Kastration nach Ertel-Modell

Der Verständigungsschlüssel zur Rudelstellung Foren Generelles Kastration nach Ertel-Modell

Dieses Thema enthält 5 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Martha vor 3 Jahre, 8 Monate.

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  • #13065

    Katharina

    http://www.rudelstellungen.eu/forum/228-verhalten-probleme-ratschlaege/178643-kastration-vs-hormon-chip-chemische-kastration?start=40

    Kopfschüttel… ! Einmal mehr! Wie kann es sein,dass man diesen Mist (leider schlimmer als Mist) nicht einfach auf dem nächsten Misthaufen entsorgt? Dort gehört das ganze Ertel-Modell von A – Z hin !

    #13070

    Martha

    „Beides (Eure Erfahrungen chem. Kastration – Kastration) (Alternativ Lösung innerhalb Struktur) versetzt einen späteren Leser in ein umfassendes Wissensbild.“

    Hoffentlich weiß der Leser auch das:

    •die Sterilisation:
    Im Gegensatz zur Kastration werden bei der Sterilisation die Keimdrüsen belassen und nur die Keimwege unterbunden, beim männlichen Tier die Samenleiter, beim weiblichen die Eileiter. Die Produktion von Geschlechtshormonen und damit das Sexualverhalten bleibt in vollem Umfang erhalten.

    In der Tiermedizin wird ausschließlich die Kastration durchgeführt, da besonders bei Hündinnen und Kätzinnen nach Sterilisation Spätfolgen auftreten können, die eine erneute Operation erforderlich machen.
    Kleintierpraxis am Hafen Dr.Micaela Peters

    Das es eine Patentlösung sei,eine Hündin sterilisieren zu lassen, ist auch so eine, von Ertel in die Welt gesetzte,unwissenschaftliche Irrlehre.

    #13075

    Katharina
    #13268

    Anna

    Kastration oder nicht (chemisch oder operativ)! Sehen wir es aus der menschliche Sicht? Ein Hund oder eine Katze wollen ihren Sexualtrieb ausleben. Ein sterilisiertes Tier heult was das Zeug hält und voller Stress um zu eine, Partner zu kommen, Tag und Nacht. Viel Vergnügen für das Vergnügen. Ich möchte meinen Hund nicht ständig suchen oder im Tierheim abholen, wenn er denn dort landet oder, schlimmer noch, tot zurück zu bekommen, weil er blind vor Liebe auf irgend einer Straße totgefahren wurde. Wir sollten unsere Tiere nicht wie uns Menschen betrachten, sondern ihr Wohl und ihre Sicherheit vorrangig im Sinn haben, dazu gehört auch ihnen Ruhe und Sicherheit zu geben.
    Anna

    #13681

    Carla

    So einfach ist das Thema schon seit einiger Zeit nicht mehr. Mehr und mehr Studien weisen auf schwerwiegende Langzeitfolgen der Kastration beim Hund hin.
    Mit Schablonen kommt man nicht weiter. Man muss sich die Arbeit der Recherche machen und dann individuell sortieren, welche Risiken man eingehen will. Oder man macht es sich einfach und lebt nach Schablone am Tierschutzgesetz vorbei.

    Runterschrauben? Da ist wohl eine Schraube locker geworden.

    Die Behauptungen werden ja immer absturser:
    „Nur sexuell und sozial ausgehungerte Tiere stellen die Wertigkeit der Hormonausschüttungen an erster Stelle. Dementsprechend ist ihre Reaktionen.“

    Die meisten Kastrationen dienen der Bequemlichkeit der Halter. Vor allem, wer sich unbedingt der Mehrhundehaltung verschreiben muss, der sollte sich das vorher gut durchdenken und nicht hinterher zur Kastration greifen und sagen: es ging ja nicht anders.

    Mir ist in 30 Jahren Hundehaltung noch kein intaktes Tier abgehauen und es gab auch keine ungewollten (oder gewollten) Deckakte.

    Ich verzichte gerne auf eine gesteigerte Chance, dass mein Hund wegen Kastration Krebs bekommt nur wegen meiner Bequemlichkeit. Oder auf das gesteigerte Risiko eines gerissenen Kniebandes, oder Demenz. Ganz besonders, wenn der Hund Rassebedingt schon ein gesteigertes Risiko hat. Ich denke, jeder Hund hat auch ein Recht darauf nicht an Krebs oder anderen Langzeitfolgen einer Bequemlichkeitskastration zu leiden.

    #14024

    Martha

    @Carla
    Ertel plädiert ja nicht für Kastration,sondern eher für Sterilisation und hat das Märchen in die Welt gesetzt,man könne auch Hündinnen problemlos sterilisieren lassen.
    Damit geht sie der neuerdings aufkommenden Kritik an Kastrationen aus dem Weg und muß trotzdem ihren Anhängern nicht sagen,dass sie bei der Vergesellschaftung wenigstens auf das Geschlecht achten sollen.Wenn sonst schon nur die Stellung wichtig ist.
    In der Tiermedizin gilt die Sterilisation der Hündin allerdings als „Kunstfehler“,da es dadurch häufig zu Entartungen der Eierstöcke kommt und die Hündin nochmal nachoperiert werden muß.
    Aber es ist dasselbe wie mit den anderen Themen: was schert RS die Wissenschaft oder die Erfahrung anderer?

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