{"id":1781,"date":"2014-09-07T15:54:40","date_gmt":"2014-09-07T13:54:40","guid":{"rendered":"http:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/?p=1781"},"modified":"2014-09-22T09:00:00","modified_gmt":"2014-09-22T07:00:00","slug":"guenther-bloch-kanidenverbaende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/?p=1781","title":{"rendered":"G\u00fcnther Bloch: Kanidenverb\u00e4nde"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wir stimmen allen &#8222;Rudlern&#8220; zu: Praktisches Erleben ist durch nichts zu ersetzen. Praktisches Erleben verschafft einem einmalige Erkenntnisse. Man kann sehen und &#8222;das was man sieht einfach mal entfalten lassen&#8220; &#8211; super. Gerne \u00fcbernehmen wir eine Vorreiterrolle in Sachen Berichterstattung zum praktisch erlebten &#8222;Wolfsrudelleben&#8220;. Der nachfolgende Bericht basiert auf praktisch erlebten Freilanderfahrungen mit Wolf und Hund. Weitere werden folgen. Mit Daten und Fakten.<\/em><br \/>\n<em>Liebe Rudler, liebe Frau Ertel: Nun w\u00fcrde ich eigentlich nur noch gerne Ihre gewonnenen Einsichten aus ihrem eigenen praktischen Erleben mit W\u00f6lfen lesen. Aus reiner Neugierde. Und weil Sie doch immer alle fordern, dass man sich auf praktisch Erlebtes konzentrieren sollte. Wie k\u00f6nnte ich da widersprechen. Ich nehme Sie beim Wort und bin schon ganz gespannt, was Sie so alles mit W\u00f6lfen praktisch erlebt haben.<br \/>\n&#8211; LG G\u00fcnther Bloch<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Kanidenverb\u00e4nde und Pers\u00f6nlichkeiten:<br \/>\n<span style=\"font-size: 1.142857143rem; line-height: 1.846153846;\">Ein verhaltensbiologischer Blick hinter die Kulissen sozialer Vielfalt.<br \/>\n<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>G\u00fcnther Bloch<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Caniden-Verhaltenszentrum Hunde-Farm &#8222;Eifel&#8220;, Abteilung Verhaltensforschung.<br \/>\nEmail: canidexpert(at)aol.com \u00a0 Website: <a href=\"http:\/\/www.hundefarm-eifel.de\" target=\"_blank\">www.hundefarm-eifel.de<\/a><br \/>\nCopyright (c) September 2014: G\u00fcnther Bloch; 53902 Bad M\u00fcnstereifel.<\/p>\n<div id=\"attachment_1798\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Wolf_schwarz_Beute_02.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1798\" class=\"wp-image-1798 size-medium\" src=\"http:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Wolf_schwarz_Beute_02-300x216.jpg\" alt=\"Wolf_schwarz_Beute_02\" width=\"300\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Wolf_schwarz_Beute_02-300x216.jpg 300w, https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Wolf_schwarz_Beute_02.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1798\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 G\u00fcnther Bloch (Kosmos Verlag)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Einleitung:<\/strong><br \/>\nBei Wolf (<em>Canis lupus<\/em>) und Hund (<em>Canis lupus f. familiaris<\/em>), wobei <em>f.<\/em> f\u00fcr die Form steht, handelt es sich keineswegs um unterschiedliche Arten. Wolf und Hund sind gruppenorientierte, sozial-intelligente Kaniden, anpassungsf\u00e4hig und flexibel. W\u00e4hrend der Wolf ein vom Menschen sehr unabh\u00e4ngiges Leben f\u00fchrt, hat sich der Hund \u00fcber Jahrtausende hinweg auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Menschen spezialisiert. Dennoch stellt die allseits bekannte Ethologin Dorit Feddersen-Petersen (2004) zu Recht klar: &#8222;Das altbew\u00e4hrte Sozialsystem der W\u00f6lfe, die dank ihrer F\u00e4higkeit zur ausgefeilten Zusammenarbeit \u00fcberleben\u2026ist auch dem Hund eigen. Es war in der Tat kein Zufall, dass gerade der Wolf domestiziert wurde&#8220;. Diese Feststellung soll allerdings auf keinen Fall dazu verleiten, Wolf und Hund 1:1 gleichzusetzen, was aus vielerlei Gr\u00fcnden unsinnig und falsch w\u00e4re, da sich Haushunde im verhaltens\u00f6kologischen Verst\u00e4ndnis nur extrem selten zu langfristig \u00fcberlebensf\u00e4higen &#8222;Rudeln&#8220; zusammenschlie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich ist des Hundes N\u00e4he zum Wolf auch heute noch vorhanden. Dies insbesondere im Zusammenhang mit hundlichem Beutefangverhalten und sp\u00e4testens dann geradezu f\u00fchlbar zu erleben, wenn eine unkontrollierte Hundehorde gemeinsam ein Reh verfolgt und ggf. sogar gemeinsam t\u00f6tet. Der unvergessene Zoologe Erik Zimen argumentierte schon 2003 sehr weitsichtig: &#8222;Wenn wir den Hund ganz verstehen wollen, m\u00fcssen wir <a href=\"http:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/M\u00e4usef\u00e4nger_klein.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-1801 size-medium\" src=\"http:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/M\u00e4usef\u00e4nger_klein-300x207.jpg\" alt=\"M\u00e4usef\u00e4nger_klein\" width=\"300\" height=\"207\" srcset=\"https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/M\u00e4usef\u00e4nger_klein-300x207.jpg 300w, https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/M\u00e4usef\u00e4nger_klein.jpg 320w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>daher erst einmal den Wolf kennen, denn von ihm stammt dieses nat\u00fcrliche Erbe, das immer noch in jedem Hund steckt&#8220;. Nat\u00fcrlich haben wir alle gro\u00dfe Schwierigkeiten damit, beim Anblick eines so genannten &#8222;<em>tea cup dog<\/em>&#8220; irgendein w\u00f6lfisches Erbe zu erkennen. Betrachten wir hingegen eine Gruppe Nordischer Hunde und deren nuanciert miteinander kommunizierende Vertreter, f\u00e4llt uns dies freilich erheblich leichter. Generell sind Wolf und Hund genetisch zu 99.7% miteinander verwandt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wichtige Differenzierungen zur Verhaltens\u00f6kologie frei lebender W\u00f6lfe:<\/strong><br \/>\nDas Wolfsrudel ist genauso wenig existent wie der pauschal alles Menschliche meidende und scheue Wolf. Auch das Territorial-, Jagd- und Fressverhalten des Wolfes gibt es nicht. Stattdessen d\u00fcrfen wir in unseren Freilandstudien ein bemerkenswertes Ausma\u00df an Flexibilit\u00e4t bestaunen. Viele Tundraw\u00f6lfe (<em>Canis lupus albus<\/em>), deren pr\u00e4feriertes Beutetier das weitl\u00e4ufig umherwandernde Karibu ist, verhalten sich zum Beispiel kaum territorial. Diesbez\u00fcglich konnten wir mehrfach dokumentieren, wie sogar erwachsene Wolfsindividuen unterschiedlicher Gruppenzugeh\u00f6rigkeit ohne ernste Auseinandersetzungen zusammen Beuterisse konsumierten (Bloch &amp; Radinger 2012). Auch Timberw\u00f6lfe (<em>Canis lupus occidentalis<\/em>) sind je nach Beschaffenheit des Lebensraums, dem vorhandenen Beutetierangebot und vor allem je nach Jagddruck durch den Menschen signifikant unterschiedlich organisiert: Von in Ausnahmef\u00e4llen bis zu vierzig Individuen z\u00e4hlenden Gro\u00dffamilienverb\u00e4nden, einschlie\u00dflich mehrerer M\u00fctter und Welpenw\u00fcrfe, \u00fcber Elterntiere nebst Nachwuchs aus 1-3 Jahren, bis hin zu solit\u00e4r lebenden Individuen ohne jeglichen Anschluss zu irgendeiner Wolfsgruppe. Der Biologe D. Mech (1999) definierte einst die Norm einer w\u00f6lfischen Sozialstruktur als &#8222;Eltern-Nachwuchs-Dominanz-System&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Selbstverst\u00e4ndlich begegnen wir auch Wolfsfamilien, in die Fremdtiere unterschiedlichen Geschlechts, Alters und Pers\u00f6nlichkeitsprofils integriert sind. Den meisten Menschen ist nicht bekannt, dass in etwa 10-20% eines regionalen Wolfsbestandes alleine unterwegs ist und demzufolge auch regelm\u00e4\u00dfig solit\u00e4r jagt. Unter besonders ung\u00fcnstigen Bedingungen mitunter sogar zeitlebens. Apropos Jagd: Der Freilandforscher C. Sillero-Zubiri (2006) verweist auf die Vermischung verschiedener Eigenschaften beim \u00c4thiopischen Wolf (Canis lupus simensis), der ein recht gro\u00dfer Kanide ist, fast ausschlie\u00dflich kleine Beutetiere f\u00e4ngt, in Rudeln lebt, aber meistens alleine jagt. Wie wir also heute wissen, hat das Zusammenleben in sozialen Gruppen offensichtlich nicht viel mit der Gemeinschaftsjagd auf gro\u00dfe Beutetiere oder mit vorbestimmten Gruppenstrukturen und Positionen zu tun.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/futter11-copy.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1804 size-medium\" src=\"http:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/futter11-copy-300x201.jpg\" alt=\"futter11 copy\" width=\"300\" height=\"201\" srcset=\"https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/futter11-copy-300x201.jpg 300w, https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/futter11-copy.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die Wolfsforscher D. Mech &amp; L. Boitani (2003) gehen argumentativ sogar noch einen Schritt weiter. Nach deren Ansicht sind erhebliche Zweifel angebracht, ob die gemeinsame Jagd \u00fcberhaupt evolutionsbiologische Antriebsmotoren der Familienbildung bei Kaniden beeinflussen. Vielmehr bietet laut dem Zoologen D. Macdonald (2006) die koordinierte Gruppenverteidigung von Territorien und Beute sowie deren schnelles Konsumieren den eigentlichen Hauptgrund daf\u00fcr, warum sich Hundeartige zu sozialen Gruppen zusammenschlie\u00dfen. Infolgedessen pr\u00e4gte D. Macdonald den mittlerweile allgemeing\u00fcltigen Begriff der &#8222;Ressourcenverteidigungs-Hypothese&#8220;. F\u00fcr alle Kaniden, einschlie\u00dflich Wildhund, besteht demnach grunds\u00e4tzlich ein gemeinsames Interesse an der Nutzung und Verteidigung von H\u00f6hlen, Rendezvousgebieten, Schlaf- und Ruhepl\u00e4tzen, energiesparenden Wegenetzen sowie Nahrungs- und Wasserressourcen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kaniden in freier Wildbahn und deren Familienstrukturen:<\/strong><br \/>\nDie meisten Hundeartigen, wie etwa der Afrikanische Wildhund (<em>Lycaon pictus<\/em> = bunter Hund) oder der Rothund (<em>Cuon alpinus<\/em>), leben in klassisch strukturierten Familienverb\u00e4nden. Selbst Kojoten (<em>Canis latrans<\/em>) formen mitunter bemerkenswert funktionale Familienclans mit zehn oder mehr Mitgliedern. Als eine Art Bindeglied zwischen den bereits benannten Wildkanidenformen und unseren Haushunden wird gemeinhin der Dingo (<em>Canis lupus dingo<\/em>) gehandelt. Dessen soziale Organisation reicht von Dingoeltern, die in manchen Gebieten Australiens gemeinsam mit ihrem erwachsenen Nachwuchs allj\u00e4hrlich Welpen aufziehen und koordiniert gro\u00dfen Busch-K\u00e4ngurus nachstellen, bis hin zu losen Lebensgemeinschaften, die, gleich nebenan auf Frazer Island, in Touristenhochburgen bevorzugt Urlauber anbetteln, Nahrungsressourcen aller Art stehlen und vielfach oft als reine Abstauber unangenehm auffallen (Bloch &amp; Radinger 2012).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00dcberlegungen zur sozialen Vielfalt von verwilderten Haushunden:<\/strong><br \/>\nKontr\u00e4r zum gebr\u00e4uchlichen Pauschalbegriff &#8222;Stra\u00dfenhund&#8220; differenziert man im Englischen zwischen in St\u00e4dten oder l\u00e4ndlichen Gebieten lebenden Streunern (<em>stray dogs<\/em>) und Hunden mit g\u00e4nzlich verwildertem Status (<em>feral dogs<\/em>), welche die N\u00e4he des Menschen scheuen. Erstere findet man laut dem Verhaltensforscher W. Fielding (2005) als frei umherwandelnde Hundegruppen prim\u00e4r in armen Nachbarschaften, wo sie aufgrund fehlender Grundst\u00fccksumfriedungen eher als &#8222;Gemeindebesitz&#8220; gelten. Letztere bilden \u00e4u\u00dferst variable Gruppenkonstellationen, ern\u00e4hren sich regelm\u00e4\u00dfig von Kleinwild, Aas oder M\u00fcll und bringen ihren Nachwuchs in selbst gegrabenen Erdh\u00f6hlen zur Welt. Der portugiesische Biologe F. Fonseca berichtet von rudelbildenden Hetzj\u00e4gern, die sich ab der Abendd\u00e4mmerung in Bergregionen zusammenrotten, gemeinsam Nutzvieh angreifen und t\u00f6ten. Die Ethologen T. Daniels &amp; M. Bekoff (1998) definieren den Begriff &#8222;Rudel&#8220; unter Berufung auf ihre Studie an verwilderten Hunden in diversen Native-Reservaten der USA als &#8222;eine Gruppe von Tieren, die zusammen wandern, ruhen, nach Futter suchen und jagen&#8220;. Die vielerorts ge\u00e4u\u00dferte These, dass Hunde mehrheitlich solit\u00e4r unterwegs seien bzw. lebten, stimmt somit nicht. Unsere Untersuchungsergebnisse aus einer dreij\u00e4hrigen Langzeit-Verhaltenstudie an drei verwilderten Haushundegruppen in Italien fielen im direkten Vergleich mit Wolfsfamilien gemischt aus:\u00a0Einerseits unternahm die Hauptbeobachtungsgruppe unter der klugen Leitung ihrer Leitf\u00e4he &#8222;Eurecia&#8220;, so wie eine Wolfsfamilie es grunds\u00e4tzlich auch tun w\u00fcrde, tagt\u00e4glich fast alles zusammen (siehe &#8222;Rudeldefinition&#8220;), andererseits konnten wir keinerlei zielorientierte Jagden auf Gro\u00dfbeutetiere wie Dam- oder Schwarzwild nachweisen.<\/p>\n<div id=\"attachment_1805\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Pizzahund_02.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1805\" class=\"wp-image-1805 size-medium\" src=\"http:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Pizzahund_02-300x195.jpg\" alt=\"PIZZA _062\" width=\"300\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Pizzahund_02-300x195.jpg 300w, https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Pizzahund_02.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1805\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 G\u00fcnther Bloch (Kosmos Verlag)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alle in der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen aus Kotproben analysierten DNA-Resultate zugrunde legend, waren mit Ausnahme von zwei Individuen alle Gruppenmitglieder der Hauptbeobachtungsgruppe miteinander verwandt. Nachwuchs wurde gegen\u00fcber Wildschweinen kollektiv verteidigt. Auf der anderen Seite wurden wir Zeitzeuge von regelm\u00e4\u00dfig stattfindenden Inzucht-Verpaarungen zwischen Leitr\u00fcde &#8222;Nerone&#8220;, mehreren weiblichen Verwandten und sogar T\u00f6chtern. Weder Nerone noch irgendwelche Helfershelfer organisierten Nahrungstransporte in Richtung H\u00f6hlenstandort. Um die Versorgung der Welpen k\u00fcmmerten sich ausnahmslos die jeweiligen M\u00fctter (Bloch 2007). Wie schon im Rahmen unserer &#8222;Bow Valley Wolf Behaviour Observations&#8220; zur Grundcharaktereinsch\u00e4tzung von Timberw\u00f6lfen nach dem &#8222;<em>bold &amp; shy model<\/em>&#8220; (A\/B-Typen Modell) dokumentiert, stellten auch die in der Toskana untersuchten Hundegruppen einen Zusammenschluss aus einerseits verhaltenstendenziell forschen, wagemutigen, spontan handelnden, extrovertierten, kontroll- und erkundungsfreudigen Grundcharakteren (A-Typen), andererseits aus verhaltenstendenziell zur\u00fcckhaltenden, eher distanzwahrenden, introvertierten, zaghaften, aber sozioemotional eher stabilen Pers\u00f6nlichkeiten (B-Typen) dar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Verhaltenstendenziell&#8220; hei\u00dft, dass der Anteil der ph\u00e4notypischen Varianz (Heretabilit\u00e4t), die auf genetische Unterschiede zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, aus wissenschaftlicher Sicht f\u00fcr die Position einer A\/B-Typisierungsachse mit etwa 25% zu beziffern ist. Da die Verhaltens\u00f6kologie von Hundeartigen permanent durch vielf\u00e4ltige Umwelteineinfl\u00fcsse gepr\u00e4gt wird, gilt nat\u00fcrlich Gleiches f\u00fcr die Entwicklung von Grundcharakteren bzw. Pers\u00f6nlichkeiten. Bislang galt die Einsch\u00e4tzung &#8222;Genotyp + Umwelt = Ph\u00e4notyp&#8220; als allgemeing\u00fcltig anerkannt. Neuerdings wird unter so genannten &#8222;Rudlern&#8220; die These der genetisch-fixierten sieben Rudelstellungen vertreten. Ob es diese sieben Rudelstellungen \u00fcberhaupt gibt, soll durch molekulargenetische Untersuchungen analysiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Pensionshundegruppen und erste Einsch\u00e4tzungsversuche von Grundcharakteren:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/wlpengruppe-copy.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1807 size-medium\" src=\"http:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/wlpengruppe-copy-300x201.jpg\" alt=\"wlpengruppe copy\" width=\"300\" height=\"201\" srcset=\"https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/wlpengruppe-copy-300x201.jpg 300w, https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/wlpengruppe-copy.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Zu unserem gr\u00f6\u00dften Bedauern behauptet man vielerorts v\u00f6llig pauschal, jegliche Gruppen-Vergesellschaftung von Haushunden sei aufgrund von unzumutbaren Stressbedingungen generell als tierschutzrelevant zu bewerten. Andere erheben den Anspruch, jedes angeblich problematische Hundeindividuum durch &#8222;rudelstellungsrechte Integration in ein perfekt strukturiertes Hunderudel&#8220; resozialisieren zu k\u00f6nnen. Wir halten solcherart Extrempositionen f\u00fcr wenig hilfreich. Hundeindividuen ohne jegliche Bindungsbeziehung, die sich in einer Urlaubspension oder im Tierheim kennen lernen, sind nach einer gewissen Anlaufzeit zwar in der Lage soziale Strukturen zu formen, aber keine &#8222;Rudel&#8220; (*). Vielmehr handelt es sich bei solchen Konstellationen zumindest anfangs bis zur Festigung einer Soziet\u00e4t um nichts anderes als um &#8222;soziale Sammelgruppen&#8220; beziehungsweise &#8222;zeitlich limitierte soziale Lebensgemeinschaften&#8220;.<br \/>\n<sub>(*): &#8222;ein zu etablierendes und zu erhaltendes Organ, anpassungsf\u00e4hig und n\u00fctzlich f\u00fcr jedes Individum&#8220; (Feddersen-Petersen 2004)<\/sub>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Irgendwie scheint der Begriff &#8222;Rudelhaltung&#8220; zum Allerweltsbegriff zu verkommen. Stets bem\u00fcht um eine differenziertere Sicht der Dinge, dokumentieren wir in der Pension der Hunde-Farm &#8222;Eifel&#8220; bei der Zusammenstellung von gemischten Hundesammelgruppen eine hohe Variabilit\u00e4t und Vielf\u00e4ltigkeit an Gruppenstrukturen und notieren s\u00e4mtliche Rollen, die manche Individuen zumindest zeitweilig innehalten, indem sie mit spezifischen Funktionen verbundene Verhaltensgewohnheiten u.a. geschlechts- und altersbedingt signifikant h\u00e4ufiger ausf\u00fchren als alle anderen Gruppenmitglieder (z.B. hoher Sozialstatus, Alarmgeber, W\u00e4chter).\u00a0Somit votieren wir f\u00fcr eine durchdachte, behutsam durchgef\u00fchrte Hundebetreuung, die nur unter Ber\u00fccksichtigung rassespezifischer Verhaltenstendenzen und durch genaue Beobachtung der situativ anwesenden Hundepers\u00f6nlichkeiten mit deren individuellen Verhaltensprofilen m\u00f6glich ist.\u00a0Zur Vermeidung von unzumutbar hohem sozialen Gruppenstress, wom\u00f6glich in chronischer Form, dem vordergr\u00fcndig betrachtet eher in erster Linie sensible Hundeindividuen ausgesetzt sind, hilft die Erkenntnis, dass draufg\u00e4ngerische und spontan handelnde &#8222;Kontrollettis&#8220; im Zweifelsfall eher zu un\u00fcberlegtem Handeln und zu impulsiven und lautstarken Scheinangriffs-verhalten tendieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">A-Typen sind schnell \u00fcberfordert und wollen sinnbildlich &#8222;mit dem Kopf durch die Wand&#8220;. Um so wichtiger ist es f\u00fcr den Menschen als Leiter und Dirigent einer gemischten Sozialgruppe den Bewegungsfreiraum von hundlichen &#8222;Kontroll-Freaks&#8220; vorausschauend zu begrenzen und ihr zuweilen aufdringliches Gehabe mit gutem Bauchgef\u00fchl kurzzeitig k\u00f6rpersprachlich zu bedr\u00e4ngen.<br \/>\nB-Typen sind Zauderer, agieren ungern \u00fcberst\u00fcrzt und lassen den Dingen zun\u00e4chst ihren Lauf. Sie handeln gewissenhaft und vorsichtig abwartend. Behutsamkeit, zielorientierte Zur\u00fcckhaltung und eine &#8222;Aussitz-Strategie&#8220; scheinen sich im Umgang mit Artgenossen insgesamt auszuzahlen. B-Typen scheinen gegen\u00fcber spontan auf sie zukommende \u00e4u\u00dfere Einwirkungen und soziale Spannungen widerstandsf\u00e4higer zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Beaufsichtigung von sozialen Sammelgruppen sind erfahrungsgem\u00e4\u00df diejenigen Betreuerinnen am erfolgreichsten, die bei deren Zusammenstellung m\u00f6glichst darauf achten, eine ausgewogene Mischung aus extro- und introvertierten Hundepers\u00f6nlichkeiten (A\/B-Typen) zu vergesellschaften. Unverzichtbare Voraussetzung f\u00fcr eine relativ zielgenaue Einsch\u00e4tzung von tendenziellen Grundcharaktertypen sind zun\u00e4chst einmal Langzeitkenntnisse aus der praktischen Verhaltensobservation, Basiswissen zur Ontogenese eines jeden Hundeindividuums, das in eine Hundegruppe integriert werden soll und ein gewisses Fingerspitzengef\u00fchl. Obwohl wir in unserer Hundepension seit 1977 auf reichhaltige Erfahrungen mit unterschiedlichsten Hundegruppen-konstellationen zur\u00fcckblicken k\u00f6nnen und in unserem Verst\u00e4ndnis nat\u00fcrlich mittlerweile auch etliche &#8222;F\u00fchrungstalente, Seelchen und gesellige Pers\u00f6nlichkeitstypen&#8220; kennenlernen durften, ist uns klar, dass solcherart Pers\u00f6nlichkeitseinteilungen nur ein erster Schritt sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze zur Pers\u00f6nlichkeitseinsch\u00e4tzung diverser<\/strong><a href=\"http:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/lesu09-copy.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-1808 size-medium\" src=\"http:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/lesu09-copy-300x201.jpg\" alt=\"lesu09 copy\" width=\"300\" height=\"201\" srcset=\"https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/lesu09-copy-300x201.jpg 300w, https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/lesu09-copy.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><strong> Wildkanidenspezies:<\/strong><br \/>\nIn den letzten Jahrzehnten lieferten verschiedene Freilandstudien an Kojoten und Rotf\u00fcchsen (Bekoff 1977, 2006) interessante Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze zu einer pers\u00f6nlichkeitsgebundenen Sozialrangordnung in Kanidenfamilien. Zurzeit untersuchen wir bereits im f\u00fcnften Jahr hintereinander, ob Timberw\u00f6lfe schon im Welpenalter sp\u00e4testens mit Vollendung der zw\u00f6lften Lebenswoche eine Art &#8222;Dreistufengesellschaft&#8220; bilden, die geschlechtsunabh\u00e4ngig aus dem rangh\u00f6chsten Pers\u00f6nlichkeitstypus, dem tiefrangigsten Typ und einem sozialen Mittelfeld besteht. Im Gegensatz zu den sich fr\u00fchzeitig etablierenden ranghohen und tiefen Positionen herrschte bei den studierten Wolfswelpenw\u00fcrfen unter den mehrheitlich geselligen Pers\u00f6nlichkeitstypen des sozialen Mittelfelds eine hohe Interaktionsvariabilit\u00e4t ohne feste Rangpositionen vor. Die Abschlussergebnisse unserer Arbeit werden fr\u00fchestens Ende 2015 ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Auffassung von Mark Bekoff (1977) gilt f\u00fcr Kojote, Rotfuchs und Goldschakal die Faustregel: Erst Rangverhalten, dann Spiel. Bekoff zitiert zudem Kollegen, wonach auch unter Schwarzr\u00fcckenschakalen das gleiche Strukturmodell beobachtbar war. Laut J.M. Weber (2006) beginnen Rotf\u00fcchse bis zur 8. Lebenswoche eine Rangordnung zu etablieren. Alle Abwandernden eines Wurfes waren dominante Tiere, w\u00e4hrend diejenigen, die rangtiefe Positionen im Wurf hatten, im elterlichen Revier blieben.\u00a0Auch M. Bekoff (2006) best\u00e4tigt einen Zusammenhang zwischen Grad und H\u00e4ufigkeit des Rangordnungs- und Spielverhaltens zwischen Wurfgeschwistern und deren sp\u00e4terem Abwandern. Bei Kojoten verlassen vorwiegend Tiere mit niederem Rang ihre Familie, seien es Welpen, J\u00e4hrlinge oder nicht fortpflanzungsf\u00e4hige Erwachsene. Erst k\u00fcrzlich wurde ein neuer Forschungsbericht zum Thema Wagemut und Scheuheit (A\/B-Typ-Achse) unter Kitf\u00fcchsen publiziert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schlussfolgerungen zu Pers\u00f6nlichkeitseinsch\u00e4tzungen und Rollenverteilungen (Wolf):<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/W\u00f6lfe_02-copy.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-107 size-medium\" src=\"http:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/W\u00f6lfe_02-copy-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/W\u00f6lfe_02-copy-300x200.jpg 300w, https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/W\u00f6lfe_02-copy-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/W\u00f6lfe_02-copy-624x416.jpg 624w, https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/W\u00f6lfe_02-copy.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Unsere seit 1992 andauernden Langzeitstudie an Timberwolffamilien in den kanadischen Rocky Mountains belegen zweifelsfrei, dass juvenile und subadulte Gruppenmitglieder bestimmte alters- und geschlechtsgebundene Aufgaben \u00fcbernehmen. Viele nehmen ihre Funktion als &#8222;Babysitter&#8220; schon im vorger\u00fcckten Teenageralter sehr ernst, unterst\u00fctzen ihre Eltern bei der aktiven Jungenf\u00fcrsorge und tragen so aktiv zur Gruppenstabilit\u00e4t bei. Das unterscheidet sie deutlich von wild lebenden Haushunden, die solcherart rudeltypische Rollen anscheinend generell nicht besetzen. Alarm- und Wachaufgaben \u00fcbernehmen in erster Linie einj\u00e4hrige m\u00e4nnliche Tiere. Dies jedoch keineswegs exklusiv, wie mancherorts behauptet wird, da die anfallenden Rollen- und Aufgabenverteilungen in famili\u00e4ren Wolfskreisen je nach Lebensumstand \u00e4u\u00dferst flexibel gehandhabt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Adulte Familienmitglieder helfen in Abwesenheit des Leitpaars bei der sozialen Integration ihrer j\u00fcngeren Geschwister und \u00fcben mit ihnen Kommunikations- und Spielrituale ein oder wandern innerhalb des elterlichen Streifgebiets selbst\u00e4ndig umher, um dieses ggf. recht fr\u00fchzeitig zu verlassen. Unter Einbeziehung s\u00e4mtlicher bis dato analysierten Feldnotizen, Videografierungen und Datenbanken besteht offensichtlich ein direkter Zusammenhang zwischen dem jeweiligen Sozialstatus eines Welpen und dessen Abwanderungszeitpunkt aus dem vertrauten Elternrevier (Home Range). Wer bleibt, wer geht oder wer zwischen diesen beiden Lebensformen eher entscheidungsunfreudig abw\u00e4gt scheint davon abzuh\u00e4ngen, ob und wenn ja, welche Rangposition ein Wolfswelpe im Alter von 10-12 Wochen bekleidet. Diesbez\u00fcgliche Untersuchungsresultate auf der Basis direkter Langzeit-Verhaltensbeobachtungen zugrundelegend, setzt sich ein solches Gruppengef\u00fcge (&#8222;Dreistufen-Rangordnungsmodell&#8220;) nach unserem heutigen Wissensstand aus drei signifikant unterschiedlichen Pers\u00f6nlichkeitstypen zusammen:<\/p>\n<ol>\n<li style=\"text-align: justify;\">Der rangh\u00f6chste Charaktertyp (&#8222;Kopftyp&#8220;) scheint sich sehr fr\u00fchzeitig zu h\u00f6herem berufen zu f\u00fchlen. Kopftypen sind willensstark und entfernen sich im Vergleich zu allen anderen Welpen bereits im Alter von drei Monaten dreimal so weit von der Geburtsh\u00f6hle wie alle anderen Geschwister. Solcherart &#8222;F\u00fchrungstalente&#8220; versuchen gemeinsames Kontaktliegen mit Wurfgeschwistern m\u00f6glichst zu vermeiden, spielen insgesamt auffallend wenig und zeigen wenig Ambitionen, sich am allgemeinen Interaktions-geschehen ihrer Geschwister zu beteiligen. Kopftypen verlassen das Heimatrevier ihrer Eltern im Erwachsenenalter deutlich fr\u00fchzeitiger als Vertreter des geselligen Pers\u00f6nlichkeitsspektrums, suchen zielorientiert nach geeigneten Paarungspartnern und treten selbstbewusst auf.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Der tiefrangigste Charaktertyp (&#8222;Seelchen&#8220;) ist ein sensibles und unterw\u00fcrfiges Tier und liegt aufgrund seines niedrigen Sozialstatus oft abseits vom Pulk. Solcherart &#8222;Schmuddelkinder&#8220; werden von ihren Geschwistern bevorzugt gemobbt und sind deshalb selten in der Lage, unbek\u00fcmmert zu interagieren. Seelchen werden bisweilen von ihren Geschwistern regelrecht gemieden und halten eher Abstand. Rangtiefe Individuen zieht es gezwungenerma\u00dfen fr\u00fchzeitig weg von ihrem Geburtsort, sie finden jedoch seltener Anschluss zu artgleichen Fremdtieren und schlagen sich mitunter zumindest mittelfristig als Einzelk\u00e4mpfer und Kleinbeutej\u00e4ger durch.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Das soziale Mittelfeld (&#8222;Geselliger Typ&#8220;) ist als eine Art Sammelsurium zu definieren, in dem sich die mit Abstand verst\u00e4ndigungsfreudigsten Individuen tummeln, die viel sozial geselliges Interesse bekunden und im Hinblick auf die Etablierung klar umrissener Dominanz- und Bindungsbeziehungen jede Gelegenheit zur Interaktion mit ihren Geschwistern wahrnehmen. Gesellige Typen scheinen viel sozialen Kl\u00e4rungsbedarf zu haben, zeigen eine hohe Kontakt- und Spielfreudigkeit und treten fast immer im Pulk auf. Wie wir heute wissen, sind es in erster Linie gesellige und spielfreudige Individuen, die als Heranwachsende den Willen zu einem l\u00e4ngeren Verbleib in ihrem Familienverband bekunden und die im statistischen Durchschnitt fr\u00fchestens im Alter von 2 \u00bd Jahren abwandern. Einige wenige von ihnen bleiben sogar ein Leben lang.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alle wissenschaftlichen Forschungsberichte zum Thema extrovertierter versus introvertierter Charaktertyp kommen zu dem Ergebnis, dass die Bewertung einer A\/B-Typ-Achse nur ein grobes Basismodell zum besseren Verst\u00e4ndnis zweier tendenzi\u00f6s sehr unterschiedlichen Grundpers\u00f6nlichkeiten sein kann. Praktische Erfahrungen aus der Praxis lehren uns, bei der verhaltens\u00f6kologischen Beurteilung von Wildkaniden-Charakteren stets deren adaptive und variable Verhaltensstrategien im Auge zu behalten (&#8222;big picture&#8220;). Unsere derzeit noch nicht abgeschlossene Langzeituntersuchung zum &#8222;Dreistufen-Rangordnungsmodell&#8220; basiert prim\u00e4r auf direkten Verhaltensbeobachtungen zur w\u00f6lfischen Individualbestimmung und ph\u00e4notypischer Merkmale. Deren Vertreter k\u00f6nnen sowohl A-Typen oder B-Typen sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schlussfolgerungen zu Pers\u00f6nlichkeitseinsch\u00e4tzungen und Rollenverteilungen (Wildhund):<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_1806\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Pizzahund_Welpen_03.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1806\" class=\"wp-image-1806 size-medium\" src=\"http:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Pizzahund_Welpen_03-300x231.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"231\" srcset=\"https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Pizzahund_Welpen_03-300x231.jpg 300w, https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Pizzahund_Welpen_03.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1806\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 G\u00fcnther Bloch (Kosmos Verlag)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bislang wurde das f\u00fcr Wolfsfamilienstrukturen besprochene &#8222;Dreistufen-Rangordnungsmodell&#8220; in Bezug auf verwilderte Hundegruppen allenfalls auf verhaltenstheoretischer Ebene diskutiert, da vergleichbare Gruppenpositionen und Pers\u00f6nlichkeitszuordnungen verglichen mit dem Wolf u.a. aufgrund der schwach ausgepr\u00e4gten Familienbildung beim Hund deutlich schwieriger nachweisbar sind. So versp\u00fcren in freier Wildbahn beheimatete Hunde offensichtlich weniger Drang, ihr Heimatrevier zu verlassen, so dass der Vergleichwert des Abwanderungsverhaltens (Dispersal) fast komplett wegfiel (*). Die von uns im Rahmen des &#8222;Tuscany Dog Project&#8220; in den Jahren 2005-2007 begleiteten drei verwilderten Haushundegruppen boten allerdings exzellente M\u00f6glichkeiten, die A\/B-Pers\u00f6nlichkeitsachse an allen erwachsenen Hunde und deren Welpen zu \u00fcberpr\u00fcfen und schlussendlich als gegeben zu best\u00e4tigen.<br \/>\n<sub>(*): Nach \u00dcberpr\u00fcfung aller protokollierten F\u00e4lle waren es w\u00e4hrend unserer fast drei Jahre andauernden Studie letztlich nur ein jeweils rangniedrige Weibchen und ein rangniedriger R\u00fcde, die ihr Heimatrevier verlie\u00dfen und abwanderten.<\/sub><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei &#8222;Nerone&#8220; und &#8222;Eurecia&#8220;, dem Leitpaar mit h\u00f6chstem Sozialstatus, handelte es sich um souver\u00e4ne Pers\u00f6nlichkeiten mit viel Willenskraft und Durchsetzungsverm\u00f6gen. Vor allem Eurecia war mit einem besonderen Anf\u00fchrertalent gesegnet. Wie es sich f\u00fcr allseits anerkannte Zentralfiguren einer sozialen Hundegesellschaft geziemt, traten beide Leittiere (\u00e4hnlich w\u00f6lfischen &#8222;Kopftypen&#8220;) routiniert und k\u00f6rpersprachlich selbstbewusst auf, trafen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig viele gruppenrelevante Entscheidungen und schienen genau zu wissen was sie wollten. Das mehr oder weniger klassische Pers\u00f6nlichkeitsprofil des submissiven und rangtiefsten Gruppenmitglieds (\u00e4hnlich w\u00f6lfischen &#8222;Seelchen&#8220;) deckte eindeutig der zu Studienbeginn in etwa 2 Jahre alte &#8222;Fox&#8220; ab, der immer wieder kollektiv vorgetragenen Mobbingattacken ausgesetzt war. Niederrangige Subadulte und Jugendliche schl\u00fcpften tagt\u00e4glich in die Rolle von W\u00e4chtern und Alarmgebern, deren vielschichtig und situativ variabel vorgetragenes Gefahrenerkennungs- und Abwehrkollektiv aufgrund guter Organisation erstaunlich reibungslos funktionierte. Andere Gruppenmitglieder unterhielten h\u00e4ufig wechselnde Dominanzbeziehungen mit ungekl\u00e4rten Rangpositionen, spielten ausgiebig miteinander und lagen w\u00e4hrend gemeinsamer Inaktivphasen im Pulk und K\u00f6rperkontakt zusammen (\u00e4hnlich w\u00f6lfischen &#8222;Geselligen&#8220;).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei gemeinsamen Streifz\u00fcgen durch ihr heimisches Territorium, die prim\u00e4r in den fr\u00fchen Morgenstunden und am sp\u00e4ten Abend stattfanden, nutzten und etablierten die Hunde fest etablierte Wanderpfade, Rendezvousgebiete mit Beobachtungsh\u00fcgeln sowie wetter- und gefahrenspezifische R\u00fcckzugsareale und waren in unterschiedlichen Gruppenkonstellationen in wiederum unterschiedlichen Gruppenformationen unterwegs. Gruppengr\u00f6\u00dfe und Welpenwurf-st\u00e4rken unterlagen deutlichen Schwankungen. Immer wiederkehrende, fest fixierte Gruppen-stellungen kamen ebenso wenig zur Beobachtung wie irgendwelche T\u00f6tungen von Welpen durch Hundem\u00fctter oder V\u00e4ter. Nachwuchs wurde grunds\u00e4tzlich in Erdbauten geboren, verhielt sich wie alle erwachsenen Individuen scheu und zeigte keinerlei Interesse an direkten Kontaktaufnahmen mit Menschen. Und dies, obwohl die ans\u00e4ssige Hundepopulation in regelm\u00e4\u00dfigen Zeitabst\u00e4nden von Tiersch\u00fctzern an drei im Wald fest eingereichten Futterstellen mit Nahrung versorgt wurde. Einen wolfstypischen Rollenbesatz von sozialen Helfershelfern (Babysitter) zur Welpenf\u00fcrsorge in Abwesenheit der Elterntiere war zu keinem Zeitpunkt ersichtlich, weil die Hunde nicht gemeinsam auf die Jagd gingen und mit Ausnahmen der Muttertiere keinen Nahrungstransport von den Futterstellen zu den H\u00f6hlenstandorten organisierten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schlussfolgerungen zu Pers\u00f6nlichkeitseinsch\u00e4tzungen und Rollenverteilungen (Haushund):<\/strong><br \/>\nErik Zimen f\u00fchrte in seiner 1971 ver\u00f6ffentlichten Doktorarbeit aus, bei den untersuchten Pudelw\u00fcrfen h\u00e4tte sich unter den Welpen schon mit sieben Wochen eine Sozialrangordnung nach dem Gewicht der Welpen herausgebildet, die dann kaum noch ver\u00e4ndert wurde. Eberhard Trumler beobachtete unter acht Wochen alten Welpen tendenzielle Pers\u00f6nlichkeitsunterschiede zwischen dem rangniedrigsten Welpen, der stets bestrebt war irgendwo Anlehung zu suchen und dem Rangh\u00f6chsten, der sich bevorzugt in N\u00e4he seines Vaters aufhielt und seine Geschwister von seinem Vorzugsplatz verdr\u00e4ngte, um sich &#8222;in der Bedeutung seines Vorbilds (Vaters) zu sonnen&#8220;. Besonders kontakt- und spielfreudige Individuen werden ebenfalls explizit erw\u00e4hnt. Dennoch liegen uns zurzeit weder quantitativ noch qualitativ ausreichende Belege vor, die die Existenz eines im Welpenalter fr\u00fchzeitig etabliertes &#8222;Dreistufen-Rangordnungsmodells&#8220; nachweist, das f\u00fcr alle Hunderassen und deren Mischlingsformen G\u00fcltigkeit h\u00e4tte. Einige anekdotische Berichterstattungen gibt es schon. Die kommen erwartungsgem\u00e4\u00df von Hobbyz\u00fcchtern. Laut Udo Ganslosser ist eine Doktorarbeit in Vorbereitung, die sich mit dem Pers\u00f6nlichkeitsthema wissenschaftlich auseinandersetzen soll.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/09_doru-copy.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1811 size-medium\" src=\"http:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/09_doru-copy-300x201.jpg\" alt=\"09_doru copy\" width=\"300\" height=\"201\" srcset=\"https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/09_doru-copy-300x201.jpg 300w, https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/09_doru-copy.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Mit etwas Geschick kann eigentlich ein jeder Hundefreund innerhalb einer zeitweise oder dauerhaft vergesellschafteten Hundegruppe A\/B-Typisierungen vornehmen:\u00a0Da beobachtet man das auff\u00e4llige Erscheinen eines extrovertierten &#8222;Kontrolettis&#8220;, der, gerne imponierend, st\u00e4ndig damit besch\u00e4ftigt zu sein scheint, irgendetwas zu beschlagnahmen (z.B. Ersatzbeutest\u00fccke wie St\u00f6cke, Mausel\u00f6cher auf der Hundewiese), Besitzanspr\u00fcche auf alles und jeden zu erheben und\/oder hektisch umherschn\u00fcffelnd \u00fcber die Markierstellen anderer Hunde zu pinkeln. A-Typ-R\u00fcden geben sich im sozialen Kontext \u00e4u\u00dferst experimentierfreudig, probieren gerne alle m\u00f6glichen Tricks aus, um das Wohlbefallen von H\u00fcndinnen auf sich zu lenken: Intensives Posieren, aufdringliche Kontaktaufnahmen mit heftigem Rutenwedeln, Fellstupsen, ungest\u00fcmes Bellen und Vort\u00e4uschungen zur Spielaufforderung sind nur einige Beispiele aus dem selbstdarstellerischen &#8222;Unterhaltungsprogramm&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie beim chinesischen Yin-Yang-System, das symbolisch f\u00fcr die Vereinigung von Gegens\u00e4tzen steht, begegnen wir bald auch dem Zauderer. Wir k\u00f6nnen praktisch miterleben, wie sichtlich unangenehm es diesem introvertierten Grundcharakter ist, &#8222;Lautsprecher&#8220; zu sein. B-Typen verhalten sich z\u00f6gerlich und ziehen sich wenn machbar zur\u00fcck. Streitigkeiten gehen sie bevorzugt aus dem Weg. Bevor sie sich zum Handeln entschlie\u00dfen, beschauen sie die Dinge zun\u00e4chst in aller Ruhe aus der Distanz. B-Typen m\u00f6gen es ganz und gar nicht, mit jedem Artgenossen in Kontakt treten zu m\u00fcssen oder wom\u00f6glich von fremden Menschen bet\u00e4tschelt zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zusammenfassung:<\/strong><br \/>\nOb wagemutig oder z\u00f6gerlich, ob F\u00fchrungstalent, unterw\u00fcrfiger Mitl\u00e4ufer oder pers\u00f6nlichkeits-bedingt immer mittendrin im Geschehen &#8211; nach dem heutigen Stand der Wissenschaft ist der Charakter eines jeden Lebewesens ein Resultat aus genetischen Dispositionen (Veranlagungen) und flexiblen Verhaltensanpassungen (Lernerfahrungen). Die neuerlich aufgestellte Hypothese zur tats\u00e4chlichen Existenz von sieben von Geburt an vorbestimmten Rudelstellungen ist anhand von Speichelproben durch molekulargenetische Untersuchungen grunds\u00e4tzlich \u00fcberpr\u00fcfbar. Zumindest f\u00fcr Haushunde. Diesbez\u00fcgliche Studienresultate liegen up to date nicht vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend unserer Verhaltensbeobachtungsstudien zur A\/B-Typisierung und m\u00f6glichen Existenz des hier nur grob skizzierten Dreistufen-Rangordnungsmodells den Wolf betreffend, konnten wir auch keine fest verankerten Gruppenstellungen entdecken. Gegenteilig stellte sich die theoretisch m\u00f6gliche Existenz von &#8222;perfekt strukturierten Wolfsrudeln mit sieben genetisch fest fixierten Positionen&#8220; und einige weitere totalit\u00e4re Behauptungen aus der &#8222;RS&#8220;-Lehre zur Verhaltens\u00f6kologie des Wolfes faktisch als rein willk\u00fcrlich formulierte Fantasievorstellung heraus (Bloch 2014). Nach unserem Kenntnisstand hat bis zum heutigen Tag niemand auf der Welt in irgendeiner Freilandstudie trotz des Bem\u00fchens um genaue Beobachtung von Intentionen, Stimmungen und Gestimmtheiten aller Studiensubjekte ein &#8222;perfektes Siebener-Wolfsrudel&#8220; ausfindig machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Stockdackel.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1810 size-medium\" src=\"http:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Stockdackel-300x185.jpg\" alt=\"Stockdackel\" width=\"300\" height=\"185\" srcset=\"https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Stockdackel-300x185.jpg 300w, https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Stockdackel.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Literatur zum Weiterlesen:<\/strong><br \/>\nBloch, G\u00fcnther &amp; Radinger, Elli (2010): W\u00f6lfisch f\u00fcr Hundehalter, Von Alpha, Dominanz und anderen popul\u00e4ren Irrt\u00fcmern; Kosmos-Verlag.<br \/>\nBloch, G\u00fcnther &amp; Dettling, Peter (2012): Auge in Auge mit dem Wolf, 20 Jahre unterwegs mit frei lebenden W\u00f6lfen; Kosmos-Verlag.<br \/>\nBloch, G\u00fcnther &amp; Radinger, Elli (2012); Affe trifft Wolf, Dominieren statt kooperieren? Die Mensch-Hund-Beziehung; Kosmos-Verlag.<br \/>\nRuge, Nina &amp; Bloch, G\u00fcnther (2013): Was f\u00fchlt mein Hund? Was denkt mein Hund? Hundeexperte antwortet Hundefreundin; GU-Verlag.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a title=\"G\u00fcnther Bloch: Kanidenverb\u00e4nde\" href=\"http:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/?p=1781\">TOP<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir stimmen allen &#8222;Rudlern&#8220; zu: Praktisches Erleben ist durch nichts zu ersetzen. Praktisches Erleben verschafft einem einmalige Erkenntnisse. Man kann sehen und &#8222;das was man sieht einfach mal entfalten lassen&#8220; &#8211; super. Gerne \u00fcbernehmen wir eine Vorreiterrolle in Sachen Berichterstattung zum praktisch erlebten &#8222;Wolfsrudelleben&#8220;. Der nachfolgende Bericht basiert auf praktisch erlebten Freilanderfahrungen mit Wolf und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[6,75,4,3],"class_list":["post-1781","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-genetik","tag-guenther-bloch","tag-rudel","tag-woelfe"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1781"}],"collection":[{"href":"https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1781"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1781\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1830,"href":"https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1781\/revisions\/1830"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1781"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1781"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/rudelstellungen-klargestellt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1781"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}