Schon beim Alter verschätzt

dsc_6750Ich hatte mich für einen RS-Workshop angemeldet, da ich in der Vergangenheit eine Rüden-Rüden-Problematik in unserer Hundegruppe hatte und mir ein paar neue Erkenntnisse über Rudelverhalten erhoffte. Mit meiner aktuellen Hundegruppe gab es kein Problem, nachdem einer der Rüden zwischenzeitlich mit elf Jahren an Krebs verstorben war.

Beim Workshop wurden bei mir ein sogenannter „V3 Doppelbesatz“ diagnostiziert.  Als ich fragte, wieso sich die betreffenden Hündinnen (zehn und acht Jahre alt, beide seit ihrer neunten Lebenswoche bei uns) dann gut verstehen, wurde mir etwas von „Reparaturmaßnahmen“ erklärt.

Beide Hündinnen sind allerdings sehr unterschiedlich, ich fragte, ob wirklich beide die gleiche Rudelstellung haben könnten. Daraufhin wurde mir sehr schlüssig und nachvollziehbar erklärt, wieso sich die Jüngere so entwickeln MUSSTE, um zu überleben, denn ihr Platz sei ja schon besetzt: Die Ältere sei also ein typischer V3 und die Jüngere „tarnt sich“. Ich hätte es fast glauben können, allerdings hatte die Sache einen Haken: Sie hatten das Alter der Hunde verwechselt, die Jüngere war eigentlich die Ältere. Als ich das ansprach, gab es ohne zu zögern eine neue Theorie, genauso stimmig. Da war mir klar, dass das hier nicht fundiert ist.

Abschließend wurde mir gesagt: „Eine Hündin musst Du weggeben, ich würde die Blonde weggeben, die Dunkle erscheint mir besser.“ Wie gesagt, die Beiden leben seit acht Jahren friedlich zusammen. Wie der Rest ablief, wurde bereits mehrfach berichtet. Ich kann alles bestätigen, vom mentalen Druck auf sogenannte „Fehlbesatzhalter“, über das gefühlte Chaos, das sie „Struktur“ nennen, bis hin zu dem nicht gerade wertschätzenden Umgang mit den Menschen dort.
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Nach der Einschätzung der einzelnen Hunde wurden „Rudel nach RS“ zusammengestellt, aber ich konnte nicht erkennen, dass das harmonisch und toll ist, eher teilweise chaotisch…. dann hieß es „die Hunde arbeiten“. Mein Rüde durfte oft „arbeiten“, das fand man dort auch toll, allerdings hat er, wie immer, einfach Hündinnen angehimmelt.

Rund 14 Tage nach dem Workshop rief mich Barbara Ertel an und erzählte von einem etwa einjährigen Riesenschnauzer-Rüden, der „verdorben“ wurde, so dass er mittlerweile seinen Halter beißt. Sie fragte, ob sie diesen Rüden für ca. vier Wochen zu meinem „tollen V2“ (der eine Rüden-Rüden-Aggression hatte) geben könnte, damit dieser mit ihm „arbeitet“. Ich war einigermaßen überrascht und sprachlos und sagte schließlich, dass ich doch den „V3 Doppelbesatz“ hier hätte…. Ob ich die nicht alle trennen könnte, so dass die beiden Rüden irgendwo separiert wären? Nein, sagte ich. Ob ich dann meinen „V2“ für ca. vier Wochen „ausleihen“ würde, damit er irgendwo anders mit dem Riesenschnauzer separiert werden kann. Ich sagte natürlich Nein!

Mir scheint, diese Gruppe glaubt, den „Code für Verhalten“ entschlüsselt zu haben. Sie können alles erklären, und wenn es nicht paßt, gibt es eine andere Erklärung. Vielleicht sollte man akzeptieren, dass es einen endgültigen Code in Bezug auf Verhalten, egal ob Mensch oder Hund, nicht gibt! Verhalten ist extrem komplex und von einer Unzahl von Faktoren abhängig.

Niemand bestreitet, dass Hunde verschiedene Charaktere haben und man ihnen entsprechend begegnen soll, aber RS ist einfach zu starr, zu absolut, unflexibel und viel zu schwarz/weiß. Es ist das „Wunder Leben“, was fasziniert, und das ist manchmal sehr tiefgründig und vor allem sehr bunt.

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31 Gedanken zu „Schon beim Alter verschätzt

  1. Brigitta Kramer

    Wenn ich hier lese: „Hunde ausleihen“, „die Blonde kann weg“, wenn Hunde, die jahrelang friedlich zusammenleben, plötzlich getrennt werden sollen, dann stellen sich mir die Haare auf.

    Und diese Leute wollen etwas von Hunden verstehen? Solche Menschen wollen in das Schicksal von Tier und Mensch derart rigoros eingreifen? Man kann es kaum glauben, daß man so verblendet sein kann.

    Immer neue Erfahrungsberichte, immer mehr Schicksale, die Geschichten ähneln sich in erschreckender Weise. Der Wahnsinn hat Methode…

    Man muß dankbar sein, daß die Menschen hier darüber schreiben und kann nur hoffen, daß möglichst viele Leute, die gerade mit dem Gedanken spielen, auf einen RS-Workshop zu gehen, das lesen.

    Die Theorie der vRS ist gefährlich für Mensch und Hund, daran besteht bei mir kein Zweifel.

    Hoffentlich hat Frau Ertel bald genug Geld gescheffelt um ihre desaströse Tätigkeit einzustellen. Da ja nur sie alleine die „Gabe“ besitzt, Hunde „einschätzen“ zu können, kann man ja hoffen, daß damit weiterem Unheil Einhalt geboten ist.

    Danke Alexandra

  2. Carla

    Vielleicht sehe ich das zu pessimistisch. Ich habe eher Angst vor Nachahmern, die daraus ihre eigene Suppe kochen. Ihr eigenes System erfinden, das auch nur sie alleine beherrschen und auch dies nur zum Nachteil der Hunde. Nachahmer sind nie weit von einer lukrativen Idee entfernt. Sie springen auf den Zug auf sobald sie die finanziellen Chancen als sicher einstufen. Es zeichnet sich ja schon ab, dass ehemalige Fans ihr eigenes RS Produkt anbieten.

  3. Susanne

    Danke Alexandra, für den Bericht, der einmal mehr TIEF blicken läßt. Deswegen an dieser Stelle auch noch einmal, Zitat:

    Man kann allen, die einen solchen Workshop mit Entsetzen wieder verlassen haben, nur wärmstens raten, sich beim zuständigen Veterinäramt entsprechend formuliert zu beschweren. Zuständig ist:

    Landratsamt Bamberg, Veterinärwesen
    Ludwigstr. 23
    96052 Bamberg
    Telefon: 0951-85715
    Fax: 0951-85753
    E-Mail: veterinaeramt@lra-ba.bayern.de

  4. jcl

    Na ja, worüber sollte man sich denn dort beschweren? Wenn ich einen WS besuche und dort merke, dass alles Humbug ist, habe ich zwar mein Geld in den Sand gesetzt, aber dafür ist das Veterinäramt nicht zuständig. Mein Hund bekommt ja erst dann ein Problem, wenn mir der Workshop _nicht_ die Augen öffnet.

  5. Susanne

    @jcl, es geht nicht um Gelder für Workshops. Beschweren sollte man sich darüber, dass man auf diesen Workshops Empfehlungen oder ggf. sogar Anweisungen zur Art und Weise der zukünftigen Haltung von Hunden erhält (z.B. Trennung, Isolation, Weitergabe) und dass diese jeglicher Sachkunde widersprechen. Ob man dem Rat folgt oder nicht, ist in dem Zusammenhang gar nicht relevant.

  6. kritiker

    Auha… Dann müßten Hundeforen (z.B.) aber auch geschlossen werden!

    Wie oft wird da aus der Ferne geraten, Hunde ertsmal von anderen fern zu halten bei Unsicherheit, Hunde voneinander zu trennen oder sie ab zu geben?

    Der Rat an sich, einen Hund ab zu geben, widerspricht absolut keiner „Sachkunde“, es ist nur ein Rat!
    Den man annehmen kann oder nicht.

  7. Arachne

    In einem Hundeforum kann man davon ausgehen, dass sich Laien unterhalten und austauschen. BE beansprucht für sich aber den „Fachmann“ (bzw. Frau), …..schließlich wird immer wieder darauf hingewiesen „wir sind ein Fachforum für Rudelstellungen“……

    Zudem lernen sich die User in einem Hundeforum nicht zwingend persönlich kennen. BE beurteilt die Hunde aber per persönlichen Augenschein.

    BE bietet eine Dienstleistung an, die Teilnahme an einem WS und Beurteilung des Hundes/der Hunde. Diese Dienstleistung ist zu entlohnen.

    Beides Fakten die in einem Hundeforum nicht stattfinden. Somit kann man beide nicht miteinander vergleichen.

  8. Hilde

    Es gibt schon (gute) Gründe, sich von einem Hund zu trennen. Verstehe ich auch. Aber: Nur aufgrund festgestellten Doppelbesatzes in einem WS finde ich das fatal, mehr sogar. Da fehlen mir die Worte.
    Es liegt immer noch in der Entscheidung der Hundehalter, dieser Empfehlung zu folgen – aber wer an den Unsinn Doppelbesatz glaubt, wird auch diesen Schritt tun. Im eu erntet er auch viel Lob dafür…

  9. Susanne

    @Kritiker: Die Anleitungen werden von Frau Ertel nicht in Hundeforen erteilt, sondern bei gebührenpflichtigen Workshops der „ZVR – Zentrum vererbte Rudelstellung der Hunde UG“, also dem gewerblichen Teil. Ob die Leute den Anleitungen oder Ratschlägen folgen ist ebenso wenig relevant, wie bei allen anderen gewerblichen Hundetrainern, Hundepsychologen, Verhaltensberatern etc.. Fakt, ist, dass sie gegen Bezahlung gegeben werden. Es geht bei den Beschwerden auch nicht darum, ein mitfühlendes Schulterklopfen der Veterinärbehörden zu erhalten, sondern darum, dass das Veterinäramt diese Form des Gewerbes genauso einstuft, wie alle anderen der Branche und einen entsprechenden Sachkundenachweis einfordert, bevor es eine Genehmigung für diese erlaubnispflichtige Tätigkeit erteilt.

    Warum sollte sich eine Frau Ertel nicht den gleichen Regularien beugen müssen, wie alle anderen dieses Gewerbezweigs auch? Wenn sie doch ein derart profundes Wissen hat, dürfte das Ablegen der Sachkunde doch keine große Sache sein, nicht wahr. Oder?

  10. kritiker

    BE bietet die Einschätzung nach vRS an als Dienstleistung, sie bietet kein Training, keine Hundepsychologie oder sonst etwas an.

    Egal, ob man dran glaubt oder nicht (ich glaube übrigens nicht daran!), sie hat sich nie irgendwo als „Hundetrainer, Hunde Psychologe, -Verhaltenstherapeut oder wie sie sich sonst alle so nennen, bezeichnet.

    Ich denke, wenn das alles so einfach anfechtbar wäre und so einfach über rechtliche Schritte in den Staub zu treten, dann hätte sich doch schon längst ein fachlich versierter Anwalt finden lassen müssen, der das Ganze RECHTLICH zertrümmert.

    Aber es bleibt bei gegenseitigem Hetzen, Diffamieren, Zitieren, ………

    Alles nichts konstruktives. In 3 Jahren sollte da doch mehr möglich gewesen sein, denn so lange treibt BE ihr Unwesen ja schon!
    Soweit ich weiß, laufen diese Workshops über einen Verein. Wenn das irgendwie rechtlich angreifbar und nachweisbar wäre, warum hat es denn noch keiner hier getan?

    Weiterhin: Macht es denn für DIE HUNDE, also, für die betroffenen irgendeinen Unterschied, ob eine BE sie persönlich kennt (soweit man das von dem kurzen Kontakt sagen kann) oder ob der Rat zur Trennung von irgendwem völlig Fremden kommt, irgendeinem Forums-User, der vielleicht noch nie einem Hund näher war als 10 Meter?

  11. Brigitta Kramer

    Was ist das für eine Frage?

    Nein, es macht für den Hund KEINEN Unterschied, wie sollte es auch?

    Macht es die Lehre der Rudelstellung jetzt besser? Soll man gegen die Manipulation nicht mehr auftreten, weil es für den Hund egal ist, warum er getauscht/abgegeben wird? Oder was willst Du jetzt hören?

    Eines ist doch hoffentlich auch Dir klar. Durch diesen Rudelstellungs-Irrsinn verlieren sehr viel mehr Hunde ihr Zuhause, als sie es sonst tun würden.

  12. Lea

    Außerdem wird auf den Workshops ein viel höherer Druck auf die Menschen ausgeübt, als es in einem Forum möglich ist. In fast jedem Erfahrungsbericht von RS-Workshops steht etwas von weinenden und total demoralisierten Hundehalter*innen, die mit Schimpf und Schande überhäuft werden, wenn sie sich gegen die empfohlene Trennung ihres „Fehlbesatzes“ wehren. Wer schon halbwegs von der Sekte vereinnahmt ist, viel Geld für einen solchen Workshop ausgegeben hat und dann als ahnungslose*r Tierquäler*in beschimpft und mit dem angeblichen Leid des eigenen Hundes erpresst wird, kann sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr wirklich auflehnen. Insofern finde ich den Vergleich zwischen Tips aus Foren und RS-Einschätzungen a la Ertel ziemlich schräg.

  13. Carla

    @Kritiker
    Einen Anwalt muss man bezahlen, Gerichtskosten auch. Wenn sich ein Teilnehmer beim Vetamt beschwert oder einen Anwalt aufsucht muss das nicht an alle blogs und foren verteilt werden. Wenn das Vetamt bei Frau Ertel auftaucht, wird sie das wohl kaum per Rundschreiben mitteilen. Ob Frau Ertel Kosten erstattet hat, weil sich Kunden beschwerten, wissen wir nicht. Auch das wird sie nicht per Rundschreiben mitteilen. Wenn Halter gegen das Tierschutzgesetz verstossen, so ist das deren Verantwortung. Auch hier werden Besuche vom Vetamt wohl eher verschwiegen. Wer sollte denn ausserhalb der RS Gemeinde konkrete Beweise, Namen, Anschriften liefern?

    Umgekehrt: warum geht Frau Ertel nicht per Anwalt und Klagen gegen diesen Blog vor? Warum gibt es nicht Dutzende von Abmahnungen an alle Forenbetreiber? Wenn die alle nur diffamieren sollte es doch kein Problem sein, diese Rechtsbrecher mundtot zu machen. DAS wiederum liesse sich doch massiv im Sinne von RS verbreiten. Kann es sein, dass eventuell gegen RS Tatsachen verbreitet werden, die man halt nicht durch rechtliche Schritte „in den Staub treten kann“? Kritiker sind auch nicht erst seit gestern aktiv, genug Zeit zu gerichtlichen Massnahmen seitens Frau Ertel oder dem Verein.

    Statt zu kritisieren, dass keiner was tut: mach doch ganz einfach den Anfang. Schreib an das Vetamt, geh zum Anwalt, schreib dem Staatsanwalt, schreib ans Finanzamt, schreib die Medien an, starte eine Petition. Falls bereits geschehen, lass uns daran teilhaben, lass uns die Ergebnisse diskutieren.

    Warum sollte dieses Thema nicht diskutiert werden, bis sich jemand/Du findet, der den Rechtsweg begeht? Warum sollte man damit warten, bis der bekannte „Jemand“/Du dies tut. In Ermangelung rechtlicher Schritte bleibt nur die Diskussion, die Information in Blogs, in Foren, im direkten Dialog.

    Es ist wohl eher selten, dass auf den Rat EINES Fremden jemand seinen Hund abschiebt. Wenn dieser Rat von einer vermeintlichen „Expertin“ (noch dazu indirekt dank ZDF und Nowak im Status gewaltig gehoben) kommt ist es viel wahrscheinlicher, dass dieser Rat befolgt wird. Dazu kommt der Gruppendruck, der beim Rat eines einzigen Fremden auch fehlt.

    Einen Hund abgeben, weil man beim besten Willen nicht klarkommt ist eine Sache. Einen Hund abschieben wie ein Sofa, das farblich nicht mehr zum Teppich passt ist ein ganz anderes Thema. Wenn in einem RS Haushalt ein Hund stirbt muss es ja zu drastischen Massnahmen kommen. Entweder neuer Hund oder ein Hund muss weg. Da ja bekanntlich auch eingestufte Hunde manchmal nicht funktionieren ist es eher unwahrscheinlich, dass ein einmal „getauschter“ Hund wirklich einen Platz bis ans Lebensende findet. Wenn nach Wohnungswechsel separieren nicht mehr geht, kein Garten mehr vorhanden ist – dann muss der Hund weg. Sein Platz ist immer nur solange fest, wie sich im „strukturierten Rudel“ nichts wandelt. Sprich: der Hund wird zum Wanderpokal. Auch die Bezeichnung Hunde „in Urlaub“ zu schicken passt. Sie werden wie Werkzeuge benutzt um entweder irgendwo zu „arbeiten“, oder zu sehen ob man sie abschieben kann. Es geht nur ums menschliche Ego. Wie die Hunde das alles verkraften sollen spielt keine Rolle. Ich frage mich wie oft es zu Verletzungen kommt, weil Hunde nicht passen, sich die Menschen raushalten sollen. Schachspiel mit lebenden Hunden. Tierexperimente, die keine amtliche Genehmigung brauchen, die keine Ethikkommission beurteilt . Jubel und Schulterklopfen, wenn es angeblich klappt. Weitertauschen und verurlauben, wenns halt nicht klappt. Nur Mut, keine Furcht vorm Experiment. Wozu Frau Ertel allerdings immer noch „forschen“ muss ist mir nicht klar. Ich dachte, alles Wissen sei schon bekannt.

    Wenn man Frau Ertel liest, wird klar, dass separieren und Hunde in Einzelhaltung abschieben wohl nur die politisch korrekte Version darstellen. Ein politischer Spagat, der ihre Einstellung eben doch nicht konsequent umsetzt. Denn wenn man ihre Aussagen liest, dann ist auch dies unverantwortlich. Bliebe nur die Todesspritze. Ganz so weit mag sie wohl offiziell (noch) nicht gehen. Generell hat aus meiner Sicht das Ganze mehr mit Eugenik, denn mit Hunden zu tun. Hunde sind nur die Statisten.

  14. kritiker

    @Lea,

    Genau das habe ich hier in diesem Blog schon angemerkt: Dass das wirkliche Problem die Menschen sind, die manipuliert werden, die entmündigt werden, die so mit Gehirnwäschen bearbeitet werden, dass sie bereit sind, jeden Schwachsinn (wie das Trennen von Hunden, die nie ein Problem miteinander hatten!) mit zu machen.

    Das wäre auch ein deutlich besserer Hebel, an dem man ansetzen könnte, um gegen das ganze Konstrukt gegen an zu gehen: Dass Menschen in eine sektenhafte Abhängigkeit gebracht werden. Sicherlich nicht alle (Anhänger), aber genügend!

    Denn so grausam man es auch für sich empfinden mag, dass Hunde getauscht, mit Ziffern benannt oder vorübergehend ohne Sozialkontakte gehalten werden, WIRKLICH tierschutzwidrig im Sinne des Gesetzes ist das alles nicht.

    Da kann man sich noch so emotional rein hängen, sich noch so sehr über jeden Beitrag freuen, der bestätigt, was man, wenn man die Augen offen hatte, schon vor 3 Jahren erkannt hat, es ist nicht tierschutzrelevant. Nicht im Sinne des Gesetzes.

  15. Katharina H.

    Liebe Alexandra,
    danke für deinen Einblick! Besonders haarsträubend finde ich ja den Anruf von Fr. Ertel.
    Wenn nur ein Funken kritisches Hinterfragen ausreicht um den Mut zu haben, Nein zu sagen, kann diese Seite eigentlich nur weiterhelfen. Allem anderen hält diese „Lehre“ ohnehin nicht stand.

    Auf die bunten Hunde!

  16. Brigitta Kramer

    „Denn so grausam man es auch für sich empfinden mag, dass Hunde getauscht, mit Ziffern benannt oder vorübergehend ohne Sozialkontakte gehalten werden, WIRKLICH tierschutzwidrig im Sinne des Gesetzes ist das alles nicht.“

    Also kritiker, so ganz verstehe ich Dich nicht.

    Gebetsmühlenartig schreibst Du in jedem Deiner Kommentare, daß es sinnvoller wäre, auf die Manipulation der Menschen zu schauen und daß RS nichts macht, was „tierschutzrelevant“ wäre.

    Ich habe Dir schon ausführlich an anderer Stelle geantwortet, daß es uns sehr wohl bewußt ist, daß in diesem sektenartigen Konstrukt RS Menschen „brainwashed“ scheinen. Was man im Übrigen an einigen Kommentaren hier klar ablesen kann…

    Ich versuchte, Dir zu erklären, daß Menschen viele Möglichkeiten haben, das zu vermeiden und zu verhindern. Indem sie gar nicht erst in Berührung mit RS kommen z. B. Wenn man sich vorher informiert, sieht man ja klar und deutlich, worauf man sich da einläßt. Kurz, Menschen entscheiden selbst, was sie tun und auch was sie lassen. Und mit Foltermethoden wird schließlich keiner gezwungen, ein Leben nach RS zu führen. Obwohl ich natürlich weiß, daß subtile Manipulationen sehr wirksam sein können.

    Es ehrt Dich, daß es Dir so ein Anliegen ist, auf die Menschen zu schauen, das tun wir ja auch. Aber unser Fokus hier ist nunmal in erster Linie auf die Hunde gerichtet, denn sie sind es, in deren Leben dramatisch eingegriffen wird! Sie sind es, die sich überhaupt nicht wehren können und hinnehmen müssen, was man ihnen mit RS zumutet! Sie sind die Schwächeren!

    Warum engagierst Du Dich denn nicht selbst auf einem eigenen Blog für Deine Sicht? Ich würde das auch sehr interessant finden und ganz bestimmt auch dort ein eifriger Besucher sein.

    Aber hier immer wieder zu kritisieren, daß wir uns „emotional reinhängen“, bringt auf einer Seite, die sich in erster Linie dem Schutz der Hunde verschrieben hat, relativ wenig. Natürlich hängen wir uns auch emotional rein, wenn wir sehen, daß hier mit Hunden etwas passiert, womit wir nicht einverstanden sind!

    Natürlich ist uns klar, daß wir in erster Linie die Menschen erreichen müssen, um die Hunde zu retten! Diese Seite hier will aufklären. Um damit die zu erreichen, die unschlüssig sind, die mit dem Gedanken spielen, sich auf RS einzulassen. Denn Wissen ist Macht!

    Denn die, die schon tief drinnen sind in dieser „Lehre“, die erreichen wir ohnehin nicht mehr. Da kann man nur hoffen, daß der gesunde Menschenverstand irgendwann doch wieder einsetzt.

  17. Carla

    @ Kritiker
    Zitat:
    “ Dass das wirkliche Problem die Menschen sind, die manipuliert werden, die entmündigt werden, die so mit Gehirnwäschen bearbeitet werden, dass sie bereit sind, jeden Schwachsinn (wie das Trennen von Hunden, die nie ein Problem miteinander hatten!) mit zu machen.

    Das wäre auch ein deutlich besserer Hebel, an dem man ansetzen könnte, um gegen das ganze Konstrukt gegen an zu gehen: Dass Menschen in eine sektenhafte Abhängigkeit gebracht werden. Sicherlich nicht alle (Anhänger), aber genügend!“

    Dem stimme ich voll zu.

    Welchen Weg siehst Du?

    Gegen Manipulation hilft nur Information. Sachliche, fachliche Gegendarstellung warum vom RS Konzept die Finger zu lassen sind. Kein: weil wir das so sagen. Fakten. Das passiert hier. Wie man gegen erfolgreich durchgezogene Manipulation gewinnt? Keine Ahnung. Beispiele gibts hier in den Kommentaren genug. Keine sachlichen Argumente, keine sachliche Diskussion mit Gegenbeweisen. Keine Fakten. Keine Bereitschaft dafzu. Vergeudete Zeit und Energie.

    Ich stimme zu: Hunde kann man nur via Halter vor diesem Konzept bewahren. Die Hunde selber haben ja keine Stimme, keine Entscheidungsbefugnis. Stellt Euch vor, Hunde stuften ihre Halter ein und tauschten unpassende Halter.

    Aber ernsthaft: wie kann das Ziel Sekten-Manipulation zu verhindern besser gestaltet werden?

  18. Tina

    Aber auch jetzt sehe ich nicht, dass sich der Trend zu rs totlaeuft. Ganz im Gegenteil in der Schweiz ist kage voll ins Geschäft mit rs eingestiegen. Unsere hundeschule vor Ort stellt nachwievor ihren Hundeplatz für ws zur Verfügung. Weiterhin wird über hundeabgaben und Tausch im Forum und Erfahrungen diskutiert, aber aktive Kritik ist ins stocken geraten. Kage hat jetzt viel mehr Ruhe, um ihre Theorien weiterzuverbreiten. Es gibt ja keine offene Kritik mehr. Es scheint, als ob die Kritiker von einst zwischenzeitlich müde geworden sind, den Verein zu beobachten. Schon zu müde das Forum genau zu verfolgen

  19. jcl

    Das hat weniger was mit müde zu tun – es tut sich ja nichts, was sich zu verfolgen lohnt. Sicher mag es 15 Leute in der Schweiz geben, die an RS glauben, und in Deutschland vielleicht noch 100. Daran wird sich auch in den nächsten Jahren nichts wesentliches ändern, ob man das nun verfolgt oder nicht.

    Wir haben diese Website begonnen, als RS noch Zulauf hatte. Heute sind es ab und zu vielleicht noch zwei, drei Ahnungslose, die sich von Anhängern einen „Workshop“ aufschwatzen lassen. Die erreicht man nicht mit Aufklärung, sonst würden sie sich ja gar nicht erst anwerben lassen. Jeder, der sich über RS informieren will, findet inzwischen genug Fakten im Netz.

    Damit ist eigentlich alles getan. Es sei denn natürlich, es gäbe wieder eine neue Entwicklung und RS würde sich wieder ausbreiten.

  20. Tina

    In der Schweiz kommen immer mehr Leute zusammen. Schaut Euch doch mal den WS in Lahnau an. Dann zeigt sich, ob mein Eindruck so falsch ist, dass RS keinen weiteren Zulauf hat. Das Gelände ist für die Öffentlichkeit vollständig einsehbar. Direkt am Hundeplatz führt ein landwirtschaftlicher Fahrweg. Dann habt Ihr vielleicht auch mal Gelegenheit mit Frau KAGE selber zu reden.

  21. Katharina

    Tina: bin ganz bei Ihnen! Hoffe aber,dass sich “ RS-Virus“ in der Schweiz nicht noch mehr verbreiten wird: ein Strohfeuer ist……..und bleiben wird !!!
    Besser: Dass diese „hirnverbrannte Praxis“ , einfach nur baldmöglichst zu Grabe getragen wird!!!

  22. jcl

    Schon im letzten Jahr ist unseres Wissens bei vielen RS-Workshops niemand mehr erschienen außer Ertel selbst und ihrer Gefolgschaft. Ich wüsste nicht, warum das dieses Jahr anders sein sollte. Wenn du konkrete Hinweise auf einen nennenswerten Zulauf hast, lass es uns wissen – dem gehen wir dann nach. Aber lass dich von den zwei RS-Anhängern, die du vielleicht in deiner Hundeschule erlebst, nicht ins Bockshorn jagen. RSler treten zuweilen in Rudeln auf – da kann schon ein falscher Eindruck entstehen. 😉

  23. Tina

    Zurzeit werden rs-Neueinsteigern junge Hunde und Welpen angeboten. Anscheinend hat der Verein weiterhin vermittlungshunde.

  24. Tina

    Dafür, dass rs tot sein soll, füllen sich die Workshops gut am Anfang des Jahres (siehe Workshop Termine registrierte Plätze auf eu). Auch die Zahl der registrierten Gäste zurzeit über 1000.

  25. jcl

    Na ja – ich weiss natürlich nicht, ob RS tot ist oder nicht. Aber ihre Website deutet schon auf einen Exitus hin. Aus der User-Liste kannst du sehen, dass es vielleicht noch 1-2 Registrierungen pro Monat gibt, nicht 1000, und die Workshop-Plätze sind überwiegend für Ertels Gefolge, nicht für Neuuser. Die Zahl der Neuzugänge konntest du im letzten Jahr sehen, als die Gefolgschaft noch nicht buchen musste. Es waren zuletzt zwischen Null und 2 pro Workshop.

  26. petra keil

    Es gibt noch verfremdete ABLEGER von RS . Die Tentakel griffeln noch da und dort verzweifelt…Aber auch das sind wahrscheinlich die letzten Zuckungen.
    Hoffentlich kommt nicht bald eine NEUE STELLUNG!

  27. Tina

    Das ist zu wünschen. Aber wie man auf der buchungsseite von rs sehen kann, füllen sich die Workshops. Nächster Workshop 27 und 15 Teilnehmer, und zwar in Deutschland.

  28. Tina

    Schade nur, dass unsere Kommentare verschwinden. RS macht weiter. Auf dieser Seite interessiert es niemand mehr. Nicht alle aktuellen Forumsbeiträge auf der RS Seite werden offensichtlich angezeigt. Nur eine Auswahl an aktuellen Beiträgen. Danach sieht es nicht so aus, als ob noch viel im Verein passiert. Wenn man jedoch das Forum beobachtet, weiß man zB dass rs Neueinsteigern passende Hunde angeboten werden.

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