in den Diskussionsring zu werfen, was verständlicherweise sehr hinderlich ist und für unnötigen Stress sorgt.

    Ich bin ganz bei der Meinung von Elfi. Um über einen Menschen abschliessend urteilen zu können, muss man ihn schon etwas genauer betrachten und im besten Fall auch persönlich bzw. im Alltag kennenlernen. Nur dann wird man demjenigen auch gerecht. Also ein mgl. Negativbeispiel nicht über alle Erfolgsbeispiele stellen und damit ignoranten Rufmord betreiben.

    Ich fände es zudem auch schön, wenn sich mehr Menschen für die Problematik der Qualzüchtungen interessierten, wozu ja leider auch der „beliebte“ Mops zählt. Alle lieben den Mops, das aufgezüchtete Kindchenschema (KS) fordert es. Was aber trotzdem nicht im Sinne der Tiergesundheit ist. Und auch im TV wurde der Mops schon zu oft gehypt, das zuchtgemässe KS packt sie alle und vernebelt den gesunden Menschenverstand.

    Einen klaren gesunden Menschenverstand sehe ich tatsächlich bei Maja Nowak, die aus tiefgreifenden Lebenserfahrungen und Schicksalsschlägen weise geworden ist und intuitiv herzensgut, dabei konsequent hart, aber fair meist sehr souverän agiert.

    Die Berichte aus Tierheimen, welche mit wenigen finanziellen Mitteln die von der ignoranten Gesellschaft ungewollten Tiere beherbergen, sind teils sehr tragisch und der notgedrungene ökonomisch optimierte Umgang mit den Tieren dort erinnert mich auch an die Zustände in Altenheimen bzw. Geriatrien. Hier die Schuld bei den ausführenden Kräften zu suchen ist dementsprechend auch zu eindimensional gedacht. Die empathielose nutzenorientierte Konsum- bzw. Wohlstandsgesellschaft tut dem Menschen ansich und schliesslich auch den Tieren in der Natur sowie den Haus- und Nutztieren nicht gut.

    Es ist eine Krux, dass mit einer stark konsumorientierten Gesellschaft auch immer ein Werteverfall einhergeht. Genauso wie auch in der Unterschicht erst das Fressen und dann die Moral kommt. Trotzdem gibt es beim Menschen einen ureigenen Hang zur Solidarität und z.B. beim Hund die Selbstlosigkeit, der gefördert werden sollte und nicht unterdrückt werden darf. Anscheinend zeichnet sich langsam aber stetig auch wieder ein Trend Richtung „erst die Moral und dann das Fressen“ ab, was für eine revolutionäre gesunde und ethisch korrekte Weiterentwicklung der Wohlstandsgesellschaft spricht.

    Bleibt noch der ewige Interessenskonflikt zw. Schulmedizin und traditioneller Heilkunde (bei Mensch und Tier), zwischen Industrielobbyismus und realen politischen > gesellschaftlichen Notwendigkeiten. Der Egoismus führt viele Menschen leider immernoch in die Versuchung eine bestimmte betimmende Macht in der Welt auszuüben, ohne zu merken, dass diese in eine destruktive rationalistisch empathielose Richtung führt.

    Meiner Meinung nach kommt die Herangehensweise von Frau Nowak im Umgang mit den Hunden einem fliessenden Zustand nahe, in dem Herz und Verstand nicht konkurrieren sondern kooperieren.

    Diese Fähigkeit wieder zuerlangen sollte sich eigentlich die gesamte Menscheit auf die Fahne schreiben und eine sinnvolle Revolte Richtung Menschwerdung vorantreiben. Siehe auch: http://tinyurl.com/Gerald-Mackenthun

    Damit wir dem erklärten Staatsziel „den Umgang mit Tieren in ethisch verträgliche, tierschutzgerechte Bahnen zu lenken“ zukünftig auch maximal, anstatt nur minimal, gerecht werden können (siehe § 20a Grundgesetz). Weil es eben auch der Menschwerdung dient, wenn man den Tieren hilft und i.B. den Hunden Hilfe zur Selbsthilfe angedeihen lässt, wie es Frau Nowak praktiziert.

    Mehr Ganzheitlichkeit (siehe Holismus) in der Betrachtung von Problemen – im gesamten Weltverständnis, kann helfen einander besser zu verstehen und Missverständnisse, i.B. in Verbindung mit Hassgefühlen und Frustrationen, zu reduzieren.

  17. Carlos de la Mediaselva

    vielen dank daniel kruse für deine rationalen gedanken, die, wie ich finde die an vielen stellen sehr unsachliche diskussion in diesem blog mehr als gelungen neutralisieren.
    soll doch jeder mit seinem hund so umgehen wie er meint. ich tue es in der viel gescholtenen walldorfmanier der maja nowak und habe nur gute erfahrungen damit gemacht.
    an alle kritiker von nowak: es war noch nie gut zu glauben, im besitz der alleinigen wahrheit zu sein. mehr ganzheitlichkeit täte hier sicher an vielen stellen gut!

  18. jcl

    Hier ging es eigentlich um RS und nicht um die Ganzheitlichkeit der Maja Nowak. Allerdings sehe ich an den Zugriffen hier, dass nach „Rudelstellungen“ kaum noch gegoogelt wird, während über „Maike Maja Nowak“ durchaus noch Traffic reinkommt. – Nowak ist sicher eine ehrliche Person und hat eine Zeitlang an „Rudelstellungen Original“ ernsthaft geglaubt. Es war also nicht nur eine Masche fürs Fernsehen. Um sich aber von jemandem wie Barbara Ertel dermaßen einseifen zu lassen, dass man zwei der eigenen Hunde weggibt, dafür braucht es schon erhebliche Naivität und auch einen Mangel an Reflektion und Verantwortung.

  19. Reimar

    Also vorweg mal ist es immer gefährlich einseitig zu berichten, da scheinbar die Verfasserin keinen Zugriff auf irgendwelches Material hatte, außer der Sendung und dem Brief von Tierheim.
    Nach dem Brief vom Tierheim ist man genauso schlau wie vorher, da dort nicht der Brief von Frau Nowak zu finden ist, weder der an die Halter noch an das Tierheim.
    Eine volle Meinungsbildung ist somit nicht möglich.
    Daher ganz gut dass sich Frau M. hier zu Wort gemeldet hat, auch wenn man sehr schnell an den folgenden Kommentaren ließt, das dieser nur von ca. 2 Personen ganz gelesen wurde.

    Zusammenfassend kann man sagen:
    – Tierheim war überfordert
    – Frau M. hatte eine Idee
    – Frau Nowak wurde eingeladen von Frau M., Tierheim war sehr erfreut.
    -> Tierheim hatte eine feste Vorstellung
    – Frau Nowak hat erstmals eine Lösung gefunden
    – Ihre Meinung hat der Vorstellung des Tierheims und willigen Halters nicht entsprochen
    – Tierheim setzt sich durch und wird bockig
    – Frau Nowak versucht für den Hund das Beste noch zu retten (Ihrer Meinung nach) und schlägt direkt dem Halter einen anderen Hund vor.
    – Das Tierheim fühlt sich angegriffen.
    -> Einige Wochen später
    – Frau M. beobachtet das der Hund scheinbar nicht glücklich ist und der Halter evtl. überfordert.
    – Frau Nowak kann einen Hund vermitteln
    – Das Tierheim lehnt ab (wahrscheinlich weil Frau Nowak den Hund vermittelt hat) und der Hund bleibt im Tierheim und ist auf grund seiner Geschichte wesentlich schwerer zu vermitteln.

    Nun ich habe in meinem Leben schon mit mehreren tausenden Leuten Email-Kontakt (beruflich bedingt) zu tun gehabt und weiß wie unsachlich sich viele angegriffen fühlen und das auch zeigen, ohne mal nachzudenken. Und dann auf stur stellen.
    Diese ganze Aktion sieht sehr danach aus.
    Da sind „unfähige“ Akademiker die erst Hilfe annehmen und da es nicht nach ihren Vorstellungen läuft, komplett dicht machen. Wohl bemerkt auf dem Rücken der Hunde.
    Und dann in einer Email mit ihren Fachkentnissen prahlen, aber selber Monate lang keinen Plan hatten.

    Das Tierheim wollte diesen Hund um jeden Preis los werden, wieso die aktuellen Halter unbedingt diesen Hund wollten ist nicht ersichtlich. Eine Fremdmotivation durch das Tierheim kann ich nicht mal ausschließen. Hätten sie nur einen 2. Hund gesucht, hätte es der andere auch getan.

    Scheinbar hat Frau Nowak einen anderen Hund (Alfred) vermitteln können, wahrscheinlich noch schwerer zu vermitteln, denn er hat ja schon gebissen und diverse Probleme.
    Spätestens hier hätte das Tierheim jubeln müssen, aber lehnen es ab.
    Hier sieht man schön die Natur der Geschichte und lässt das Tierheim wie ein störisches Kleinkind erscheinen.

    Man muss ja kein Fan von Frau Nowak sein, aber das sollte eigentlich jedem auffallen und lässt das Tierheim als nicht sonderlich seriös erscheinen.
    Rudelpraxis hin oder her.
    Hier sollte man sich erstmal fragen ob Frau Nowak etwas sieht, was manch anderen entgeht und es nur so benennt. Aber nur weil sie es als Rudelverhalten bezeichnet muss es das noch nicht sein, die Bezeichnung komplett außen vor gelassen.
    Es sagt auch niemand das dies so komplett stimmig ist, dennoch hilft es vielen Hunden und Haltern, kann also nicht komplett falsch sein. Es hat bekanntlich auch keine die Weisheit mit Löffeln gefressen.
    Das dann eine Frau Nowak auch mal komplett falsch liegt, kommt beim besten Hundetrainer vor.
    Aber sie dürfen ja nicht fehlbar sein.
    Es geht schließlich um den Hund, nicht um den Ehepartner.
    Aber macht einer mal ein Fehler wird darauf bis zu ihrem Tode darauf herum geritten und genau das als Beweiß geführt, dass die Theorie falsch sein muss.

    Anderseits wird immer gesagt das jeder Hund individuell ist, ist es dann so ungewöhnlich das man irrt?
    Natürlich trifft es auf jedes Lebewesen zu.

    Ok jetzt konnten die Theorien von Frau Nowak oder Herr Millan bisweilen nicht bestätigt werden, auch wenn sie funktionieren.
    Nun die Wissenschaft ist ebenso irrbar und deren Theorien werden jährlich in verschiedenen Bereichen verworfen und neu erforscht.
    Jedes mal gelten sie als unfehlbar, es ist ja schließlich ein wissenschaftliches Ergebnis, bis sie dann „berichtigt“ werden und dann sind sie wieder unfehlbar ….. für eine Weile.
    Ist irgendwie wie damals mit den Büchern: es steht schwarz auf weiß
    Das nicht alles stimmt was es in ein Buch geschafft hat, das wissen wir mittlerweile, hat aber lange gedauert…
    Keiner macht sich die Mühe mal so einen wissenschaftlichen Bericht zu lesen, geschweige den danach zu suchen und den Versuchsaufbau nach zu vollziehen. Diese sind ja auch zudem noch meist auf Englisch…
    Täte man das, würde einem das Eine oder Andere auch komisch vorkommen.
    Das was 98% der Leute wissen, sind Meinungen von Leuten die meinen diesen Bericht verstanden zu haben und Ihn entsprechend auslegen oder Meinungen die über 3. oder 4. oder mehr gegangen sind.
    Man glaubt ihnen, denn es sind ja „Experten“ (Experten sind belesene Laien.)
    Also sind es keines wegs Fakten, sondern Theorien über diesen wissenschaftlichen Bericht von jenen die diese Berichte gelesen haben.

    Ich fange mal garnicht davon an dass man auch wieder lernen sollte zu differenzieren zwischen ’schlagen‘ und ‚anstupsen‘. Und anderen Sachen, sonst werde ich nicht fertig.
    Aber nur mal ein Gedankenspiel:
    Ein Bekannter kommt in eine Disco (laute Umgebung) und er erkennt euch, nun will er auf sich aufmerksam machen tippt euch auf die Schulter.
    Hat er euch nun geschlagen oder gestupst?

    In diesem Sinne.
    Gehabt euch wohl.

  20. Sabrina M.

    Reimar, ich weiß nicht, inwiefern du dich mit wissenschaftlichen Veröffentlichungen auskennst, aber deine Auslegungen sind fast vollständig falsch und entsprechen überhaupt nicht realer wissenschaftlicher Arbeit. zunächst einmal ist es fester Bestandteil wissenschaftlichen Denkens, dass niemand die allgemeingültige Wahrheit kennt. Wissenschaftliche Theorien sind daher niemals unfehlbare und absolut 100%ig feststehende Fakten, sondern sie gelten als die beste Annäherung an die Realität. Theorien werden nicht „verworfen“ – Hypothesen werden verworfen.
    Es gibt einen Unterschied zwischen einer Hypothese (Annahme und Prognose) und einer wissenschaftlichen Theorie. Letzere ist ein ins sich logisches, auf Naturgesetzen basierendes, falsifizierbares Konstrukt, das mit real existierenden, empirischen Phänomenen verknüpft ist und einen Teil unserer realität erklärt. Wie die Evolutionstheorie. Oder Lerntheorien. Theorien werden ergänzt, wenn neue Erkenntnisse vorliegen.
    Experten als „belesene Laien“ zu bezeichnen, ist schon ein starkes Stück, vielleicht aber auch nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, wer alles gerne als „Experte“ bezeichnet wird. Jemand, der professionell einen Beruf ausübt, ist deswegen nämlich noch lange kein Experte. Ein Experte besitzt fundiertes Wissen auf seinem Fachgebiet und stellt sich dem Diskurs – das heißt, er passt seine Meinung den Fakten an, nicht umgekehrt, lässt sich kritisieren und ist an objektiven Messungen interessiert, nicht daran, die eigene Meinung durchzudrücken, weil sie ihm gefällt.

    Dass jede veröffentlichte Studie vom Ottonormalbürger direkt als „Fakt“ aufgesogen wird, ist einem Journalismus zu verschulden, der eben einzelne Studien direkt als Fakt verkauft, anstatt als individuelle Arbeit, deren Relevanz sich erst durch Wiederholung und Vergleiche ergibt. Eine einzige Studie ergibt noch keinen Fakt. Wenn eine Studie etwas Neues hervorbringt, ist das erstmal interessant. Vor der Veröffentlichung in einem wissenschaftlichen Jounral wird eine solche Studie jedoch peer-reviewed. Das heißt, verschiedene Experten desselben Fachgebiets prüfen, ob die Studie methodische Fehler enthält, oder die Ergebnisse falsch interpretiert wurden. Erst dann wird sie in einem Jounral veröffentlicht und dann auch diskutiert.
    Verschiedene Forscher werden in verschiedenen Experimenten versuchen, diese Ergebnisse zu wiederholen, sie werden Variablen verändern, um zu sehen, ob sich auch das Ergebnis verändert, und können die Ergebnisse dadurch bestätigen oder anzweifeln. Immer wieder ergeben sich daraus dann auch Vergleichsstudien, sogenannte Metaanalysen, welche die Ergebnisse verschiedener Studien zum selben Thema vergleichen. Erst hier wird sich eine klare Tendenz abzeichnen und es wird sich zeigen, wie unsere Realität aussieht und wie nicht.

    Im Falle von Frau Nowak und Frau Ertel – die durch fehlende Fortbildung und mangelnde wissenschaftliche Sachkenntnis eben keine Expertinnen sind – scheinen sie etwas zu sehen, was niemand sonst sehen kann. Da sie das, was sie sehent, jedoch nicht empirisch und falsifizierbar messen können und es auch sonst niemand messen kann, darf dessen Existenz stark angezweifelt werden. In der Wissenschaft gilt als Fakt, was unterschiedliche Experten unabhängig voneinander bestätigen können, was sich empirisch messen lässt, was falsifizierbar ist, Naturgesetzen folgt und was sich als Tendenz klar abzeichnet. Rudelstellungen fallen nicht darunter.

    Im Übrigen lese ich wissenschaftliche Veröffentlichungen, auch in englischer Sprache. Methodik und Erörterung sind hierbei die wichtigsten Abschnitte, nicht nur der Abstract.

  21. Reimar

    Hallo Sabrina, ja mir ist die wissenschaftliche Arbeit, bzw. das wissenschaftliche Arbeiten durchaus geläufig. Auch habe ich letztlich meine Ausführung nur sehr stark verallgemeinert, weil die wissenschaftliche Arbeit und die reale Wahrnehmung der Menschen die diese lesen oder zu hören bekommen – häufig eine komplett andere ist.
    Du hast ja da weit ausgeholt, weiter als nötig.
    Denn du beziehst dich eindeutig darauf, das die Ergebnisse als unfehlbar angesehen werden, was sie nicht sind. Nun die Wissenschaftler nehmen das ja auch garnicht an, sonst würden sie auch nicht weiter forschen, sondern einfach was anderes machen.
    Für die übrigen Menschen wird das aber ganz anders verkauft und leider auch noch so geglaubt.
    Und somit steht dieses Wissen eben fest und basta.
    Wie gesagt ich verallgemeinere hier sehr sehr stark, sonst würde man ja nicht fertig werden.
    Und es gibt in der Tat viele Studien wo man den Versuchsaufbau schon anzweifeln kann (was auch immer legitim ist, das zu tun) und man dann noch schauen muss wer das finanziert hat etc. etc.

    Zu der Sache mit dem „verwerfen“, Hypothesen und Theorien werden beide gleichermaßen verworfen, sollten sie sich als mangelhaft bzw. falsch interpretiert herausstellen. Also der Kern des Ganzen nicht stimmen, sollte nur was fehlen – klar das wird ergänzt.
    Der Unterschied einer Hypothese und einer Theorie ist letztlich, das die Hypothese eine Annahme / Vorhersage (Prognose) / Erwartung ist und die Theorie eine Erklärung (Interpretation) zu einer Beobachtung / Beweisführung / Messung.
    Die Annahme kann, eben so wie eine Erklärung falsch oder richtig sein.
    Dazu steht die Hypothese immer vor der Theorie, sie existieren niemals zeitgleich, da die Theorie die Hypothese bereits stützt oder eben nicht.
    Allerdings heißt eine Theorie auch Theorie weil man sich einen gewissen Zweifel an der Richtigkeit vorbehält, sonst wäre sie ein Fakt.
    Wer aufmerksam gelesen hat, merkt schnell dass man hier einfach viel mit Wörtern jonglieren kann und immer bei der gleichen Bedeutung bleibt.

    Das könnte man ja noch vertiefen, aber hier geht es ja um ganz andere Dinge.

    Wie oben schon geschrieben ist es ja eigentlich wurscht was nun der Hund für eine Rangordnung haben könnte, so den Hunde sowas überhaupt haben.
    Daran geilen sich ja nur immer die Leute auf, ist also der Haken an der Sache, das Gift im Becher…….
    Klar Frau Nowak bezeichnet das immer so und baut darauf ihr Training auf.
    Aber lässt man das mal weg, also überhört einfach mal das Wort „Rudelstellung“ und schaut sich dann mal an was es bringt.
    Dann kann man entscheiden ob es hilft oder nicht.
    Wenn es nicht hilft..ok..dann sollte man auch was machen
    Aber wenn es hilft, dann lasst sie doch weiter den vermeintlichen Unsinn reden und weiter arbeiten.
    Aber alleine einen Menschen als inkompetent zu bezeichnen, nur weil er/sie einer oder seiner eigenen Hypothese/Theorie folgt, das finde ich schon sehr anmaßend.

    Wenn man nun die Stellungnahme von Marion Meister gelesen hat, sie ist ja die Vermittlerin um die es auch in diesem Bericht geht. Dann kommt man recht fix zu dem Eindruck dass Frau Nowak viel hilfreicher und kompetenter war als das Tierheim selbst.
    Noch dazu einen Hund vermitteln konnte und das Tierheim dies aus einer Trotzreaktion verweigerte.
    Ich meine – jedem Hund den man helfen kann sollte man auch helfen und nicht seinen eigenen Stolz darüber stellen.
    Daher nochmal:
    Da sind „unfähige“ Akademiker die erst Hilfe annehmen und da es nicht nach ihren Vorstellungen läuft, komplett dicht machen. Wohl bemerkt auf dem Rücken der Hunde.
    Und dann in einer Email mit ihren Fachkentnissen prahlen, aber selber Monate lang keinen Plan hatten.

    Im Übrigen hat die Bezeichnung „Experte“ einen schlechten Ruf, weil in der heutigen Zeit von den Medien jeder Hansel als Experte ausgerufen wird, der gerade mal ein Buch gelesen hat (Diese sehr starke Übertreibung sei mir gegönnt)
    Daher löst alleine die Bezeichnung als Experte bei mir schon größte Zweifel an deren Befähigung aus, zumindest wenn diese im Fernsehen erklingt, wenn man seinen Beruf richtig gelernt hat ist man erstmal Profi und es sollte einem auch reichen als solcher bezeichnet zu werden. Kritikfähig muss der Profi genauso sein wie der „Experte“, ebenso muss er stehts informiert über die neueste Sachlage sein.
    Letzlich sind diese Bezeichnungen auch nur wieder wortklauberei und unwichtig.

    Aber der Bericht, in Verbindung mit der Stellungnahme von Frau Meister, lässt auf eine relativ einseitige Berichterstattung schließen, da ja Frau Meister als zentrale Person scheinbar garnicht befragt worden ist zu der Sachlage. Denn dann wäre man schnell dahinter gekommen, selber mal hinfahren zu müssen um nach Prinz und seinem Befinden zu schauen.
    Ja jetzt kommt das Argument das man das ja nicht immer für jeden Fall machen kann.
    Ähm doch, das würde man vom Journalismus aus 1. Hand erwarten oder man schreibt dazu eben nix.
    Alles andere ist einfach nur schlecht recherchiert, evtl. reißerisch, populismus ….. halt für die eigene Sache dienlich…

    Daniel Kruse hat das in seinem Kommentar auch sehr schön in den ersten Zeilen geschrieben.

    Im übrigen gibt es vieles was die Wissenschaft bis jetzt noch nicht richtig erklären kann und nur paar Hypothesen dazu exisiteren, welche gerne auch als Theorien bezeichnet werden, aus mangelnder Messbarkeit. Gerade im Bereich der Tierwelt ist vieles noch nicht fassbar, meist auch weil die Tiere schwer bis garnicht zu beobachten sind.
    Und dann muss noch jemand gefunden werden der den Forschungsaufwand bezahlt………

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